Sogenannte Restomods, also restaurierte Klassiker mit moderner Technik unterm Blech, gibt es immer häufiger. Selten gibt es jedoch Umbauten, bei denen zwei verschiedene Autos optisch zu einem Modell verschmelzen. So wie bei diesem Exemplar, einer Wolga-Bugatti-Kreuzung.
Alles begann mit einem Rendering, das die Betreiber der kleinen russischen Werkstatt "Dashing Axe" im Netz fanden. Die Zeichnung – zeigt eine Kombination aus einem Bugatti Chiron und einem Moskovich 412 – hatte die Schrauber angefixt. Sie entschlossen sich kurzerhand, diese Kreation Realität werden zu lassen. Auf ihrem eigenen Youtube-Kanal Axes: Garage zeigen sie in mehreren Videos den Bauprozess.
Volgatti Eigenbau Bugatti Chiron GAZ M-21 Wolga
Die Frontpartie stammt von einem GAZ M-21 Wolga, darunter steckt Technik eines BMW 6er.
Bild: YiouTube / Dashing Axe
Statt auf einen Moskovich setzten die Schrauber bei ihrem Projekt jedoch auf einen GAZ M-21 Wolga. Die Karosserieteile des sowjetischen Klassikers
bilden den vorderen Teil des Autos. Hinten gleicht das einzigartige Fahrzeug einem Bugatti Chiron. Dabei kamen allerdings keine echten Bugatti-Teile zum Einsatz, das Heck wurde in mühseliger Handarbeit aus Glasfaser-Kunststoff nachgebaut.
Ursprünglich sollte ein Ford Probe als Basis für diese wilde Kombi aus Limousine und Supersportler dienen. Auf dem Weg zum fertigen Auto entschied man sich jedoch, einen verunfallten BMW 6er E63 als Grundlage zu nutzen.
Volgatti Eigenbau Bugatti Chiron GAZ M-21 Wolga
Das Reh auf der Haube stammt von alten Wolga-Modellen und lässt sich hier wie bei Rolls-Royce ein- und ausfahren.
Bild: YiouTube / Dashing Axe
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Über 100.000 Dollar Gesamtkosten

Das Auto, für das Dashing Axe den Namen "Volgatti" (im Englischen wird Wolga mit "V" geschrieben) kreierte, hat bereits seine Jungfernfahrt absolviert. Die Russen arbeiten derzeit aber noch an der Fahrwerksabstimmung.
Volgatti Eigenbau Bugatti Chiron GAZ M-21 Wolga
Die gesamte Heckpartie entstand aus GFK und Carbon.
Bild: YiouTube / Dashing Axe
Das Projekt lief über mehr als drei Jahre, und die Gesamtkosten für den ungewöhnlichen Umbau sollen sich auf satte 106.955 Euro belaufen haben. Im Nachgang geben die Bastler zu, den Aufwand und die Kosten unterschätzt zu haben. Hätten sie vorher gewusst, was auf sie zukommen würde, wäre der Volgatti wohl nie entstanden.