Lamborghini Murciélago SV in Genf 2009
Mehr geht immer

Wer geglaubt hat, den Top-Stier im Lamborghini-Stall könne man nicht schneller machen, hat sich getäuscht. Auf dem Genfer Salon 2009 zeigen die Italiener den Murciélago LP 670-4 SV – mit satten 670 PS.
Es gibt Automarken, für die scheint das Wort "Downsizing" nicht nur unangebracht, sondern auch im absoluten Widerspruch zur Modellpalette zu stehen. Ganz wenig von kleinen Motoren mit günstigen Verbräuchen und glänzender Umweltbilanz hält man zum Beispiel bei Lamborghini. Dort gibt es für das Minus an Vernunft aber ein ganz großes Plus an Faszination und Adrenalin. Und mal ganz ehrlich: Ohne die Pulsbeschleuniger aus Sant'Agata würde der Autowelt ziemlich sicher was fehlen. Neue Nahrung für die Träume von Raketengeschwindigkeiten auf Bodenniveau gibt es 2009 beim Genfer Salon, wo die Italiener die noch einmal deutlich geschärfte Version ihres Topmodells auf den Drehteller stellen: aus Murciélago LP 640-4 wird das Sondermodell Murciélago LP 670-4 SV. "Die konsequente Fortsetzung unserer Markenphilosophie", wie Lamborghini-Chef Stefan Winkelmann sagt.
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Bild: Werk
Das Plus an Leistung trägt der Murciélago LP 670-4 SV auch optisch zur Schau

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Und innen? Hier geht es betont sportlich zu, aber ein Lamborghini-Pilot muss natürlich nicht darben. Die dominierenden Innenraum-Materialien sind Alcantara und Kohlefaser, Sport-Schalensitze sind serienmäßig und halten den Fahrer auch in extremen Fahrsituationen zuverlässig an seinem Arbeitsplatz. Hingucker ist das gelochte Y-Muster auf Sitzen und Himmel – hier ist ein zweites Material in der Farbe der Außenlackierung hinterlegt. Ansonsten dominiert die Farbe Schwarz. Wer etwas mehr Luxus, damit mehr Gewicht und etwas weniger Sport im Murciélago LP 670-4 SV haben möchte, kann als Option (aber aufpreisfrei) die Standardsitze ordern. Auch ein Navigationssystem inklusive Radio ist zu haben. Was das und das Auto dazu kosten soll, hat Lamborghini noch nicht verraten. Aber bevor Sie jetzt schon mal anfangen, auf Verdacht zu sparen: Es gibt insgesamt nur 350 Exemplare des momentan wildesten Stieres aus Italien.
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