Kompressor-Kühlboxen-Test
Cool bleiben statt warm essen!
Kompressor Kühlboxen sind praktische Begleiter für frische Vorräte und kühle Drinks nicht nur beim Campen. Doch wie gut arbeiten sie wirklich? AUTO BILD hat mehrere Modelle getestet und präsentiert die zuverlässigsten für den Alltag.
- Lena Trautermann
- Tim Dahlgaard
- Helene Schmidt
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Info: Bei Notengleichheit in der Bestenliste sortieren wir ab sofort nach unseren internen Testergebnissen, in denen wir auf drei Nachkommastellen genau rechnen.
Beim Campen sind Kühlboxen unverzichtbar, besonders wenn kein fester Kühlschrank im Fahrzeug vorhanden ist. In kompakten Wohnmobilen oder selbst ausgebauten Vans übernehmen mobile Boxen zuverlässig die Kühlung. Für längere Reisen eignen sich leistungsstarke Kompressorgeräte. AUTO BILD hat 2021 mehrere Modelle zwischen 39 und 69 Litern geprüft und die Ergebnisse bleiben aktuell. Und wer eine elektrische Kühlbox ohne Kompressor bevorzugt, findet im Vergleich von 2025 passende Modelle.
Das Wichtigste in Kürze
- Hohe Kühlleistung: Kompressor-Kühlboxen erreichen schnell Gefrierschrank-Temperaturen bis –24 °C und kühlen unabhängig von der Außentemperatur.
- Bedienkomfort entscheidet: Gradgenaue Temperatureinstellung, App-Steuerung, Beleuchtung, Batteriewächter und durchdachtes Innenlayout erhöhen den Nutzen im Alltag.
- Transport & Handling: Rollen, ausziehbare Griffe und moderates Gewicht erleichtern den Einsatz, vor allem bei größeren Modellen.
- Energieverbrauch: Kompressor-Boxen sind oft energieeffizienter als elektrische Modelle, da sie bei Erreichen der Zieltemperatur nur noch gelegentlich nachkühlen müssen.
Den Testsieg räumt die Dometic CFX3 35 mit fast voller Punktzahl ab. Besonders in Sachen Kühlung gibt sie Gas: Schon nach 30 Minuten hat sie minus 15 Grad erreicht, und das Thermometer klettert weiter nach unten bis minus 24 Grad. Die Kühlbox fasst 39 Liter, ist gut aufgeteilt und mit 17 Kilo Gewicht vergleichsweise leicht. Die hochwertige Verarbeitung und Smartphone-App runden das Gesamtbild ab. Insgesamt bekommt die Box die Note "sehr gut" und sichert sich damit den Sieg. Im Test hat die Dometic CFX3 35 67 von 70 Punkten erreicht und erhielt die Note 1,2 (sehr gut).
Mit 349 Euro ist die Fritz-Berger-Box die günstigste aller Testteilnehmer. Außerdem punktet sie mit guter Kühlleistung. Praktisch sind die Rollen und der ausziehbare Griff beim Transport. Im Test hat die Fritz Berger B40-T 59 von 70 Punkten erreicht und erhielt die Note 1,8 (gut).
Allem voran mussten die Kompressor-Kühlboxen ihre Leistung in Sachen Kühlung beweisen. Dabei wurden sie in einem Raum mit konstanter Umgebungstemperatur heruntergekühlt und die Temperatur alle zehn Minuten gemessen. Anschließend wurde ihre Aufteilung begutachtet und das Handling sowie die Verarbeitung bewertet. Im Praxistest durften die Boxen im Camper mitfahren und zeigen, wie sie den Camping-Alltag unterstützen.
Im Test zeigt sich: In Sachen Kühlung können alle Kompressor-Boxen gute Leistungen vorweisen. Alle kühlen zügig ab und erreichen schnell Gefrierschrank-Temperaturen. Größere Unterschiede zeigen sich allerdings in Sachen Bedienung. So ist die Engel-Box mit ihrem Preis von rund 500 Euro zwar vergleichsweise günstig, doch sie verzichtet auf jeglichen Komfort. Die Temperatureinstellung erfolgt in Stufen und nicht Grad-genau, es gibt keine Beleuchtung, keinen Batteriewächter und auch keine App. Das Öffnen ist durch die Klickverschlüsse etwas umständlich: Hat man beispielsweise Einkäufe in der Hand, müssen diese erst abgestellt werden, denn ein einhändiges Öffnen der Box ist nicht möglich.
