Kaufberatung Jaguar XF Sportbrake

Jaguar XF Sportbrake: Kaufberatung

Kontrastprogramm

Es muss doch nicht immer Audi A6 Avant, BMW 5er Touring oder Mercedes E-Klasse sein. Ein Blick über den Ärmelkanal offenbart eine sehr attraktive Kombi-Alternative.
Die Turbulenzen um den Brexit bestimmen die Nachrichten, wir uns lieber einem britischen Erzeugnis zu, das durchweg positive Gefühle in uns weckt. Das beginnt schon beim ersten Blick in den Innenraum des langen XF. Der britische Abgesandte schmeichelt seinen Insassen mit sehr komfortablen Sitzen, die auf Wunsch in 20-fach einstellbarer Ausführung (ab 2294 Euro) im Premium-Memory-Paket ab der Linie Portfolio erhältlich sind. Das umfasst darüber hinaus die elektrische Lenksäule und beheizbare Außenspiegel sowie eine Memory-Funktion für Fahrer- und Beifahrersitz. Haben Sie Interesse an der Linie R-Sport, S oder 300 Sport, ersetzt Jaguar die Komfort- durch Sportsitze, die ebenfalls nicht mit Komfort geizen.

Gebrauchtwagensuche: Jaguar XF

Das 10-Zoll-Touchdisplay ist an Extras gebunden

Video: Jaguar XF Sportbrake (2017)

Edel-Kombi made in Britain

Richten wir den Blick auf den Armaturenträger, erfasst das Auge im Falle unseres Testwagens hauptsächlich Displays. Für die digitalen Instrumente im 12,3-Zoll-Format, die wir in jedem Fall empfehlen, sind 714 Euro fällig, während das 10-Zoll-Touchdisplay mit Dual View (zwei Inhalte auf einem Display) mit 1041 Euro zu Buche schlägt und stets an folgende Extras gebunden ist: Navigation Pro (750 Euro), Meridian-Soundsystem (ab 646 Euro) und CD-Laufwerk (100 Euro). Echtzeitverkehrsinformationen finden Sie im Connected-Pro-Paket für 620 Euro mit einer Laufzeit von drei Jahren. Sind Ihnen die genannten Extras in Summe zu teuer, können Sie alternativ über Apple CarPlay navigieren, die Anbindung ist ab Werk mit dabei. Das Head-up-Display kostet im Paket mit der Akustik-Frontscheibe 1333 Euro. Nicht günstig, aber ein deutlicher Zugewinn, was den Komfort betrifft.
Überblick: Alles zum Jaguar XF

Die Parksensoren am Heck kosten happige 510 Euro

Der XF Sportbrake präsentiert sich mit dem versenkbaren Wählregler des Automatikgetriebes als Individualist. Die Materialien sind hochwertig.

Für die fahraktive Assistenz bietet Jaguar neben einem adaptiven Tempomaten einen aktiven Spurhalte- und Totwinkelassistenten. Im Paket kostet das Trio 2760 Euro; allein gerechnet ruft Jaguar insgesamt 3243 Euro auf. Halten Sie den adaptiven Tempomaten für verzichtbar, bleiben noch 1386 Euro stehen. Wenig erfreulich gerade im Premiumsegment: Für die Parksensoren am Heck verlangt Jaguar happige 510 Euro, während für die vorderen 417 Euro zu zahlen sind. Die 360-Grad-Kamera kommt ihrerseits auf 771 Euro, die Rückfahrkamera auf 438 Euro und der Parkassistent auf 937 Euro. Hier empfehlen wir erneut die Paket-Option. Einzeln gewählt, kosten die Extras rund 3100 Euro, das Parkhilfe-Paket-Plus steht dagegen mit 2613 Euro in der Liste. Weitere Annehmlichkeiten, die wir Ihnen ans Herz legen: das Fond-Komfort-Paket (1690 Euro) mit Vierzonen-Klimaautomatik, Sitzheizung vorn und hinten sowie manuellen Sonnenrollos für die hinteren Seitenscheiben. Für 1483 Euro offeriert das Komfort-Paket neben dem Activity-Key – einem Schlüssel in Form eines Armbandes und damit einhergehendem schlüssellosen Zugang – eine elektrische Heckklappe mit Gestensteuerung und Laderaumschienen – eine sinnvolle Investition. Ferner ist das riesige Panoramadach für 1405 Euro eine Überlegung wert, auch wenn es im Falle des Kombis über keine Öffnungsmöglichkeit verfügt, was uns allerdings nicht negativ aufgestoßen ist.

