Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft – auch Konkurrenz im eigenen Haus. Zum Modelljahr 2021 bringt Knaus den Vansation. Und dieser Name erinnert nicht zufällig an das Wort Sensation. Das Sondermodell tritt selbstbewusst an gegen keinen Geringeren als den Pepper der Schwestermarke Weinsberg. Und der ist seit Jahren ein höchst erfolgreicher Teilintegrierter mit Vollausstattung zum attraktiven Preis. Genau auf diesem Preis-Leistungs-Niveau will jetzt der neue Knaus mitspielen. AUTO BILD REISEMOBIL macht die erste Fahrt im Prototyp! (Überblick: Alles zum Thema Wohnmobile)

Kompakte Außenmaße, Raumgefühl wie im Teilintegrierten

Knaus Van TI 550 MF
Der Wohnraum überzeugt mit offener Blickachse und viel natürlichem Licht.
Das ist er: Basis dieses Wohnmobils ist der bekannte und beliebte Knaus Van TI – in diesem Fall mit reichlich Serienausstattung. Die Baureihe vereint kompakte Außenmaße wie beim Kastenwagen mit dem Wohnkomfort und dem Raumgefühl eines Teilintegrierten. Das Sondermodell kommt auf Wunsch mit französischem Bett und Bad im Heck – ein Grundriss, den es beim bisherigen Van T1 nicht gab. Dieser 550 MF startet bei 52.444 Euro. Die Vollausstattung ist dann schon an Bord, was eine Ersparnis von 16.349 Euro bedeutet. Wer den nur 5,99 Meter langen und 2,20 Meter breiten Vansation betritt, ist positiv überrascht.Ein solches Raumgefühl, die Luftigkeit und die Stehhöhe von 1,96 Metern bieten sonst nur Fahrzeuge jenseits der 6,50 Meter. Durch die neu konzipierte Heckpartie hat Knaus zehn Zentimeter mehr Wohnraum gezaubert. Das klingt wenig, bedeutet aber richtig viel zusätzlichen Platz. Hinzu kommen viele Fenster und ein Skyroof im Fahrerhaus, die viel natürliches Licht spenden. Dazu passt die hübsche indirekte Beleuchtung.

Die Serienausstattung reicht meist vollkommen aus

Knaus Van TI 550 MF
Mit an Bord: manuelle Klimaanlage, Radio-Navi-System mit Campingsoftware und DAB+ sowie ein Head-up-Display.
Das hat er: Kreuzchen bei den Extras? Die können Sie sich sparen! Den meisten Kunden wird die Serienausstattung vollkommen reichen. Das Fahrerhaus hat eine manuelle Klimaanlage inklusive Pollenfilter, höhenverstellbare Sitze, Airbags für Fahrer und Beifahrer, Radio-Navi-System mit Campingsoftware und DAB+. Dazu Tempomat, Lenkrad und Schaltknauf in Leder sowie ein praktisches Head-up-Display, das Geschwindigkeit und Navigationsangaben im Sichtfeld des Fahrers zeigt. Auch technisch überzeugt der Vansation mit Truma-iNet-System, BWT-Wasserfilter, Markise, bedienfreundlicher Serviceklappe für Wasser- und Stromversorgung, beheizbarer Isolierhaube für den Abwassertank sowie Sat-Anlage von Oyster samt 27-Zoll-TV. Obendrein spendiert Knaus dem Sondermodell das Cozy-Home-Paket mit farbigen Dekokissen, zwei Kuscheldecken und Tischläufer. Für Notfälle ist das neue Medkit an Bord, eine umfassende Reiseapotheke gegen Wehwehchen aller Art. Neben dem getesteten Grundriss 550 MF mit französischem Bett und Bad im Heck gibt es alternativ den 650 MEG mit Längsheckeinzelbetten.

In der Stadt und beim Parken punkten die kompakten Maße

So fährt er: Der Ducato ist knackig und spritzig. Mit knapp unter sechs Meter Länge und mit der Rückfahrkamera kommen selbst Einsteiger gut zurecht, die bislang noch nie ein Reisemobil gefahren sind. Gerade im Stadtverkehr und auf engen Parkplätzen lernt man die kompakten Außenmaße zu schätzen. Mit den 140 PS ist das Reisemobil ausreichend motorisiert. Für üppige Reichweite sorgt der 90-Liter-Dieseltank. Manchmal sind es übrigens Kleinigkeiten, die uns begeistern: Zum leichteren Einstieg gibt es beim Knaus zum Beispiel eine Trittstufe mit Anti-Rutsch-Beschichtung. Sehr praktisch, dieser Vansation.

Bildergalerie

Knaus Van TI 550 MF
Knaus Van TI 550 MF
Knaus Van TI 550 MF
Kamera
Wohnmobil-Test Knaus Van TI 550 MF Vansation
Fazit von Helene Schmidt: Mit kompakten Außenmaßen und reichlich Serienausstattung hat der Vansation sehr gute Chancen, ein Erfolgsmodell von Knaus zu werden – nicht nur bei Einsteigern. Mich über zeugt das klare Konzept des 550 MF, das konsequent auf zwei Personen ausgerichtet ist. Urteil: vier von fünf Punkten.
Weitere Themen: AA-Akkus im Vergleich

Von

Helene Schmidt