Kaufprämie für E-Autos: Umweltbonus, Neuwagen, Gebrauchter, Tesla
Gratis Tesla fahren dank der Elektro-Kaufprämie

Bis zu 9570 Euro Umweltprämie gibt es beim Kauf eines E-Autos. Nach einem halben Jahr kann man es sogar mit Gewinn verkaufen. Ein Tesla-Aufkäufer packt aus.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Eine Lücke im System sorgt für Goldgräberstimmung bei E-Autos. Wer geschickt ist, fährt quasi umsonst – oder verdient sogar Geld beim Wiederverkauf. Die Masche: Kunden erwerben einen Neuwagen mit E-Antrieb (ausführliche Tipps zum Neuwagenkauf) und kassieren dafür bis zu 9570 Euro Umweltprämie – 6000 Euro vom Staat, 3000 plus Mehrwertsteuer vom Hersteller. Voraussetzung für die Unterstützung: Man muss das Auto mindestens sechs Monate fahren. Nach genau dieser Zeit stoßen die findigen Autobesitzer das Fahrzeug wieder ab. Oft ohne Verlust.
Vom Gebrauchtwagenhändler zum Tesla-Exporteur

Sascha Schmitz hat inzwischen ein eigenes Ankaufportal: verkaufedeinen-tesla.de
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Tesla-Neupreis in Dänemark 3000 Euro höher

Vor dem Ankauf prüft ein Mitarbeiter den Tesla auf Schäden. Danach gibt es den finalen Preis.
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Auch kritische Stimmen in Tesla-Internetforen

Bis Herbst ein normaler Gebrauchtwagenhandel, jetzt wird nur noch angekauft und exportiert.
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BAFA und BMVI wissen offiziell von nichts
Und was sagen die Behörden? "Dem BAFA liegen keine Informationen dazu vor, dass mit dem Umweltbonus geförderte, in Deutschland erworbene und zugelassene Fahrzeuge massiv ins Ausland verkauft würden", teilte das für die Förderanträge zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle auf AUTO BILD-Anfrage mit. Das Bundeswirtschaftsministerium überwache fortlaufend, ob die Förderrichtlinie zum Umweltbonus auf Grund aktueller Entwicklungen angepasst werden muss. Es werde daher eine Verlängerung der bestehenden Mindesthaltedauer sorgfältig prüfen. Das Ministerium selbst bestätigte diese Prüfung, machte aber über Stand und Dauer keine weiteren Angaben. Ihm lägen "keine Informationen dazu vor, dass in größerem Umfang mit dem Umweltbonus geförderte Fahrzeuge nach Ablauf der Mindesthaltedauer ins Ausland verkauft werden".Bis zu einer Ausweitung der Mindesthaltedauer wird das Geschäft wohl weiterhin merkwürdige Blüten treiben: An einem Sonntagabend trifft AUTO BILD an einer Ladestation in Schleswig einen ID.3-Fahrer. Er berichtet, er sei früher auch Tesla gefahren. Jetzt habe er vier VW. Vier? Ja, die ganze Familie müsse jeden Tag ordentlich fahren, weil in Dänemark ein Auto erst als Gebrauchter gilt, wenn er mindestens 6000 Kilometer runter hat. Sein Plan: sechs Monate fahren und dann mit Gewinn nach Dänemark verkaufen. Überprüfen können wir seine Angaben nicht. Aber unrealistisch klingt die Geschichte nicht ...
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