Le Mans: Nach Lauda-Tod
Sohn fährt wieder Rennen

Fast vier Wochen nach dem Tod von Niki Lauda fährt Matthias Lauda bei den 24 Stunden von Le Mans wieder ein Rennen. Das sagt der Österreicher.
- Michael Zeitler
Fast vier Wochen ist es her, dass Rennlegende Niki Lauda für immer eingeschlafen ist. Die Motorsport-Welt hat getrauert und dem dreimaligen F1-Champion würdig bedacht. Aber bekanntlich muss die Show weitergehen. Auch für Sohn Mathias Lauda.
Alle Infos zum Le-Mans-Starterfeld: Hier klicken
Er startet heute zum fünften Mal in das 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Gemeinsam mit Ex-Formel-1-Pilot Pedro Lamy und dem kanadischen Geschäftsmann Paul Dalla Lana will er in einem Aston Martin Vantage GTE (4,5-Liter-V8, rund 500 PS) endlich den Klassensieg in der GTE-Amateurwertung. Der fehlt dem Trio noch, das 2017 bereits den Titel in der WEC gewonnen hat. Allerdings: Lauda startet nur auf Rang elf.
Der Österreicher sagt: „Das Rennen ist gut für mich, weil ich mich ganz darauf konzentrieren muss.“ Er gibt aber auch zu: „Ich werde bestimmt trotzdem an meinen Vater denken.“

Mit diesem Aston Martin fährt Lauda in Le Mans
Vor einem Jahr sagte Mathias Lauda dazu zu AUTO BILD MOTORSPORT: „Dass mein Vater immer gesagt hat, dass ich keinen Motorsport machen darf, war für mich schwierig, weil ich diesen Drang schon immer in mir hatte. Ich habe als Kind jedes Rennen geschaut und Ergebnisse auswendig gelernt. Hätte er es früher erkannt, wäre das für mich einfacher gewesen.“
So konnte Lauda jr. erst mit 21 Jahren seine Rennkarriere starten. „Da fehlen einfach zehn Jahre Kartsport. Die holst du nicht mehr auf.“ Zwar schaffte es der heute 38-Jährige noch 2004 und 2005 in die Formel 2 und von 2006 bis 2009 in die DTM, die Formel 1 blieb ihm aber verwehrt. Jetzt jagt er den Traum vom Le-Mans-Klassensieg. The Show must go on.
Service-Links