Lastenrad: Test
Lasten-E-Bikes für Familien im Vergleich

Viele Kurierdienste nutzen Lastenräder mit Elektromotor statt Autos. Unsere Kollegen von BIKE BILD haben getestet, ob sich die E-Cargobikes auch für Familien lohnen. Hier kommen ihre Test-Erfahrungen.
Sieben Familien testen sieben Cargobikes: Das Zwischenergebnis des BIKE BILD-Lastenrad-Tests, bei dem alle Test-Familien jedes E-Bike fahren werden, ist eindeutig: Die Freude über das neue, leider nur geliehene Familienmobil ist riesengroß. Bleibt nur noch die Frage, welches Lastenrad für welche Familie und welchen Einsatzzweck am besten geeignet ist. Schließlich ist die Vielfalt an Systemen enorm: einspurige Lastenräder wie das Riese & Müller oder Dreiräder wie das Babboe, gefedert oder nicht gefedert wie das Winter oder das Larry vs. Harry, sportlich mit Neigetechnik wie das Chike oder eher gemütlich wie das Urban Arrow. Die ersten Wochen unseres Tests zeigen deutlich, dass es gewisse Vorlieben bei den Testern gibt. Während der eine Kollege das Raumwunder Babboe Curve Mountain liebt, auch wenn es sich nicht sehr schnell um die Ecken zirkeln lässt, steht der andere auf sportliche Cargobikes, mit denen er auf dem Weg zur Arbeit Strecke machen kann. Die Neugier auf die nächsten Test-Modelle bleibt groß – dies hier ist ein Zwischenstand.
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Urban Arrow Family CX

Das Urban Arrow hat bisher alle Tester überzeugt. Es lässt sich leicht und bequem steuern, auch bei hohen Geschwindigkeiten.
Bild: Jozef Kubica/ Bike Bild
Chike Kids
Das Chike Kids fährt sich klasse! Und dank Neigetechnik können sich die Kinder während der Fahrt mit in die Kurve legen. Das ist großer Spaß! Die Schaltung des Bikes funktioniert automatisch – einfach schön. Die Neigung wird über einen Drehgriff am linken Lenkerende eingestellt. Zugegeben, bei unserem Prototyp hakte es manchmal. "In der Serie haben wir dieses Problem jedoch abgestellt", meint Chike-Geschäftsführer Manuel Prager. Wollen die Kinder einsteigen, wird über den Drehgriff "P" wie Parken gewählt, was die Neigetechnik blockiert. Das Chike ist extrem agil zu fahren, was auch seiner Kürze zuzuschreiben ist. Die hilft zudem beim Parken im Keller. Nicht zu vergessen, das geringe Gewicht. Hier muss kein Rücken leiden, wenn der Fahrer das Bike anheben und um die Ecke hieven muss. Mit gerade einmal 73 Zentimeter Breite (70 Zentimeter stehen dabei den Kindern als Sitzfläche zur Verfügung) ist das Rad viel schmaler, als es aussieht. Und die Einkäufe passen gut in die leicht abnehmbare Kiste.
Butchers & Bicycles MK1-E

Schnelles Fahren macht allen Beteiligten mit dem MK1 großen Spaß – aufgrund der Akkuleistung leider nicht sehr lange.
Bild: Jozef Kubica/ Bike Bild
Riese & Müller Packster 60
Einig waren sich alle bisherigen Tester darin, dass das Packster ein komfortables, sehr gut zu fahrendes Lastenrad ist. Die Transportkiste ist zudem ausreichend groß. Herausragend ist das E-Bike in Sachen Reichweite. Mit dem Dual Battery System, welches das Packster mit nicht weniger als 1000 Wh versorgt, muss man sich über die Länge eines Tagesausflugs keine Gedanken mehr machen. Eher schmerzen dem Fahrer die Beine oder die Kinder verlieren die Lust, als dass das Packster nicht mehr schieben mag. Auch die NuVinci-Schaltung macht Freude, arbeitet unkompliziert und souverän. So hinterlässt das Cargobike den Eindruck eines robusten und verlässlichen Partners. Mit 2,46 Meter Länge ist das Packster das längste Bike im Test und dementsprechend schwierig zu handeln. Beim Ständer stünde dem Fahrrad eine Lösung ähnlich der des Urban Arrow gut zu Gesicht. Überhaupt nicht gut kam das Verdeck des Packster bei den Testern an. Nicht nur dass es keine "Cabrio"-Lösung gibt, sondern nur ganz drauf oder ganz ab. Die gesamte Handhabung wurde als zu fummelig empfunden. Und auch der Einstieg war für die Kinder nicht leicht zu schaffen. Hier würden sich alle über eine Weiterentwicklung freuen.
Larry vs. Harry Bullitt

Schnell, schmal, schnittig, schön – das Einzige, woran es beim Bullitt hapert, ist das recht geringe Raumangebot.
Bild: Jozef Kubica/ Bike Bild
Babboe Curve Mountain
Das Bike hat durch sein großes Platzangebot enormen Nutzwert. Positiv kam bei den Testern auch an, dass man an Ampeln einfach anhalten kann, ohne den Fuß vom Pedal nehmen zu müssen. Zudem begeistert die Verarbeitung, der Raum für bis zu vier Kinder, die durchdachten Trittleisten zum Einsteigen, die einfache Montage der Persenning und der robuste Rahmen. Bei allem Lob gibt es aber auch kritische Punkte. Weil das Curve Mountain nicht über Neige- und Federungstechnik verfügt, spürt man beim Fahren jede Bodenwelle. Ist die Fahrbahn schräg, muss man stark mit dem Oberkörper gegenhalten. Fährt man schneller als 18 km/h, kommt man zudem schnell ins Schlingern. Mit E-Antrieb also quasi immer. René Rechschwardt von Ahoi Velo wiegelt ab: Mit Kindern fahre man eh nicht so schnell. Nun, das sehen unsere Tester anders.
Winther Kangaroo Luxe E

Die Kids lieben den Ausblick im Kangaroo Luxe E und die bequemen Sitze. Bei den Fahrern kommt die Wendigkeit des Bikes gut an.
Bild: Jozef Kubica/ Bike Bild

Bild: Auto Bild
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