Kia Picanto im Test

Kia Picanto GT und X-Line: Test

Neuer Sport-Picanto und ein SÜVchen

Hui, Kia bringt vom Picanto einen Sportler und ein Möchtegern-SUV. Was sind die Vorteile gegenüber dem Basismodell? Wir haben es getestet.
Seit einem Jahr läuft die dritte Generation des Kia Picanto. Zwei von drei Kunden ordern den Koreaner mit dem mittleren der drei Motoren: 1,2 Liter, 84 PS, Vierzylinder-Sauger. Ist als "Edition 7" ab 11.890 Euro zu haben. Soll es ein pikanterer Picanto sein? Jetzt gibt es neu die GT-Line und X-Line, beide als Einstieg mit dem 1,2-Liter-Motor. Wer etwas mehr Leistung will, bekommt sie auch mit dem stärkeren 1.0 T-GDI und 100 PS.

Die neuen Kia-Modelle punkten bei älteren Kunden

Fake: Als X-Line wird der Picanto zum Bonsai-SUV, Offroadqualitäteten hat er aber nicht.

Diese Varianten sind laut Händlern besonders bei Kunden ab 50 Jahren gefragt, die in die Kleinstwagenliga wechseln. Bisher war die GT-Line Kias größeren Modellen Rio und Ceed vorbehalten.Der 1.0 T-GDI beschleunigt schnell auf Tempo 80, im ersten und zweiten Gang gibt der Turbomotor ein angenehmes Grollen von sich – der Dreizylinder läuft dafür aber nicht besonders vibrationsarm. Im Test verbrauchte der GT 6,2 Liter statt 4,5 Liter wie angegeben. Sein Gegner ist der Up GTI, mit dem der Kia gut mithält. Nur in der Spitze (180 km/h) ist der Koreaner 16 km/h langsamer als der VW. In der vorderen Sitzreihe ist auch für lange Passagiere genug Raum, hinten sollten wegen des knappen Knieraums nur Kinder über längere Distanzen Platz nehmen. Störend ist das harte Fahrwerk. Auf unebener Fahrbahn reagiert der Kia schnell zittrig. Verstärkt wird dieser Effekt durch die flachen 16-Zoll-Räder der GT-Line. Wer schön sein will, muss eben leiden.

Es muss nicht unbedingt der Turbo-Picanto sein

Guter Begleiter: Die 84 PS des 1,2-Liter-Saugers reichen in der Stadt völlig aus.

Der aufgehübschte Turbobenziner kostet ab 15.790 Euro und bietet neben den 16-Zöllern serienmäßig Seitenschweller, doppeltes Auspuffendrohr, neue Heckschürze und Kunstledersitze. Als Extra ist das Technologie-Paket mit Parksensoren, Klimaautomatik und mehr für 890 Euro zu empfehlen. Ohne kostet er knapp 1200 Euro weniger als der VW Up GTI, der serienmäßig nur zwei Türen und etwas weniger Platz in Fond und Kofferraum hat. Der Picanto ist ein guter Begleiter für die Stadt, wie gemacht für zwei Passagiere. Ein fairer Kompromiss zwischen der 67-PS-Basis und dem GT-Line mit 100 PS und verschärfter Optik bleibt der Picanto mit 1,2-Liter-Sauger als Dream-Team Edition für 13.090 Euro. Dessen 84 PS reichen in der Stadt völlig aus.

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