Kompressor-Kühlboxen (2021): Test - Camping - Wohnmobil
Welche Box kühlt am besten?
Bild: Sven Krieger / AUTO BILD
Die beiden Boxen von Truma hingegen bieten alles, was das Herz begehrt – im Prinzip sind sie gleichwertig und verfügen über die gleichen Funktionen. Die größere Variante C69 DZ benötigt nur etwas länger zum Abkühlen, da sie ein größeres Volumen hat und in zwei verschiedenen Zonen kühlt. Praktisch: Dazu gibt es eine App, über die sich die Truma-Boxen steuern lassen. Auch die Testsieger-Box von Dometic kann mithilfe einer App eingestellt werden. Darüber hinaus kühlt sie von allen Testkandidaten am schnellsten herunter. Die Kompressor-Kühlbox von Fritz Berger verzichtet auf die App-Steuerung, dafür hat sie den anderen Boxen etwas anderes voraus: Sie hat Gummiräder und einen ausziehbaren Griff, um den Transport zu erleichtern.
Kompressor-Kühlboxen im AUTO BILD-Test – alle Ergebnisse im Detail
Produkt | Dometic CFX3 35 (Testsieger) | Truma Cooler C36 | Fritz Berger B40-T (Preis-Leistungs-Sieger) | Truma Cooler C69 DZ | Engel MR040-G3N |
|---|---|---|---|---|---|
Preis | 799 Euro | 799 Euro | 349 Euro | 1299 Euro | 499 Euro |
Volumen | 35 Liter | 36 Liter | 39 Liter | 69 Liter | 38 Liter |
Gewicht | 17 Kilogramm | 22 Kilogramm | 14,2 Kilogramm | 29,6 Kilogramm | 22,5 Kilogramm |
App-Steuerung | ja | ja | nein | ja | nein |
Batteriewächter | ja | ja | ja | ja | nein |
Temperatur nach 10/30/60/90 Minuten | 5/-15/-23/-24 °C | 9/-7/-17/-18 °C | 8/-16/-18/-18 °C | 8/-3/-14/-17 + 16/15/12/6 °C | 3/-8/-16/-18 °C |
Stromaufnahme | 33 Watt | 31 Watt | 41 Watt | 44 Watt | 53 Watt |
Kühlleistung (max.: 30 Punkte) | 30 | 21 | 28 | 17 | 28 |
Bedienung (max.: 20 Punkte) | 20 | 20 | 15 | 20 | 5 |
Qualität (max.: 20 Punkte) | 17 | 20 | 16 | 20 | 13 |
Gesamt (max.: 70 Punkte) | 67 | 61 | 59 | 57 | 46 |
Note | sehr gut | gut | gut | gut | befriedigend |
Fazit | Die Box von Dometic kühlt turboschnell - nach 45 Minuten zeigt das Thermometer minus 20 Grad, so schnell ist sonst keine. Außerdem ist eine praktische App dabei, mit der sich die Box einstellen lässt. | Der "kleine Ableger" der großen Truma-Box kühlt schneller als das Schwestermodell, aber nicht so schnell wie der Sieger. Praktisch: Die Truma-Boxen haben einen Flaschenöffner als Extra im Griff. | Mit 349 Euro ist die Fritz-Berger-Box die günstigste im Test. Außerdem punktet sie mit guter Kühl-leistung. Praktisch sind die Rollen und der ausziehbare Griff beim Transport. | Die große Truma-Box bietet zwei Kühlzonen, die nacheinander heruntergekühlt werden, daher auch die doppelten Temperaturdaten. Sie überzeugt mit guter Verarbeitung, einfachem Handling und App. | Auch wenn sich die Kühlleistung sehen lassen kann, wirkt die Engel-Box aus der Zeit gefallen. Es gibt keine Zusatz- oder Komfortfunktionen bei der Box (z. B. Beleuchtung, Batteriewächter, gradgenaue Einstellung). |
Wem es auf Minusgrade und hohe Kühlleistung ankommt, der kommt um eine Kompressor-Kühlbox nicht herum. Es gibt gute Modelle zu moderaten Preisen, die Unterschiede zeigen sich vor allem in Funktionen und Verarbeitung.
