Kostenfalle Wallbox
Studie deckt riesige Preisunterschiede bei Wallbox-Abrechnungen auf

– Eine deutschlandweite Vergleichsstudie für Wallbox-Abrechnungen fand teils erhebliche und nicht nachvollziehbare Preisdifferenzen unter den Anbietern. Je nach Angebot drohen teils "erhebliche Kostenfallen".
Bild: iStock.com/Scharfsinn86
Das unabhängige Beratungsunternehmen The Charging Project hat zwischen Juni und August 2024 eine Vergleichsstudie unter zahlreichen Anbietern für automatisierte Wallbox-Abrechnungen durchgeführt. Die Ergebnisse dürften viele E-Auto-Fahrer erschrecken: Im Rahmen der Analyse kamen teils erhebliche Preisunterschiede für fast identische Angebote ans Tageslicht.
Anbieter oft intransparent
Für die Studie hat The Charging Project 110 Anbieter verglichen. Diese Abrechnungsdienstleister lesen den Stromverbrauch einzelner Ladepunkte, zum Beispiel in Mehrfamilienhäusern, ab und stellen den Verbrauchern anschließend eine Rechnung. Für diesen Service erheben die Anbieter eine Gebühr. Aus den Studienergebnissen geht hervor, dass die Preise für fast identische Services, je nach Anbieter, zwischen 5 und über 41 Euro pro Monat schwanken.
Von den 110 kontaktierten Anbietern waren laut The Charging Project 72 gar nicht erst bereit, ihre Preisliste ohne Weiteres offenzulegen. Unter den restlichen Anbietern gab es nicht nur gravierende Unterschiede in den monatlichen Grundkosten, sondern auch beim Preis des Ladestroms. Hier lag der Preisunterschied zwischen dem billigsten und teuersten Tarif bei rund 21 Cent. Bei einer jährlichen Fahrleistung von 12.000 Kilometern würde man so um bis zu 500 Euro zu viel bezahlen.
Teure Angebote bieten keinen Mehrwert
Auch bei der Einrichtung der Wallboxen stellte das Team von The Charging Project erhebliche Kostenunterschiede unter den Anbietern fest. Einige boten die Installation der Ladestation zum Nulltarif an, andere verlangten dafür bis zu 1000 Euro. Darüber hinaus warnt das Beratungsunternehmen vor teils extrem hohen Transaktionsgebühren, die bei jedem Ladevorgang anfallen. Laut Edward Cooper, Geschäftsführer von The Charging Projekt, sind Transaktionsgebühren in Höhe von bis zu 20 Prozent des Umsatzes absolut ungerechtfertigt.
Allgemein rät The Charging Projekt Verbrauchern daher zur Vorsicht bei der Wahl eines Abrechnungsdienstleisters. Viele Angebote "variieren ohne echten Mehrwert". Häufig arbeiten die Anbieter mit intransparenten Preismodellen. Hier kann es sich lohnen, einen unabhängigen Berater um Hilfe zu bitten.
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