Einmal so fühlen wie DMX († 2021) in "Exit Wounds"! Im Film aus dem Jahr 2001 betritt der Rapper einen High-End-Autoladen, kauft einen nagelneuen silbernen Lamborghini Diablo VT Roadster – und zahlt in bar. Im selben Jahr wurde die Produktion des Lamborghini Diablo mit dem nur 44 Mal gebauten Sondermodell VT 6.0 SE eingestellt; was es heutzutage quasi unmöglich macht, einen Diablo als Neuwagen zu kaufen. Doch es gibt eine Ausnahme!
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Kürzlich wurde in den USA ein schwarzer Lamborghini Diablo für umgerechnet über 375.000 Euro (399.226 US-Dollar) verkauft. Das Bemerkenswerte: Der Diablo aus dem Baujahr 1994 wechselte mit gerade mal 1299 Kilometern (807 Meilen) den Besitzer, befindet sich also mehr oder weniger im Neuzustand.
1994 Lamborghini Diablo VT
Scherentüren sind bei Lamborghini den V12-Topmodellen vorbehalten. Countach, Diablo, Murciélago, Aventador: Bei allen gehen die Türen nach oben auf.

Leider ist nicht bekannt, wieso der Diablo in den letzten 28 Jahren nicht mal 1300 Kilometer bewegt wurde. Zur Historie nur so viel: Der schwarz/schwarze Lambo ist unfallfrei und wurde regelmäßig (zuletzt im Februar 2021) gewartet.
Auf den Bildern sieht der 492 PS starke Diablo sehr gepflegt aus – kein Wunder, bei der niedrigen Laufleistung.

Der Diablo schafft 325 km/h – mindestens

Der Lamborghini Diablo kam 1990 als Nachfolger des legendären Countach (gibt es jetzt auch als Neuauflage LPI 800-4) auf den Markt und sollte den Vorgänger in allen Disziplinen übertrumpfen. Dazu wurde der Hubraum des V12 von zuletzt 5167 ccm im Countach auf 5707 ccm erhöht.
Die "Basisversion" des Diablo leistete 492 PS und 580 Nm Drehmoment, was für 325 km/h Topspeed reichen sollte. Bei verschiedenen Tests war der nur 4,46 Meter lange, aber 2,04 Meter breite Diablo allerdings noch schneller: Auf der Teststrecke im italienischen Nardo soll ein Diablo 337 km/h erreicht haben.

Vom Diablo gab es viele Sondermodelle

Anfänglich wurde der von Marcello Gandini entworfene Diablo ausschließlich mit Hinterradantrieb angeboten, bevor 1993 der Diablo VT mit Allrad nachgeschoben wurde. In beiden Versionen leistete der V12-Sauger 492 PS.
Im späteren Verlauf des Bauzeitraums gab es nicht nur mehrere Überarbeitungen, bei denen unter anderem die Klappscheinwerfer gegen Leuchten vom Nissan 300ZX getauscht wurden; es entstand auch eine Vielzahl von Sondermodellen und Kleinserien.
1994 Lamborghini Diablo VT
Die Schalensitze haben eine starre Lehne und rote Keder. Den Diablo gab es ausschließlich mit Handschaltung.

Bei dem hier gezeigten Exemplar handelt es sich um einen frühen Diablo mit extrem niedriger Laufleistung, von dem rund 400 Stück gebaut wurden. Allerdings sprechen wir über keines der noch gesuchteren Sondermodelle wie SE30, SV, GT oder GT-R, die in der Regel noch mal teurer sind. Vor diesem Hintergrund ist der Preis von umgerechnet über 375.000 Euro durchaus bemerkenswert und folgt einem klaren Trend.

Die Preise kennen nur eine Richtung

Die Preise für V12-Lamborghini ziehen seit geraumer Zeit kontinuierlich an – ganz egal ob Countach, Diablo oder Murciélago. Mit Bekanntgabe des Produktionsendes des Aventador (zum Finale noch mal als Ultimae aufgelegt) endet auch bei Lamborgini eine Ära.
Der Nachfolger des Aventador wird zwar noch mit V12-Sauger kommen, allerdings mit Elektro-Unterstützung. Wie so oft im Leben erfahren gewisse Dinge erst dann die entsprechende Wertschätzung, wenn sie nicht mehr verfügbar sind.
Und so verwundert es auch nicht, dass die V12-Supersportwagen von Lamborghini zuletzt noch mal deutlich an Wert zugelegt haben – vor allem in den USA.
1994 Lamborghini Diablo VT
Frühe Diablo hatten eine riesige Tacho-Einheit, die den Blick nach vorn laut einiger Besitzer extrem erschwerte.

In Übersee werden handgeschaltete Murciélago LP640 inzwischen für unglaubliche Summen gehandelt – und es scheint, als würde der Diablo langsam nachziehen. Dieser Preistrend zeigt sich auch in Deutschland.
Während es hierzulande vor ein paar Jahren noch frühe Diablo für gut 100.000 Euro gab, sind mittlerweile keine Diablo mehr unter 220.000 Euro zu haben.

Letzter Lambo vor Übernahme durch Audi

Der Grund für diesen Hype ist ganz einfach: Moderne Autos werden immer digitaler, das Fahrerlebnis immer beliebiger. Der Diablo ist rund 30 Jahre nach seiner Präsentation eine Legende und gleichzeitig der letzte Lamborghini, der ohne Hilfe von Audi (dafür unter der Leitung von Chrysler) entstand.
Im Film "Exit Wounds" kostete der silberne Diablo VT Roadster übrigens 285.000 US-Dollar. DMX zahlte 300.000 US-Dollar in bar.