Kia Vision Meta Turismo: Designstudie
Rollt bald ein sportlicher GT aus Korea über unsere Straßen?
Der Vision Meta Turismo ist eine futuristische GT‑Studie, fokussiert auf Fahrerlebnis, Leistung und Komfort. So stellt sich Kia die Zukunft der Mobilität vor!
Bild: Kia Vision Meta Turismo
Mit dem Vision Meta Turismo interpretiert Kia die Mobilität von morgen. Die Designstudie wurde bereits Ende 2025 anlässlich des 80. Geburtstags von Kia präsentiert und könnte zugleich ein Hinweis auf das Design der Baureihen EV7 oder EV8 sein. Seit dem Aus des Stinger fehlt Kia ein klassisches Stufenheck mit sportlichem Anspruch – ein Serienfahrzeug nach Vorbild des Vision Meta Turismo könnte diese Lücke schließen.
Designphilosophie der vereinten Gegensätze
Der Vision Meta Turismo folgt Kias Designphilosophie "Opposites United" – vereinte Gegensätze. Weiche, fast skulpturale Flächen treffen auf scharfe Kanten und geometrische Formen. Die Silhouette wirkt futuristisch und zugleich sehr sportlich: kurze Motorhaube, tiefe Nase, kurze Überhänge und ein großer Radstand, der vor allem dem Innenraum zugutekommt.

Kurze Überhänge und ein großer Radstand ermöglichen einen großzügigen Innenraum.
Bild: Kia Deutschland GmbH
Auffällig ist das großzügige Greenhouse: Die Windschutzscheibe zieht sich weit über die Fahrzeugmitte hinaus und geht nahezu nahtlos in das weitläufige Glasdach über. Das sorgt nicht nur für viel Licht im Innenraum, sondern verstärkt auch den offenen, loungeartigen Charakter der Studie. B‑Säulen sucht man vergeblich, die gegenläufig öffnenden Türen erleichtern den Ein‑ und Ausstieg. Breite Schultern und ein stark abfallendes Heck trotz coupéhafter Dachlinie ergänzen die Optik.

Die Breite des kantigen Hecks wird durch die bogenförmigen Rückleuchten betont.
Bild: Kia Deutschland GmbH
Besonderen Wiedererkennungswert haben auch die schmalen Tagfahrleuchten, die auf der Karosserie wie kleine Flügel thronen und in kamerabasierte Außenspiegel übergehen. Ergänzt wird das Ganze durch zwei weitere schmale LED-Streifen in der schwarz abgesetzten Frontschürze, wodurch ein x-förmiges Gesamtbild entsteht.

Die Kia-Designer haben sich bei der Lichtsignatur von einem Düsenjet inspirieren lassen. Sie wurden in Anlehnung an einen Canard gestaltet.
Bild: Kia Deutschland GmbH
Die bogenförmigen Rückleuchten erinnern an den EV6 und betonen die üppige Breite des Gran Turismo. Die strahlend gelbe Lackierung unterstreicht den optimistischen, selbstbewussten Auftritt der Studie.
Kia Vision Meta Turismo: Lounge trifft Fahrerfokus
Im Innenraum setzt Kia auf Großzügigkeit und Reduktion. Farblich klar getrennte Zonen für Fahrer und Beifahrer zeigen, wo die Grenze zwischen Fahren und Erholen verläuft. Der Beifahrer nimmt eher auf einer Lounge-Liege Platz – inklusive der Möglichkeit, den Sitz um 180 Grad zu drehen, um besser mit den Fondpassagieren zu kommunizieren.

Der Innenraum der Studie wirkt offen und reduziert. Fahrer- und Beifahrerbereich grenzen sich farblich voneinander ab.
Bild: Kia Deutschland GmbH
Man könnte meinen, der Fahrer säße in einem Rennsimulator. Ein Augmented‑Reality‑Head‑up‑Display projiziert Fahrinformationen dreidimensional "auf die Straße" – vergleichbar mit dem Panoramic‑Vision‑Display im neuen BMW iX3. Beim Kia‑Konzept allerdings ist das Ganze noch eine Stufe futuristischer gedacht: Statt eines klassischen Lenkrads kommt ein Controller‑ähnliches Steuergerät zum Einsatz, passend zu den drei Fahrmodi "Speedster", "Dreamer" und "Gamer". Letzterer ist ausschließlich im Stand aktiv und dient dem Entertainment während der Pausen.

Mittels intelligentem Glas und AR-Funktion wird die gesamte Windschutzscheibe zum dreidimensionalen Head-up-Display.
Bild: Kia Deutschland GmbH
Ein Joystick neben dem Fahrersitz simuliert virtuelle Gangwechsel, zusätzlich gibt es Tasten für die "Launch Control" und einen "GT‑Boost". Virtuelle Fahr‑ und Motorgeräusche sollen das Fahrerlebnis intensivieren.
Elektrischer Antrieb
Konkrete Leistungsdaten nennt Kia nicht – schließlich handelt es sich um eine reine Designstudie. Doch es deutet alles auf einen rein elektrischen Antrieb hin. Geschlossene Front, aerodynamisch optimierte Form und der klare Fokus auf die Mobilität der Zukunft lassen wenig Raum für Zweifel, dass Kia hier die kommende Generation elektrischer Gran Turismo skizziert.
Fazit
Die Designphilosophie "Opposites United" ist ein erfrischend mutiger Ansatz. Der Vision Meta Turismo zeigt, wie erlebnisorientiert das Autofahren in Zukunft sein kann. Schön zu sehen, wenn Hersteller sich etwas trauen und nicht einfach mit der Masse schwimmen. Hier wird das Fahren wieder zur Reise – und nicht nur zum Mittel, um von A nach B zu kommen. Wie ein Serien‑Grand‑Tourer nach dem Vorbild dieser Studie aussehen könnte, bleibt vorerst eine spannende Frage.
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