Land Rover Defender Octa: erste Mitfahrt
Gemacht für Schlamm und Glamour: der Defender auf Speed

Bild: Land Rover
Grundsätzlich fühlt sich der reguläre Land Rover Defender schon an wie ein kleiner Widerspruch in sich: Man nimmt Platz auf edelsten Ledersitzen, genießt maximalen Komfort und saugt den puren Luxus mit jeder Pore auf. Gleichzeitig geht es dann mit genau diesem wohlig glamourösen Gefühl direkt rein in knietiefe Pfützen, man pflügt durch den Matsch, schliddern über schlammige Pisten.
Und hebt man nun diesen Eindruck auf die nächste Stufe, dann ergibt das den neuen Defender Octa. Denn letzten Endes hat Land Rover mit dem Octa nichts anderes gemacht, als den Defender auf ein neues Level zu heben: noch performanter, noch übertriebener, noch luxuriöser – und mit noch mehr Ambitionen so richtig im Dreck wühlen.

Der Defender Octa gleitet komfortabel über die Matschpiste.
Bild: Land Rover
Mehr Bodenfreiheit im Defender Octa
Letzteres nimmt der Defender Octa durch seine im Vergleich zum Standard-Defender noch bessere Bodenfreiheit und größere Watttiefe (bis zu einem Meter) äußerst ernst. An Stellen, wo der normale Defender schon die Beine in die Hand nehmen und das Fahrwerksniveau anheben muss, bleibt der Octa entspannt in der Ausgangsposition und gleitet komfortabel über die Matschpiste, unterstützt vom neuen sogenannten 6D-Fahrwerk, das für maximalen Komfort und Stabilität sorgen soll.
Damit versprüht der Octa einen Hauch von Gelassenheit, der sich auf der gesamten Mitfahrt durchzieht. Denn leider durften wir beim Defender Octa nicht selbst ans Steuer. Mit Blick in das anspruchsvolle Gelände, durch das der Koloss bewegt werden musste, aber auch nur ein kleiner Wermutstropfen.
Lena Trautermann rauschte auf der Beifahrerseite durchs Gelände.
Bild: AUTO BILD
Octa-Taste für maximale Performance
Den Gänsehaut-Moment gibt es beim Druck auf die Octa-Taste, die die maximale Performance aus dem Twinturbo-V8 herauskitzelt. In Daten bedeutet das: 635 PS und 750 Newtonmeter, die einen in vier Sekunden von 0 auf 100 katapultieren. Die Federung ist sehr weich und stark komfortbetont. Klar, das war bei der Ausrichtung des Autos zu erwarten, überrascht aber dennoch, insbesondere nach kleinen Sprüngen über Rampen, wenn man sich innerlich schon für eine besonders harte Landung wappnet – die aber ausbleibt.
Keine Frage: Dieser Defender ist ein echter Geländegänger. Nur schade, dass die meisten dieser Exemplare bis auf den Großstadt-Dschungel wohl niemals echtes Gelände sehen werden. Und das ist vielleicht auch ganz gut so, denn ein Auto, das mit Preisen ab 185.300 Euro an den Start geht, packt man vielleicht lieber in Watte, anstatt es in die Wüste zu schicken.
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