So fährt die Kawasaki Z900 RS

So fährt die Kawasaki Z900 RS

Kawasaki Z900 RS: Test

Erste Fahrt mit der Kawasaki Z900 RS

AUTO BILD war mit der Kawasaki Z900 RS unterwegs: Sieht das japanische Retro-Bike einfach nur großartig aus, oder fährt es sich auch so? Fahrbericht!
Kawasakis jüngster Aufschlag auf dem Markt für Retro-Bikes kam spät, dafür aber mit Macht. Z900 RS heißt die wunderschöne Maschine, die BMW R nineT, Yamaha XSR900 und Triumph Bonneville potenzielle Käufer abspenstig machen soll. AUTO BILD hat mit der Japanerin eine Runde gedreht.

Die unübersehbare Stärke der Kawasaki Z900 RS ist ihre Optik: Man kann sich kaum dran sattsehen.

Das ist sie: Genau genommen eine Z900 in neuen Kleidern. Mit kleinen, aber wirkungsvollen optischen Retuschen hat das Designteam eine Enkelin der Kawasaki Z1 von 1972 und eine Nachfolgerin der Zephyr von 1992 geschaffen, die sich modern fährt. Details wie LEDs in Glühbirnen-Form und in Speichen-Optik gefräste Räder schaffen den Spagat zwischen Reminiszenz an Historie und aktuellem Anspruch. Die Drehfreude des 948 Kubikzentimeter großen Reihenvierzylinders (112 PS) nach oben hinaus haben die Ingenieure zugunsten von mehr Drehmoment in allen anderen Lebenslagen zurückgefahren. Das führt dazu, dass der Motor kerniger anspricht als das Original. Neben der Naked-Variante bietet Kawasaki die Z900 RS auch noch als Cafe-Racer an.   

Die Z900 RS ist eine handliche Allrounderin – sie kann gemütlich genauso gut wie dynamisch.

So fährt sie: Sehr handlich. Die Z900 RS zeigt sich als gut austarierte Allrounderin. In entspannter Haltung gemütlich gondeln und sich dabei die Sonne ins Gesicht scheinen lassen ist im fein gesteppten Sattel genauso möglich wie dynamisches Spurten. Drehzahl-Orgien und akrobatische Kurvenradien mag die Z900 RS nicht, dafür eignet sich die Japanerin für unterschiedliches Können, verschiedene Körpergrößen und zahlreiche Fahrprofile. Sogar Vollprofis dürfte sie Spaß bereiten: Das ABS macht es möglich, schon direkt nach dem Kurvenscheitelpunkt zu beschleunigen, in voller Schräglage. Die 41-Millimeter-Upside-Down-Gabel vermittelt dem Fahrer ein Gefühl der Kontrolle über die Maschine, Fahrbahnzustände werden fleißig durchgereicht – in der Werkseinstellung dokumentiert die Z900 RS jede Gullideckel-Kante. Die Gabel könnte sich gerne etwas weiter in Druck-, Zugstufe und in der Federbasis verstellen lassen.

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Das kostet sie: Bei 11.695 Euro geht es los. Das macht die Z900 RS weder besonders günstig noch besonders teuer. Sie unterbietet die BMW R nineT, liegt aber oberhalb von Yamaha XRS900 und Triumph Bonneville. Leider fällt beim Fahren relativ schnell die – sagen wir mal – überschaubar solide Machart der Instrumente ins Auge. Das stellt das Preis-Leistungs-Verhältnis ein wenig infrage.

Video: Kawasaki Z900 RS (2018)

Japanisches Retro-Bike

Plus/Minus
: Optisch liegt die Z900 RS ganz weit vorne. Morgens aus der Tür zu treten und auf sie zuzugehen, gehört zum Schönsten, was einem ein aktuelles Retro-Motorrad bieten kann. Die Fahreigenschaften der coolen Kawasaki können sich sehen lassen. Sie liegt gut in der Hand, hat Leistung satt und fährt weder weder so weich noch so hölzern wie manche Konkurrentin. Das positive Gesamtbild wird jedoch von ein paar Macken getrübt, deren Ursachen sich nicht auf den ersten Blick erschließen. Als Beispiel seien hier die relativ langen Wegen von Gang eins zu Gang drei und deren hartes Einrasten beim Runterschalten genannt. Das passt nicht zum ansonsten feinen Charakter der Z900 RS.

So fährt die Kawasaki Z900 RS

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