Was einmal Kult war, soll bitte schön Kult bleiben. So lautet offenbar auch das Kredo bei Mazda in Bezug auf den populären MX-5 (in Nordamerika: Miata). Der japanische Autobauer hält unbeirrt am Leichtbau-Dogma fest: Die nächste, fünfte MX-5-Generation soll nach Informationen des australischen Mediums "GoAuto" die Marke von unter einer Tonne unterschreiten. Mazda bleibt damit seiner "Gramm-Strategie" treu, bei der jedes Bauteil auf mögliche Gewichtsersparnis geprüft wird – um das Roadster-Prinzip so pur wie möglich zu halten.

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Während viele Modelle im Zuge der Elektrifizierung größer und schwerer werden, betreibt Mazda eher eine Art Downsizing. In der EU ist der MX-5 nur noch mit dem kleineren 1,5-Liter-Aggregat erhältlich, nachdem der 2,0-Liter aufgrund strengerer Emissionsvorgaben gestrichen wurde. So bedauerlich das für manche ist, kommt diese Entwicklung zumindest dem Gewicht zugute. Die aktuelle ND-Generation startet derzeit bei leichtfüßigen 1003 Kilogramm. In Nordamerika liegt das leichteste ND-Modell bei 1073 Kilogramm, während es in einigen anderen Märkten dank des 1,5-Liter-Motors weiterhin unter diesem Wert bleibt.
Mazda MX-5
Der aktuelle MX-5 der 4. Generation wiegt dank des kleineren Motors knapp über 1000 Kilo.
Bild: Tom Salt / AUTO BILD
Interessant ist auch der Hinweis, dass Mazdas Global-Sales-Chef Manabu Osuga sich ausdrücklich auf die Variante mit klassischem Stoffverdeck bezieht. Eine mögliche RF-Version mit Klappdach würde konstruktionsbedingt mehr Gewicht mitbringen – und damit das ambitionierte Ziel der Tonnengrenze erschweren. Gleichzeitig bleibt Mazda beim MX-5 wohl auch aus Gewichtsgründen dem Verbrenner treu. Während viele Marken beim Generationswechsel elektrifizieren, hält Mazda hier bewusst Abstand: Aktuelle Hybrid- und Elektroantriebe seien schlicht zu schwer, um das typische Handling zu erhalten. Stattdessen setzt die Marke weiterhin auf klassische Antriebe und arbeitet parallel an neuen Motoren wie dem Skyactiv-Z, die kommende Abgasnormen erfüllen sollen.

Mehr Leistung für den MX-5? Mazda hätte das Know-how

Offen bleibt auch die Frage nach der Motorleistung. Offiziell gibt sich Mazda beim Thema "stärkerer MX-5" zurückhaltend. Dass es prinzipiell möglich ist, hat der Hersteller jedoch längst gezeigt: Vor gut 20 Jahren entwickelte Mazda einen geheimen MX-5-Prototyp mit 2,5-Liter-V6 – ein Experiment, das belegte, dass deutlich mehr Leistung technisch machbar wäre, auch wenn das Projekt letztlich an Gewicht, Platzbedarf und Balance scheiterte. Trotz des gescheiterten Versuchs zeigt der Prototyp, wie viel Potenzial Mazda intern bereits ausgelotet hat. Sollte der nächste MX-5 also wieder etwas kräftiger werden, käme das keineswegs überraschend.