Le Mans: Hypercar-Designs von Sean Bull

Le Mans: Zukunft

Peugeot präsentiert neues Hypercar

Peugeot hat erste Details zum Einstieg in die Sportwagen-Weltmeisterschaft ab 2022 bekanntgegeben. Die Franzosen bauen ein Hypercar.
Der Le-Mans-Veranstalter ACO hat gute Nachrichten dringend notwendig. 2020 gehen nur fünf Autos in der Topklasse LMP1 beim 24-Stundenrennen von Le Mans an den Start – so wenig wie noch nie. Die Klasse ist ein Auslaufmodell. In Zukunft sollen Hypercars um den Gesamtsieg beim Sportwagen-Klassiker fahren.
Peugeot hat nun die ersten Bilder des neuen Flitzers für 2022 gezeigt. Dann steigen die Franzosen wieder ein – und wollen nach 1992, 1993 und 2009 den vierten Gesamtsieg in Le Mans.
Bis heute war unklar, ob Peugeot einen Daytona-Prototyp (LMDh) oder ein Hypercar baut. Peugeot hat sich für ein Hypercar entschieden – mit Hybridantrieb. Das ist durchaus überraschend: Die LMDh-Autos gelten als günstiger und sollen zudem auch in der amerikanischen IMSA-Meisterschaft starten können – und damit beispielsweise bei den 24h von Daytona siegfähig sein. Dass LMDh-Rennwagen in Daytona und Le Mans um Siege fahren können bringt zum Beispiel Porsche dazu, ein Comeback in Erwägung zu ziehen.

Das neue Peugeot-Hypercar

Doch die Wahrheit ist: Bisher hat noch kein Team ein LMDh-Projekt bestätigt. Peugeot ist nach Toyota, Glickenhaus und ByKolles bereits der vierte Hersteller, der ein Hypercar bauen wird. Aston Martin hat das Hypercar-Projekt nach der Übernahme von Lawrence Stroll gekippt. Alpine steigt 2021 mit einem gekauften LMP1 ein, was die Franzosen ab 2022 vorhaben, ist unklar (mehr dazu HIER). Die US-Hersteller haben sich ebenfalls noch nicht zu einem LMDh bekannt.
Details zum neuen Peugeot-Hypercar gibt es kaum: Name, Motor und Fahrer des Fahrzeugs – alles noch unbekannt. Fix ist: Peugeot arbeitet bei der Entwicklung mit Ligier zusammen, die bereits LMP2-Flitzer gebaut haben. Dazu kommt Mineralölhersteller Total als Partner. Peugeot wird genau wie Toyota, aber anders als Glickenhaus auf einen Hybridantrieb setzen, der 680 PS leisten wird, 272 PS durch einen Elektromotor, der die Vorderachse antreibt. Der Verbrennungsmotor, dessen Architektur noch ein Geheimnis ist und der die Hinterachse antreiben wird, steuert den Rest bei. 
Peugeot-Chef Jean-Philippe Imparato: „Wir kehren in den Langstrecken-Sport zurück, weil wir in diesem Sport in einer anderen Art und Weise betreiben können – nämlich mit Hybridmotoren. Peugeot Sport verändert seine Identität und wird zu einer Marke, die Hochleistungselektroautos schafft.“

Le Mans: Hypercar-Designs von Sean Bull


Fotos: Peugeot

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