Testsieger im AUTO BILD-Kompressor-Kühlboxen-Test: Dometic CFX3 35
Preis-Leistungs-Sieger: Fritz Berger B40-T
Kompressor-Kühlboxen funktionieren wie ein "richtiger" Kühlschrank. Wie der Name bereits verrät, sind sie mit einem Kompressor und Kühlmittel ausgestattet. Das Kühlmittel wird mithilfe des Kompressors verdichtet und anschließend verdampft; dabei entzieht das Gas die Umgebungswärme, und die Box kühlt entsprechend herunter. Dadurch funktionieren Kompressorboxen zuverlässig und kühlen – anders als thermoelektrische Kühlboxen – unabhängig von der Außentemperatur. Die meisten Modelle können auf das Grad genau eingestellt werden – sogar Minusgrade sind möglich. Durch den Kompressor werden die Boxen aber vergleichsweise schwer.
Nützliches Wissen zu Kompressor-Kühlboxen
Wie funktioniert die Stromversorgung von Kompressor-Kühlboxen?
Die meisten Hersteller bieten zwei Möglichkeiten an. Für unterwegs mittels eines 12V-Steckers über das Auto-Netz oder mit einem ganz normalen Netzstecker mit dem die Kompressor-Kühlbox zuhause als zusätzlicher Mini-Kühlschrank zum Einsatz kommen kann. Einige Kompressor-Kühlboxen werden zusätzlich sogar mit Lkw-Stecker oder USB-Anschluss angeboten.
Worauf beim Kauf von Kompressor-Kühlboxen achten?
Wer es gern smart mag, sollte auf die Möglichkeit einer App-Steuerung achten. Dann spielt natürlich das Fassungsvermögen eine Rolle. Achtung je größer die Kompressor-Kühlbox, desto schwerer ist sie natürlich, wenn sie vollgepackt mal mit in den Park oder an den Strand soll. Genau deshalb ist ein stabiler Tragegriff sowie ein geringes Eigengewicht von Vorteil. Und hoch genug sollte sie sein, damit Flaschen stehend eingepackt werden können.
Welche Kompressor-Kühlbox ist die beste?
Den Sieg im Kompressor-Kühlbox-Test von AUTO BILD räumt die CFX3 35 von Dometic mit fast voller Punktzahl ab. Die Box überzeugte im Test vor allem bei Kühlung, Fassungsvermögen und Verarbeitung.
Welche Kühlbox, Kompressor oder Absorber?
Kompressor-Kühlboxen funktionieren wie ein "richtiger" Kühlschrank. Sie sind mit einem Kompressor und Kühlmittel ausgestattet. Dadurch funktionieren Kompressorboxen unabhängig von der Außentemperatur. Sogar Minusgrade sind möglich. Durch den Kompressor werden die Boxen aber vergleichsweise schwer.
Absorber Kühlboxen können elektrisch sowohl mit 12 und 230 Volt als auch mit Gas betrieben werden. Sie können also auch kühlen, wenn kein Strom zur Verfügung steht. Das Kühlsystem funktioniert mit Kühlflüssigkeit. Vorteil: Die Box arbeitet vollkommen geräuschlos. Man kann also ungestört daneben schlafen.
Wie lange hält eine Kompressor-Kühlbox?
Das hängt entscheidend vom Umgang mit dem guten Stück ab. Ein paar Tipps: Vor dem Gebrauch ein bis zwei Stunden an einem trockenen Ort abstellen und so auf den Einsatz „vorbereiten“. Ist die Box eingeschaltet und der Kompressor läuft darauf achten, dass der auf der unteren Seite befindliche Kondenswasserablauf nicht durch Sitzpolster im Auto oder beim Picknick durch Gras oder Sand verstopft ist. Nach dem Gebrauch die Kompressor-Kühlbox vollständig entleeren, mit einem Tuch durchwischen und gut trocken, damit kein Schimmel entstehen kann. Bis zum nächsten Einsatz die Kompressor-Kühlbox an einem kühlen, trockenen Ort aufbewahren.
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