Modell 25t 20d
Motor/Hubraum R4-Turbo / 1997 cm3 R4-Turbo / 1999 cm3
Getriebe 8-Stufen-Wandlerautomatik 8-Stufen-Wandlerautomatik
kW (PS) bei 1/min 184 (250) / 5500 132 (180) / 4000
Nm bei 1/min 365 / 1200-4500 430 / 1750-2500
Höchstgeschwindigkeit 241 km/h 221 km/h
0–100 km/h 6,9 s 8,5 s
Normverbrauch (Mix) 7,6 l S 5,4 l D
Abgas CO2 • EU-Norm 173 g/km • Euro 6d-Temp 142 g/km • Euro 6d-Temp
OPF / SCR-Kat.1) ja • – – • ja (AdBlue: 16 Liter)
Grundpreis 51.640 Euro 48.240 Euro
Wertung Der kleinere Vierzylinder bietet mehr als ausreichend Leistung, klingt gut und kann auch sparsam. Wer Allrad wünscht, muss zum 300-PS-Motor greifen. Etwas moderater was die Leistung betrifft, aber trotzdem noch ausreichend potent und sparsam. Fans greifen zum famosen V6 mit 300 PS.
Ökotrend-Wertung 3 3+

In der Basis gut 70 PS mehr als bei der Konkurrenz

Schon die Vierzylinder bieten ausreichend Leistung für zügiges und entspanntes Reisen.

Damit auch all dieser Komfort in Bewegung kommt, führen die Briten ein passables Angebot an Motoren. Bei den Benzinern wählen Sie zwischen 20t und 30t – Vierzylinder und zwei Liter Hubraum sind hier gesetzt. Während der 20t seine 250 PS an die Hinterräder schickt, verteilt der 30t seine 300 PS serienmäßig auf alle vier Räder. Die Vierzylinder machen ihre Sache mehr als ordentlich, speziell in Verbindung mit der achtstufigen Wandlerautomatik von ZF. Der Verzicht auf einen Motor unterhalb von 200 PS könnte Interessenten, die nicht so viel Leistung benötigen, zur Konkurrenz schicken. Auf der anderen Seite bietet der XF bei ähnlichen Preisen in der Basis gut 70 PS mehr Leistung. Bei den Dieseln fällt das Angebot deutlich reichhaltiger aus. Mit dem E-Performance, der aus ebenfalls vier Zylindern 163 PS mobilisiert, geht's los. Es folgen der 20d mit 180 PS, der 25d mit 240 PS sowie der 30d mit schnurrendem V6 und 300 PS.

Ein Artikel aus AUTO TEST

Auch fahrdynamisch zeigt sich die Großkatze von ihrer guten Seite. Zackig lenkt der XF ein, wirkt nur bei stärkerem Einschlag ein wenig zu weich in den Federn. Im Gegenzug sorgt die serienmäßige Luftfederung an der Hinterachse in Verbindung mit den 17-Zoll-Leichtmetallrädern für beachtlichen Reisekomfort. Bleiben Sie bei den 17-Zöllern, und investieren Sie das Zusatzgeld für die bis zu 4000 Euro teuren 20-Zoll-Exemplare in andere Extras. An denen sollten Sie auch nicht sparen, denn die Zulassungszahlen des Sportbrake liegen deutlich hinter denen der Deutschen, und da gilt es, auf dem Gebrauchtwagenmarkt mit feiner Ausstattung zu punkten.

Kaufberatung Jaguar XF Sportbrake

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Christoph Richter

Fazit

Trotz des SUV-Erfolges, der weiterhin ungebrochen scheint, bringt Jaguar eine sehr gelungene Kombi-Alternative. Kleinere Schwächen, die uns hier und da aufgefallen sind, verschmerzen wir gern, denn neben dem eleganten Design überzeugt der XF auch in puncto Technik und Fahrdynamik und stellt so eine feine Alternative zum deutschen Business-Trio dar.

Stichworte:

Kombi

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