Oft genug stand das Kölner Markenemblem für biedere Hausmannskost. Mit dem Focus ST hat Ford dagegen schon ein serienmäßig heißes Eisen ins Kompaktklassefeuer gelegt. Weil beim aktuellen Facelift nur an der Optik retuschiert wurde, legte das Autohaus Sollath bei der Technik nach. Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen: 291 PS und kein bisschen leise.
Karosserie/Qualität: Mehr Optik braucht der Ford Focus ST schon ab Werk nicht. Der muskelbepackte Auftritt polarisiert. Sollath montiert kontrastierend zur weißen Lackierung mattschwarze ATS-Räder in 18 Zoll. Das Heck zeigt sich mit einer üppigeren Sportauspuffanlage noch aggressiver.
Sollath Focus ST
Fahrfreude/Antrieb:
Eine neue Software mobilisiert 291 PS und damit 66 PS mehr als in der Serie. Die Grundcharakteristik des Fünfzylindermotors bleibt erhalten. Maximal zerren 431 Nm (Serie 320 Nm) an den Vorderrädern – und schon ab 2000 Umdrehungen lässt es sich wunderbar auf der Drehmomentwelle surfen.
Fahrleistungen
: Auch objektiv kann der weiße Focus ST überzeugen. Für den klassischen Sprint von 0 auf 100 km/h (6,2 Sekunden) nimmt er seinem Serienbruder über eine halbe Sekunde ab – bis 160 sogar fast zwei Sekunden. Dank der montierten Differenzialsperre schießt der ST wie auf Schienen aus den Kurven. Den Kampf gegen Luft und Rollwiderstand verliert der Sollath Focus erst bei gemessenen 254 km/h (Serie: 241 km/h).
Fahrwerk/Komfort
: In Anbetracht des KW3-Clubsport-Fahrwerks und der flachen Pirelli-Gummis geht der Fahrkomfort in Ordnung. Obwohl sich der Focus in Verbindung mit den Reifen und der ATE Motorsportbremse auf der Rennstrecke wohler fühlen dürfte.
Preis/Kosten: Wer schnell sein will, muss nicht immer leiden. 1250 Euro für 66 PS und über 250 km/h Spitze sind preiswert. Auch die restlichen Tuningmaßnahmen halten sich finanziell in Grenzen.
Kontakt:
Autohaus Sollath GmbH, Tel. 06103-204108

AUTO BILD SPORTSCARS-Redakteur Guido Naumann meint

Das Sollath-Paket für den neuen Ford Focus ST begeistert. Dank der üppigen Zusatzpower sind deutlich bessere Fahrleistungen als mit dem Serien-ST möglich. Das Fahrwerk ist allerdings für den "Normalo" etwas zu sportlich ausgelegt.