Ergebnisse des Kühlboxen-Tests

Ergebnisse des Kühlboxen-Tests

Kühlbox fürs Auto: Test

Welche kühlt am besten?

Ob im Auto oder Wohnwagen – an heißen Tagen geht es nicht ohne Kühlbox. Acht thermoelektrische Kühlboxen im AUTO BILD-Test!
Wer im Sommer unterwegs nicht auf gekühlte Getränke verzichten will, der kann auf eine Kühlbox fürs Auto zurückgreifen. Der Strom dafür kommt aus der 12-Volt-Buchse, die Kälte wird thermoelektrisch erzeugt. Das bedeutet: Der Strom sorgt für den Kältetransport. Kompressor und Kältemittel – also typische Komponenten eines Kühlschranks – gibt es hier nicht. Dementsprechend sind die Boxen günstig. Die meisten Modelle gibt es schon zwischen 60 und 80 Euro. Zum Vergleich: Ähnliche Kühlboxen mit Kompressor und Kältemittel kosten mindestens das Fünffache. Doch was taugen die thermoelektrischen Kühler im Alltag? AUTO BILD hat acht Boxen getestet!

Kühlboxen-Test: Kühlleistung sehr unterschiedlich

Besonders wichtig: eine gute Kühlleistung der Box.

Die beste Kühlleistung zeigen das Gerät von Campingaz und das über 200 Euro teure Premiummodell Dometic Tropicool TCX21: Beide erreichen innerhalb von zwei Stunden eine Temperaturdifferenz von 19 Grad Celsius zur Außentemperatur. Nach drei Stunden liegt die Differenz sogar bei 20 Grad. Bei der Umgebungstemperatur von 22 Grad in unserem Testraum herrschen in den Boxen also nun erfrischende zwei Grad. Dometic verspricht für die Premiumbox zwar einen Temperaturunterschied von 27 Grad – in den drei Stunden in unserem Testraum erreicht die Box diesen Wert aber nicht. Aber auch die Leistung der anderen Boxen ist durchaus akzeptabel. Fast alle Modelle kühlen innerhalb einer Stunde auf unter 10 Grad Celsius herunter – dann lässt die Kühlung bei einigen langsam nach. Die Box von Xcase fällt aus dem Rahmen: Mit einer maximalen Temperaturdifferenz von nur neun Grad kühlt sie insgesamt am schlechtesten. Übrigens: Minusgrade können die thermoelektrischen Boxen nicht erzeugen, das schaffen nur Kompressor-Boxen.

Bedienung ähnlich, Feinheiten machen den Unterschied

Bei der Bedienung der Kühlboxen gibt es kaum Unterschiede. Einige verfügen über Kühlstufen (das Premiummodell von Dometic hat sogar sieben davon), andere lassen sich stufenlos einstellen. Fast alle Modelle können neben dem Kühlen auch warmhalten. Nur bei den Modellen von Berger und Campingaz muss man aufs Warmhalten verzichten. Ansonsten ist die Handhabung der Geräte nahezu identisch. Allerdings unterscheiden sie sich in den Feinheiten, etwa bei den Zusatzfunktionen und beim Design.
Besonders praktisch: Einige Boxen haben ein kleines Fach zur Kabelaufbewahrung. Dann spart man sich das Gesuche nach dem richtigen Kabel und muss keinen Kabelsalat fürchten. Wichtig: Die Anschlüsse sollten sich oben an der Box befinden oder abgedeckt sein – das ist bei fast allen Modellen der Fall, außer bei der Tropicool. Sie hat die Anschlüsse unten, nach einem Ausflug an den Elbstrand waren sie voller Sand.
Besonders wichtig: Die Box von Campingaz und die Dometic Tropicool verfügen über sogenannte Batteriewächter. Sollte die Batteriespannung bei abgestelltem Motor zu tief sinken, schalten sie sich automatisch ab. Nichtsdestotrotz ist es ratsam, ein Auge auf die Batterie zu haben: Wurde über längere Zeit Strom übers Bordnetz gezogen, drohen Startprobleme.
Besonders cool: Die Severin-Box verfügt über einen USB-Ladeport. So kann sie zum Beispiel mit einer Powerbank betrieben werden. Das ist besonders praktisch, wenn man sie bspw. mit an den Strand nimmt und sie dort weiter kühlen soll. Auch die Dometic Coolfun hat eine USB-Schnittstelle. Hier dient sie aber zum Laden des Handys. Die Xcase-Box hat eine Ziehhilfe, das erspart Schlepperei.
# Kühlboxen im Test
1.

AmazonBasics Kühlbox

Preis*: 58,99 Euro

Testurteil: sehr empfehlenswert

2.

Campingaz Powerbox

Preis*: 64,66 Euro

Testurteil: empfehlenswert

3.

Severin KB 2923

Preis*: 79,00 Euro

Testurteil: empfehlenswert

4.

First Austria Kühlbox

Preis*: 49,99 Euro

Testurteil: empfehlenswert

4.

Dometic Tropicool

Preis*: 212,00 Euro

Testurteil: empfehlenswert

6.

Dometic Coolfun

Preis*: 73,89 Euro

Testurteil: empfehlenswert

7.

Berger Kühlbox

Preis*: 79,99 Euro

Testurteil: bedingt empfehlenswert

8.

Xcase Elektrokühlbox

Preis*: 83,50 Euro

Testurteil: bedingt empfehlenswert

*Preise: Stand 11.10.2019

So gibt es optimal gekühlte Getränke

Thermoelektrische Kühlboxen sind keine Kühlschränke. Wer Wert auf kühle Getränke legt, der sollte diese deswegen am besten schon am Vorabend kaltstellen. Auch die Kühlbox kann vorab an die Haushaltssteckdose angeschlossen und heruntergekühlt werden. Kühlakkus sorgen für den zusätzlichen Frische-Kick. Beim Ausflug gilt dann: Die Geräte möglichst nicht in die pralle Sonne stellen und nicht das Lüftungsgitter abdecken, da der Lüfter Frischluft braucht. Den Deckel immer nur kurz öffnen, weil mit jedem Schwall warmer Luft auch Kondenswasser nach innen gelangt.

So hat AUTO BILD getestet

Erst mal ran an die Box: Wie ist sie verarbeitet? Gibt es störende Komponenten? Ist die Handhabung unproblematisch? Anschließend wird die Kühlleistung untersucht. In einem Raum mit konstanter Temperatur von 22 Grad werden die Boxen angeschlossen und alle zehn Minuten die Temperatur in der Box gemessen. Da die thermoelektrischen Kühlboxen mit einem Peltier-Kühlelement arbeiten, wird in ihnen keine vorgegebene Zieltemperatur erzeugt, sondern immer eine Temperaturdifferenz – deshalb spielt die Außentemperatur eine große Rolle. Schließlich durften alle Boxen mit zum Ausflug an den Elbstrand und beweisen, wie sie sich unterwegs schlagen.
Fazit: Bei den Boxen gibt es nur wenige Unterschiede – hier muss jeder für sich entscheiden, worauf er Wert legt. Wichtig ist eine gute Kühlleistung, sonst kommt der Kühler nicht gegen höhere Temperaturen an.
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