Daimler-Chef Dieter Zetsche

Neue Mercedes und Smart (2018, 2019, 2020, 2021, 2022)

Källenius folgt auf Zetsche

Wechsel an der Daimler-Spitze

Führungswechsel bei Daimler: Im Mai 2019 gibt Dieter Zetsche den Posten des Vorstandschefs an Mercedes-Entwicklungschef Ola Källenius ab.
(dpa/brü) Wachablösung bei Daimler im Mai 2019: Nach mehr als 13 Jahren an der Spitze des Autobauers gibt Dieter Zetsche seinen Posten als Vorstandschef auf. Sein Nachfolger soll der derzeitige Entwicklungschef Ola Källenius werden. Das teilte Mercedes am Mittwoch (25. September 2018) mit. Zetsche werde sein Vorstandsmandat und die Leitung der Pkw-Sparte Mercedes-Benz Cars zum Ende der Hauptversammlung niederlegen. Nach Ablauf einer zweijährigen "Abkühlphase" wird Zetsche den Vorsitz des Aufsichtsrates von Manfred Bischoff übernehmen. Dessen Amtszeit läuft 2021 aus. Der promovierte Ingenieur Zetsche war im Mai 65 Jahre alt geworden, regulär läuft sein Vertrag erst Ende 2019 aus.

Källenius seit 1993 für Daimler tätig

Källenius galt schon länger als potenzieller Nachfolger für Zetsche. Der Schwede ist 49 Jahre alt, Betriebswirt und seit Anfang 2015 Vorstandsmitglied bei Daimler. Seit 1993 arbeitet er für den Konzern, derzeit als Chef der Konzernforschung sowie der Entwicklung der Pkw-Sparte.

Daimler-Umbau in vollem Gang

Daimler ist derzeit dabei, den Konzern grundlegend umzubauen. Geplant ist eine neue Struktur mit drei rechtlich selbstständigen Einheiten – eine für Pkw und Vans, eine für Trucks und Busse und eine für Finanzdienstleistungen. Alle drei Einheiten werden gemeinsam von einer Dachgesellschaft gesteuert. Die Hauptversammlung am 22. Mai 2019, auf der Zetsche abtritt, soll über die neue Struktur abschließend entscheiden.

Zetsche zog Schlussstrich unter Fusion mit Chrysler

Zetsche war seit 1976 für Daimler in verschiedenen Positionen und Ländern tätig. Als Konzernchef zog er den Schlussstrich unter die verunglückte Fusion mit dem US-Autobauer Chrysler, die sein Vorgänger Jürgen Schrempp 1998 durchgezogen hatte. 2007 gab Daimler die Mehrheit an der Chrysler Group ab, bevor das Unternehmen 2009 auch den restlichen Anteil von knapp einem Fünftel verkaufte. Zetsche war es auch, der den Konzern nach der Finanzkrise aus einer schweren Flaute führte, die Designsprache der Stammmarke Mercedes-Benz modernisierte und damit jüngere Käuferschichten eroberte. Nach vielen Jahren hinter dem Erzrivalen BMW konnte Mercedes-Benz 2016 die Weltspitze im Verkauf von Premium-Autos zurückerobern und gilt heute als wertvollste Automarke.

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