Weibliche Fahrer bei den 24h von Le Mans

Le Mans: Geschichten 2019

Frauenerfolg und Oldie-Crashserie

Das waren die besten Geschichten bei den 24 Stunden von Le Mans: Wie schlug sich das Damenteam? Wer fuhr die schnellste Runde in Le Mans? Und vieles mehr.
+++ Ferrari siegt zum Geburtstag: Ferrari sicherte sich mit James Calado, Daniel Serra und Alessandro Pier Guidi den Klassensieg in der GTE-Pro-Kategorie. Passenderweise 70 Jahre nach dem Debüt von Ferrari – gleichzeitig auch der erste Gesamtsieg. Damals fuhr Luigi Chinetti über 23 Stunden solo, nur kurz ließ er seinen adeligen Teamkollegen Peter Mitchell-Thomson ans Steuer, der das Projekt finanzierte. Es ist der erste GTE-Pro-Klassensieg seit 2014 (damals mit Gianmaria Bruni, Giancarlo Fisichella und Toni Vilander).
Zahlen zum Fahrerfeld 2019: Hier klicken
+++ Familienteam Magnussen: Bis drei Stunden vor Rennende lag Jan Magnussen mit seinem Corvette-Team in Führung in der GTE-Pro-Kategorie. Doch ein Dreher des Dänen warf sie weit zurück (Platz neun in der Klasse, Rang 29 Gesamt). Trotzdem hat der 45-Jährige mit den 24 Stunden von Le Mans noch längst nicht abgeschlossen: In Zukunft will er mit seinem Sohn, Formel-1-Haas-Fahrer Kevin Magnussen, fahren. Kevin Magnussen verrät: „Haas hat bereits Grünes Licht gegeben. Jetzt geht es nur noch darum, den richtigen Zeitpunkt und die richtige Möglichkeit zu finden. Ich will nicht unvorbereitet ins Auto springen.“ Jan Magnussen fuhr von 1995 bis 1998 selbst in der Formel 1 und war 2019 bereits zum 20. Mal in Le Mans am Start, holte dabei vier Klassensiege. Derzeit hat er Antonio García und den Deutschen Mike Rockenfeller als Partner.

Jan Magnussen drehte sich mit seiner Corvette

Schon 19 Mal war in Le Mans ein Vater-Sohn-Gespann am Start, 2019 mit Philippe Prette und Sohn Louis erneut (Rang sieben in der Klasse, Platz 38 gesamt) im Porsche Proton. Die besten Ergebnisse holten sich Mario/Michael Andretti im Porsche 1983 und Derek und Justin Bell 1995 im McLaren-BMW – jeweils als Dritter.
+++ Oldies: Das Alter brachte 2019 Pech: Der 67-jährige Mark Patterson konnte wegen eines Testunfalls nicht starten, erklärte aber, dass er 2019/2020 eine volle WEC-Saison für High Class Racing in einem Oreca-Gibson fahren wird – also auch wieder in Le Mans an den Start geht. Nach dem Ausfall von Patterson wäre eigentlich Tracy Krohn der Oldie im Feld gewesen (64), aber auch er crashte im Qualifying mit seinem Porsche so schwer, dass er keine Startfreigabe von den Ärzten erhielt. Also war John Farano (59) – ein Rookie! – ältester Fahrer im Feld. Sie ahnen es: Er crashte auch mit seinem Oreca-Gibson-LMP2 – im Rennen. Das Auto wurde auf Platz 50 gewertet.
+++ LMP2-Klassensieger: Zum dritten Mal in vier Jahren gewann Signatech-Alpine die LMP2-Kategorie bei den 24 Stunden von Le Mans. Für Nicholas Lapierre, André Negrão und Pierre Thiriet war es der zweite Sieg in Folge. Nur Lapierre war bei allen drei Triumphen dabei. Jetzt verschiedet sich der Franzose aber und wechselt zu COOL Racing, wird bei Signatech Alpine von Thomas Laurent ersetzt – der 2017 mit Jackie Chan Racing den LMP2-Klassensieg holte.
+++ Damenteam erfolgreich: Zum 23. Mal war ein reines Damenteam in Le Mans am Start: Rahel Frey, Michelle Gatting und Manuela Gostner brachten ihren Ferrari 488 GTE von Kessel Racing in der GTE-Am-Kategorie auf Rang zehn (Platz 40 Gesamt). Es ist die erste Zielankunft eines reinen Damenteams seit 1977! Damals kamen Ex-Formel-1-Rennfahrerin Lella Lombardi und Christine Beckers im Inaltera-Ford auf Rang elf Gesamt und Platz vier in ihrer Klasse.
+++ Freddie Hunt: Der Sohn von Ex-Formel-1-Weltmeister James Hunt kam im einstündigen Vorprogramm-Rennen „Road to Le Mans“ in einem Ligier-Nissan-LMP3 gemeinsam mit seinem Teamkollegen Martin Vedel Mortensen auf Rang drei. Der Sieg ging an Michael Benham und Duncan Tappy. Hat Hunt Chancen auf eine Le-Mans-Zukunft? Vielleicht. Er fuhr für das RLR M Sport-Team, das 2019 bereits mit einem LMP2 im 24-Stunden-Rennen vertreten war – mit John Farano, Arjun Maini und Norman Nato.
+++ 11.000 Reifen: Allein Michelin hat 11.000 Reifen nach Le Mans gebracht. 248.000 Liter Sprit wurden außerdem an die Strecke gekarrt (obwohl sich der Verbrauch der Autos, aktuell bis zu 40 Liter auf 100 Kilometer, seit 1970 halbiert hat!): Um das auszugleichen, ohne einen ökologischen Fingerabdruck zu hinterlassen, wären 1000 Hektar Wald nötig. Der Veranstalter ACO kauft aber dafür im Ausgleich 1000 Tonnen CO2 (pro Tonne CO2 sind 50 Euro fällig).

Weibliche Fahrer bei den 24h von Le Mans


Fotos: Picture-alliance

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