Welch ein Auftritt: massiger Körper, markanter Grill, messerscharfe Lampen. Als Land Rover den Evoque vorstellte, überschlugen sich die Lobeshymnen. Den Kia Sportage hatte da wohl niemand mehr auf der Liste – doch der kann all das (fast) genauso gut. Im Vergleich mit dem Koreaner wirkt der Skoda fast zierlich, baut kompakt. Er hat überraschend viel Platz, ein Verdienst seiner reinen Kastenform. Dazu kommt noch die ausgeprägte Variabilität. Die drei, wenn auch schmalen, Einzelsitze im Fond lassen sich verschieben, kippen und ausbauen.

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Kia Sportage Skoda Yeti
Schön sein allein reicht nicht: Im Vergleich fährt der Yeti dem Sportage am Ende davon.
Mit so viel Finesse kann der Kia nicht dienen. Zwar ist auch er geräumig, bei ihm lässt sich hinten jedoch nur die Rücklehne geteilt umlegen. Mehr nicht. Angetrieben wird der Koreaner von einem ruppigen 1,7-Liter-Diesel. Der hat mit dem Zwei-Tonnen-Trumm seine Mühe, dreht zäh und wirkt vor allem bei höheren Drehzahlen schlapp. Er trägt einen erheblichen Anteil daran, dass der unwillig einlenkende Kia schwerfällig und behäbig wirkt. Kein Vergleich mit dem agil und leichtfüßig abgestimmten Yeti. Für die Zukunft wünschen wir uns bei ihm aber eine etwas geschmeidigere Federung, der Skoda nimmt Querfugen und Ähnliches doch recht energisch. Sein Zweiliter-TDI läuft geschmeidiger und kultivierter als die Kia-Baumaschine, dreht lockerer. Flotter unterwegs als der Sportage ist er aber auch nicht. Den 110-PS-Yeti berechnet Skoda als Elegance mit 26.290 Euro. Kia bittet für den Sportage mit Spirit-Ausstattung 27.910 Euro zu überweisen. Ergebnis: Schön sein allein reicht nicht.

Fazit

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AUTO BILD
Ein eindrucksvolles Auto, der Kia Sportage. So auf den ersten Blick. Doch bei der Entwicklung hat Kia wohl vor allem auf Design und Optik geachtet, dabei Technik, Motor und Feinabstimmung aus den Augen verloren. So sammelt der Yeti unermüdlich seine Punkte. Geräumig, praktisch, mit einer gehörigen Portion Fahrfreude ausgestattet. Günstiger als der Sportage ist er auch, dem helfen selbst seine sieben Jahre Garantie nicht mehr.

Von

Stefan Voswinkel