Man liebt oder hasst ihn – der Nissan Juke bewegt sich mit seinem skurrilen Gesicht an der Grenze des (guten) Geschmacks. Für 19.890 Euro bietet das Mini-SUV eine üppige Ausstattung (Klimaautomatik, 17-Zoll-Räder, schlüsselloser Zugang und Navi-System mit Rückfahrkamera), aber nur wenig Platz. Große klemmen entweder mit ausgestreckten Armen oder angewinkelten Beinen hinterm Lenkrad. Im engen Fond geht es noch ungemütlicher zu. Und die 251 Liter Kofferraum sind einfach nur ein Witz.

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Kia Soul 1.6 CVVT
Bild: Toni Bader
Dagegen bereitet der Kia Soul (18.950 Euro) deutlich mehr Vergnügen: übersichtlich, tadellos zu bedienen und geräumig. Im Fond des Kastenwagens fühlen sich selbst 1,90-Meter-Hünen menschenwürdig untergebracht. Weniger zuvorkommend arbeitet die Federung des Koreaners, Holperpisten werden zum Härtetest. Der Juke federt bekömmlicher, nimmt Kurven jedoch nicht so zackig wie der Soul. Das vereiteln die zähe Lenkung und Wankbewegungen. Die gleich großen Motoren der Kontrahenten schenken sich wenig, der 1600er des Soul (126 PS) arbeitet kultivierter als der raue Nissan. Dank des kurz übersetzten, hakelig schaltbaren Fünfganggetriebes tritt der neun PS schwächere Juke jedoch etwas spontaner an und zieht kräftiger durch, außerdem schluckt er 0,7 Liter weniger.

Die weiteren Duelle des großen Zweikampfs Japan gegen Korea erreichen Sie über die Links in der Tabelle.

Fazit

von AUTO BILD
Bis auf den Federungskomfort ist der Soul der bessere Alltagsbegleiter. Er überzeugt mit Platz, Bedienung und dem kultivierteren Antrieb. Den endgültigen K. o. versetzt der Soul dem Juke jedoch bei Preis und Garantie.