Wohnmobil-Test Malibu T 430 LE

Malibu T 430 LE: Wohnmobil-Test

Neuer Dauertester: Willkommen im Team, Malibu T 430 LE!

Zum zweiten Mal begrüßt AUTO BILD REISEMOBIL einen Teilintegrierten von Malibu im Dauertestfuhrpark. Schlägt er sich so gut wie sein Vorgänger im Jahr 2016?
Manchmal sind es die Cent-Teile, die Nerven, so resümierte Kollege Axel Sülwald vor vier Jahren beim Dauertestabschluss des Malibu T410. In der gesamten Redaktion kam das Fahrzeug gut an und überzeugte selbst Camping-Einsteiger mit kompakten Abmessungen, komfortablem Fahrverhalten und ordentlich Zuladung. Was aber alle nervte, waren kaputte Verschlüsse und ein zu kurzes Faltplissee im Fahrerhaus. In der Zwischenzeit entwickelte Malibu die Teilintegrierten-Baureihe stetig weiter. Was genau verbessert wurde, zeigt sich in den nächsten zwölf Monaten mit dem neuen Dauertestfahrzeug T 430 LE. Bevor der harte Redaktionsalltag für den Neuzugang beginnt, haben wir ihn erst einmal auf die Teststrecke geschickt.

Sieben Grundrissvarianten stehen zur Auswahl

Stufe nach vorne schieben, und aus zwei Einzelbetten wird ein Doppelbett.

©Sven Krieger / AUTO BILD

Das ist er: Ein schicker Teilintegrierter, der Paare mit gehobenen Ansprüchen glücklich machen soll. Nicht nur vom Innendesign, sondern auch von der Bordtechnik her zeigt sich die Verwandtschaft zur Muttermarke Carthago. Wer denkt, dass Malibu eine Günstigmarke ist, der wird beim Blick aufs Preisschild schnell eines Besseren belehrt. Schon der Grundpreis unseres Testmobils liegt bei 68.040 Euro. Mit üppiger Ausstattung steigt die Rechnung auf stattliche 85.040 Euro. In insgesamt sieben Grundrissvarianten mit Längs-, Heck- und Queensbett bietet Malibu den Teilintegrierten von 6,66 bis 7,45 Meter Fahrzeuglänge an. (Überblick: Alles zum Thema Wohnmobile)

Stärken Schwächen
– Funktionaler und beheizter Doppelboden – Anordnung Grauwasserablass schwer zugänglich
– Reparaturfreundlicher Heckrahmen aus vier Teilen – Beim Fernsehen blockiert TV den Durchgang
– Dusche auch für große Menschen nutzbar – Wasser im Bad-Waschbecken bespritzt Spiegel
– Bequeme Sitzgruppe mit leicht verschiebbarem Tisch – Kamera für Assistenzsysteme sehr empfindlich
– Hochwertige Matratzen für guten Schlafkomfort – Stauraumverlust durch konkave Möbelfront

Unser Dauertester tritt als "Modell Touring" an

Warm und gemütlich scheint die indirekte Beleuchtung. Das Dachfenster für 1190 Euro spendet viel Licht und Luft.

©Sven Krieger / AUTO BILD

Das hat er: Einen Aufbau, der sich sehen lassen kann: GFK auf Dach und Bodenplatte, Alu-Seitenwände und kältefreie Verbindungen zu Wand und Dach sowie Wand und Boden. Obendrein gibt es zehn Jahre Dichtigkeitsgarantie. Im Inneren zeigt sich, dass Malibu auch Wert auf hochwertigen Möbelbau legt. So verfügen die rollengelagerten Schubladen über Selbsteinzug und Softclose. Weiterhin gehören zur Serienausstattung: 90-Liter-Dieseltank, elektrische Trittstufe, Heckgarage mit zwei großen Türen und 250 Kilogramm Traglast, 3-Flammen-Herd mit entnehmbaren Gussrost, elektrisch verstellbare und beheizbare Außenspiegel, 125-Liter-Frischwassertank, Truma Combi 6 und ein großer Kühlschrank mit Eisfach. Jedoch ist der Kauf des einen oder anderen Sonderausstattungspaketes empfehlenswert. Unser Dauertester rollt als "Modell Touring" heran. So besitzt er unter anderem: Markise, Fahrer- und Beifahrerairbag, Zentralverriegelung, Ladebooster, Truma DuoControl, SOG-Toilettenentlüftung, Rückfahrkamera, Radio sowie einen 24-Zoll-Fernseher, dessen Sat-Anlage allerdings mindestens weitere 2490 Euro kostet. Viel Licht und Luft spendet das schöne Dachfenster Skyview für 1190 Euro. Die üppige Ausstattung kostet nicht nur ordentlich, sie treibt auch das Gewicht des 3,5-Tonners. Beim Wiegen zeigt sich, dass unser Dauertester nur noch schmale 350 Kilogramm Zuladung übrig hat. Für ein Zwei-Personen-Fahrzeug halbwegs okay, aber nicht gerade üppig. Das Fiat-Heavy-Chassis mit 4,25 Tonnen ist eine Lösung, treibt den Preis aber um 1590 Euro nach oben.

