Koenigsegg Jesko von Mansory: Tuning
Mansory greift zum Hypercar – so teuer ist der Umbau

Mansory steigt ins Tuning extrem exklusiver Hypercars ein – viel Carbon, Canards und ein türkisfarbener Innenraum gehören zu den Modifikationen.
Bild: Mansory
Mansory ist nicht gerade für zurückhaltende Tuning-Kreationen bekannt. Kunterbunte G-Klassen oder mit Carbon überfrachtete Lamborghini zählen bislang zu den Spezialitäten des Tuners aus der Pfalz. Mit diesem modifizierten Koenigsegg Jesko beweist Mansory jedoch, dass man auch deutlich gediegener kann – und wagt sich zugleich an eine neue Liga extrem exklusiver und limitierter Hypercars.
Ein Hypercar als Tuning-Objekt
Einfach mal neue Sphären ergründen: Ob das der Gedanke war, als man bei Mansory beschloss, einen Koenigsegg Jesko zu veredeln und mit einem Vollcarbon-Aerodynamikpaket auszustatten? Zwar hatte sich der Tuner bislang bereits an hochpreisigen Modellen wie Urus, Temerario oder 12Cilindri versucht, ein echtes Hypercar stand jedoch noch nicht im Portfolio.
Schließlich handelt es sich beim schwedischen Supersportler um ein rund drei Millionen Euro teures Fahrzeug, limitiert auf lediglich 125 Exemplare. Und ehrlich gesagt: Das Datenblatt des Jesko liest sich auch ohne aerodynamische Nachschärfung bereits beeindruckend. Der Fünf-Liter-Twin-Turbo-V8 leistet brachiale 1600 PS und stellt ein maximales Drehmoment von 1500 Nm bereit – bei einem Leergewicht von nur 1420 Kilogramm (Jesko Attack). Ergebnis: rund 2,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h.
Auch optisch muss sich der Jesko keineswegs verstecken. Für viele Supersportwagen-Enthusiasten gilt er als Meisterstück – egal ob als Attack oder Absolut. Doch besser geht bekanntlich immer.
17 Carbonteile in Summe
Als Basis für den Mansory-Umbau dient ein Jesko Attack. Das sandfarbene Hypercar erhielt einen markanten Frontsplitter, neu geformte Einfassungen der Lufteinlässe sowie zusätzliche aerodynamische Canards. Sämtliche Bauteile bestehen aus Carbon, um Gewicht zu sparen und die Performance zu unterstützen. Auch die Motorhaube wurde überarbeitet und zeigt nun ein breites Sichtcarbon-Element sowie zusätzliche Öffnungen zur verbesserten Luftführung. Welche Auswirkungen diese Maßnahmen auf die ohnehin hoch entwickelte Aerodynamik des Jesko haben, bleibt allerdings offen.

An der Front erhält der Mansory-Jesko einen neuen Splitter, neue Lufteinlässe und zusätzliche Canards.
Bild: Mansory
Weitere Modifikationen an der Karosserie umfassen neue Carbonanbauten hinter den vorderen Radhäusern, dekorative Carbonakzente entlang der Türen sowie neu gestaltete Seitenschweller aus dem gleichen Leichtbaumaterial. Ergänzt wird das Exterieur durch schwarze Felgen, während die Bremssättel farblich auf die Lackierung abgestimmt wurden.

Ungewohnt dezent: Sowohl Lackierung, Felgen als auch Anbauteile fallen vergleichsweise zurückhaltend aus.
Bild: Mansory
Am Heck – schon in der Serie eines der spektakulärsten im Hypercar-Segment – legt Mansory nochmals nach. Der zweiteilige Heckflügel erhielt neu gestaltete Endplatten, zudem zieht sich eine Carbonlippe über die gesamte Breite des Hecks. Abgerundet wird der Umbau durch einen neu konstruierten Diffusor und eine mittig platzierte Bremsleuchte, deren Design deutlich an Formel-1-Rennwagen erinnert.

Ein gewaltiger Flügel, ein neuer Diffusor und eine von der Formel 1 inspirierte Bremsleuchte setzen das Heck in Szene.
Bild: Mansory
Im Innenraum zeigt sich dann doch die für Mansory typische Handschrift. Die Schalensitze sind mit türkisfarbenem Leder bezogen, ebenso Teile der Türverkleidungen, das Lenkrad, die Mittelkonsole und der Dachhimmel. Dazu kommen Carbonapplikationen und schwarze Kontrastnähte – auffällig, aber konsequent umgesetzt.
Laut der YouTube-Überschrift zum Vorstellungsvideo soll der Preis des modifizierten Jesko bei satten vier Millionen US-Dollar liegen – vermutlich Peanuts für jemanden, der sich ohnehin ein solches Fahrzeug leisten kann.
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