Beim Stichwort Power-Limousine denken die meisten Leute unweigerlich an Autos wie den Mercedes 500 E oder den BMW M5 E34. Doch in etwa zur selben Zeit gab es ein Auto, das diesen beiden deutschen Legenden überlegen war – zumindest leistungstechnisch. Die Rede ist vom Lotus Omega, dem bis heute stärksten Serien-Opel, der zwar offiziell als Lotus firmiert, aber streng genommen ein Opel ist. Mittlerweile ist der Lotus Omega ein echtes Sammlerstück, das 500 E und M5 auch preislich überholt hat!
Opel Lotus Omega *1. Hand*dt. Auto*Sammlerzustand*
124.900
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28.000 km
277 KW (377 PS)
02/1992
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Opel Omega Lotus Leder Klima Rarität für Kenner&Samml
105.000
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49.000 km
277 KW (377 PS)
09/1993
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Opel Lotus Omega/NEUaufgebaut/MotorNEU/Makellos/Nr221
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60.800 km
277 KW (377 PS)
08/1991
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Opel Omega A Caravan mit BMW M5 Motor
18.000
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168.000 km
230 KW (313 PS)
05/1991
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Opel Omega 3.0 V6
10.000
Opel Omega 3.0 V6
115.700 km
155 KW (211 PS)
06/2000
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Opel Omega
9.800
Opel Omega
247.000 km
150 KW (204 PS)
06/1992
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Opel Omega B 2.6 V6
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Opel Omega B 2.6 V6
28.800 km
132 KW (179 PS)
11/2001
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96.000 km
155 KW (211 PS)
04/1996
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157.000 km
110 KW (150 PS)
09/1992
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161.000 km
100 KW (136 PS)
11/1998
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Beim "Autohaus Blöchl GmbH" in Osterhofen (Bayern) wird ein ganz besonderer Lotus Omega im Kundenauftrag angeboten. Nummer 515 von 988 gebauten Exemplaren wurde 1992 bei ebenjenem Händler an den bis heute einzigen Besitzer ausgeliefert. Bedeutet, dass wir bei dieser 377 PS starken Limousine über ein deutsches Auto aus erster Hand sprechen, das in den letzten 33 Jahren gerade mal rund 28.000 Kilometer gefahren wurde – also weniger als 1000 Kilometer pro Jahr. Auf den Fotos präsentiert sich der Omega in einem einwandfreien Zustand.

Der Lotus Omega ist mehr als ein umgelabelter Opel

Wer denkt, dass es sich beim Lotus Omega lediglich um einen umgelabelten Opel mit ein paar wilden Spoilern handelt, der könnte falscher nicht liegen. Da Opel zu dieser Zeit keine Erfahrungen mit dem Bau von Sportwagen hat, entschieden sich die Verantwortlichen dazu, das Topmodell beim ebenfalls zum Mutterkonzern GM gehörenden Hersteller Lotus im britischen Hethel produzieren zu lassen.
Als Basis diente der Omega 3000 24V, der sich von Rüsselsheim auf die Reise nach Großbritannien machte. Vor Ort wurde der aufwendige Umbau zum Lotus durchgeführt, der pro Auto rund 130 Stunden verschlang. Pro Tag konnten durchschnittlich zwei Autos fertiggestellt werden. Alle Exemplare wurden in der Farbe "Imperialgrün" lackiert. Rund 250 Stück waren rechtsgelenkt und wurden in Großbritannien als Lotus Carlton vermarktet.
Optisch hat der Lotus nicht mehr viel mit dem Basis-Omega gemein. Alle Exemplare wurden ab Werk in der Farbe "Imperialgrün" lackiert.
Bild: Autohaus Blöchl GmbH
Nachdem anfänglich überlegt wurde, den Omega mit einem V8 auszustatten, fiel die Wahl letztendlich auf den neuen Opel-Reihensechszylinder, der jedoch auf 3,6 Liter Hubraum aufgebohrt und umfangreich überarbeitet wurde.
Das Ergebnis waren 377 PS und 557 Nm maximales Drehmoment. Motor und Fahrwerk wurden von Lotus entwickelt, das manuelle Sechsganggetriebe kam auch in der Corvette C4 ZR-1 zum Einsatz. Das Sperrdifferenzial wurde dem Holden Commodore entliehen, die Bremse kam von AP.

283 km/h Topspeed

Mit 283 km/h Topspeed war der Lotus Omega hinter dem Alpina B10 Biturbo die zweitschnellste Serien-Limousine der Welt. Für den Sprint auf Tempo 100 wurden offiziell 5,4 Sekunden angegeben, wobei der Omega sogar mehrfach unter fünf Sekunden gemessen wurde. Doch der einst 125.000 Mark teure Lotus hatte große Schwierigkeiten mit der Zuverlässigkeit. Neben dem hochgezüchteten Motor machten auch Getriebe und Elektronik oft Probleme.
Kein Platz für Fehler: Der 3,6-Liter-Reihensechszylinder mit zwei parallel geschalteten T25-Turboladern aus dem Hause Garrett füllt den Motorraum vollständig aus. Er gilt als anfällig und muss penibelst warmgefahren werden.
Bild: Autohaus Blöchl GmbH
Das hier gezeigte Modell soll nicht nur aufgrund der niedrigen Laufleistung, sondern auch wegen des hervorragenden Sammlerzustands keinerlei Probleme aufweisen. Wenn jedoch einmal spezifische Teile benötigt werden sollten, kann es schnell teuer werden – vorausgesetzt, die Teile sind überhaupt noch aufzutreiben.
Im Zweifel ist also Geduld gefragt, wenn doch mal etwas am Lotus Omega zu tun ist. Außerdem ist ein finanzielles Polster eine Grundvoraussetzung – nicht nur in puncto Ersatzteile, sondern auch schon bei der Anschaffung. Die Auswahl an gebrauchten Lotus Omega ist verschwindend gering – kein Wunder bei nur 988 gebauten Exemplaren, wovon immerhin rund 420 für Deutschland vorgesehen waren. Experten schätzen, dass heutzutage nur noch rund die Hälfte aller jemals gebauten Omega mit Lotus-Logo
existieren.

124.900 Euro soll der Lotus Omega kosten

Der hier gezeigte und im Kundenauftrag angebotene Lotus Omega dürfte eines der besten Exemplare auf dem Markt sein, was sich jedoch auch im Preis widerspiegelt. 124.900 Euro soll das Ersthand-Exemplar kosten, womit es der teuerste Omega auf dem Markt ist, aber eben auch das Exemplar mit dem niedrigsten Kilometerstand. Diese Tatsache dürfte für Sammler besonders interessant sein.

Fazit

Der Lotus Omega ist ein faszinierendes Auto, das seinen Konkurrenten von damals in Aspekten wie Leistung und Exklusivität in nichts nachsteht – leider auch nicht im Preis. Das hier gezeigte Ersthand-Exemplar mit nur 28.000 Kilometern dürfte zu den besten Lotus Omega überhaupt gehören und vor allem für Sammler interessant sein.