Malibu T 430 LE
Serienausstattung Extras
- MultiJet II 120 PS - 140-PS-Motor 950 Euro
- 90-Liter-Dieseltank - 16-Zoll-Alufelgen 790 Euro
- Außenspiegel elektrisch verstellbar, beheizbar - Dachfenster Skyview Fahrerhaus 1190 Euro
- Heckgaragentür Fahrer- und Beifahrerseite - Teppichboden Aufbau und Fahrerhaus 445 Euro
- 125-Liter-Frischwassertank - Backofen mit Grillfunktion 910 Euro
- Truma Combi 6 - Kaffee-Kapselmaschine mit Ablage 270 Euro
- Dichtigkeitsgarantie 10 Jahre - Gaskastenauszugssystem 430 Euro
- Steckdosen-Paket (je 1x 230-Volt-Steckdose Sitzgruppe, Schlafbereich, Heckgarage) 295 Euro
- Modell Touring (Zentralverriegelung, Fahrer- und Beifahrerairbag, Ladebooster, Tempomat, Markise, Rückfahrkamera, SOG-Toilettenlüftung, Truma DuoControl, 24-Zoll-TV) 8440 Euro
- Media-Center mit DAB+ 790 Euro
- TV-Designschrank mit 32-Zoll-LED-Flachbildschirm und Auszug 750 Euro
- Paket Fahrassistenz 1390 Euro

Flott unterwegs dank des 140-PS-Motors

So fährt er: Dank des aufpreispflichtigen 140-PS-Motors (950 Euro) richtig flott. Auch auf schlechtem Untergrund sind kaum Geräusche aus dem Aufbau zu hören. Grund dafür ist die Doppelverbindetechnik, bei der die Möbel nicht nur verschraubt, sondern auch verzapft sind. Sinnvoll ist auch das verbaute Fiat-Fahrassistenzpaket (1390 Euro) mit Notbrems-, Spurhalte- und Fernlichtassistent, Reifendrucksensoren, Verkehrszeichenerkennung sowie Regen- und Lichtsensor. Das kamerabasierte System, welches oben an dem Rückspiegel montiert ist, zeigt aber gerade bei schlechtem Wetter so seine Tücken. Schon eine leichte Verschmutzung der Windschutzscheibe lässt sowohl Brems- als auch Abstandsassistenz ausfallen. Manchmal hilft ein Runde Wischwasser, manchmal aber auch nicht. Dann heißt es, bei der nächsten Tankstelle rausfahren und die Scheibe gründlich putzen.

Wohnmobil-Test Malibu T 430 LE

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Fazit von Helene Schmidt: Gerade in der kalten Jahreszeit punktet der Malibu mit seiner Winterfestigkeit. Dank des beheizbaren Doppelbodens zaubert er eine heimelige Gemütlichkeit in den Wohnraum. Verarbeitungsqualität und hohe Fahrsicherheit überzeugen, haben aber auch ihren Preis. Urteil: vier von fünf Punkten.

Malibu T 430 LE
Technische Daten
Motorisierung MultiJet II 140
Motor/Bauart/Zylinder/ Einbaulage Diesel/in Reihe/ vier/vorn längs
Hubraum 2287 cm3
kW (PS) bei U/min 103 (140) bei 3600
Nm bei U/min 350 bei 1400
Höchstgeschwindigkeit 130 km/h
Getriebe Sechsgang manuell
Antrieb Vorderrad
Bremsen vorn/hinten Scheiben/Scheiben
Testwagenbereifung 225/75 R 16 CP
Reifentyp Michelin Agilis Camping
Tankinhalt/Kraftstoffsorte 90 l Diesel + 19 l AdBlue
Anhängelast gebremst/ ungebremst 2000/750 kg
Länge/Breite/Höhe 6900/2270/2940 mm
Radstand 3800 mm
Messwerte
Beschleunigung
0–50 km/h 6,9 s
0–80 km/h 15,4 s
0–100 km/h 24,5 s
Zwischenspurt
60–100 km/h 16,4 s
80–110 km/h 22,6 s
Masse fahrbereit 3150 kg
Zuladung/zgl. Gesamtgew. 350 kg/3500 kg
Wendekreis links/rechts 13,5/13,9 m
Bremsweg aus 100 km/h kalt 46,3 m
Bremsweg aus 100 km/h warm 45,8 m
Innengeräusch
bei 50 km/h 60 dB(A)
bei 80 km/h 66 dB(A)
bei 100 km/h 70 dB(A)
Testverbrauch – CO2 12,1 l D – 320 g/km
Reichweite 744 km
Aufbau
Außenmaterial Wand/Dach/Boden Alu/GFK/GFK
Isoliermaterial Wand/Dach/Boden RTM/RTM/RTM
Wandstärke Wand/Dach/Boden 33/33/33 mm
Fenster 4
Dachhauben 4
Max. Innenhöhe/-breite 1975/2205 mm
Bettenmaß Heck (L x B) 1885/1970 x 800-2150 mm
Herd 3 Flammen
Kühlschrank/Eisfach 133/12 l
Modell Toilette Thetford Cassette
Sitzplätze/ mit Dreipunktgurten 4
Heizung Truma Combi 6
Steckdosen USB/230 V 1/4
Leuchten 34
Aufbaubatterie 80 Ah
Frischwassertank 125 l
Abwassertank 90 l
Gasvorrat 2x 11 kg
Kosten/ Garantien
Abgasnorm Euro 6d
Steuer pro Jahr 240 Euro
Versicherungen (HPF/VK)* 332/1583 Euro
Werkstattintervalle nach Anzeige
Garantie Basis/Durchrostung 2/12 Jahre
Garantie Aufbau/Dichtheit 10 Jahre
Mobilitätsgarantie 2 Jahre
Preise
Grundpreis (mit Basismotor) 68.040 Euro
Testwagenpreis 85.040 Euro
* VK SB 300 Euro inkl. TK SB 150 Euro, jährliche Zahlweise Alle Angaben ohne Gewähr

Autor: Helene Schmidt

Fotos: Sven Krieger / AUTO BILD

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