Es gibt Orte, die haben einfach etwas Magisches. So wie Malibu, die Kleinstadt westlich der US-Metropole Los Angeles. TV-Star Thomas Gottschalk erholt sich dort vom Berühmtsein in Deutschland, die legendäre Sängerin Cher besitzt gleich mehrere Villen dort. Ist ja auch kein Wunder: Traumhaft schön liegt sie da, die 13.000-Seelen-Gemeinde, eingerahmt von den Santa Monica Mountains im Norden und dem Pazifik im Süden. Kein schlechter Name also, auch nicht für ein Wohnmobil. Unser Malibu T 410, ein Teilintegrierter mit quer eingebautem Doppelbett im Heck, startete im März 2016 bei uns – und zwar gleich mit einer Panne! Ein Sensor am Diesel-Partikelfilter hatte Feuchtigkeit abbekommen. Kein Malibu-Problem, eher eines von Fiat. Nach einem kurzen Stopp beim Autohaus Niehoff in Lüneburg lief der Dauertester wieder.
Lesen Sie auch: Malibu T 410 im Einzeltest

Der Malibu präsentiert sich als souveräner Reisepartner

Malibu T 410
Nordtour: Der Malibu war mehrmals in Skandinavien unterwegs. Hier legt er auf Fünen (Dänemark) eine Pause ein.
Seine erste Dienstreise führte ihn von Hamburg nach Wien. Hierbei erwies sich der Teilintegrierte nicht nur als angenehmer und zuverlässiger Kilometerfresser, sondern auch als idealer Stadtcamper mit geringem Platzbedarf. Danach folgten gleich mehrere Touren nach Dänemark und Schweden – inklusive Mittsommernacht an den Schären von Sankt Anna. Ein Traum! Aber auch der Süden hat seine Reize. Grafikerin Annika Fischbeck lenkte den Malibu ins herbstmilde Kroatien. Viele Fächer im Wohnbereich und die geräumige Garage unterm Bett fielen ihr schnell positiv auf, ebenso gute Übersicht und das souveräne Fahrverhalten. Ein Zwischenstopp im österreichischen Bischofshofen brachte Folgendes ans Licht: Zweimal auf den Sat-TV-Knopf gedrückt, und die Satellitenschüssel richtete sich auf Astra aus. Zunächst flimmerten nur die öffentlich-rechtlichen Programme über den Bildschirm, nach kurzer Suche dann auch die anderen – in toller Bildqualität und mit miesem Ton. Das war neben der schlechten Bedienbarkeit schon beim Pioneer-Radio im Fahrerhaus ein Problem. Eines der wenigen, die es mit dem Malibu gab.
Überblick: Alles zum Thema Wohnmobile

Centteile können ganz schön nerven

Malibu T 410
Nach der Tour geht es unter die Dusche. Herkömmliche Anlagen sind zu klein, also ab zur Lkw-Station.
Was aber wirklich nerven kann: Einige Schubladenverschlüsse halten schnellen Kurven nicht stand. Besonders der Besteckkasten ging immer mal wieder auf und musste mit Textilklebeband fixiert werden. Gleiches gilt für den Kleiderschrank, dessen Verschluss einfach nicht mehr einrasten wollte. Kaum wieder in heimischen Gefilden, brach der Malibu schon zur nächsten Tour auf. Diesmal stand ein Abstecher in die Niederlande auf dem Programm. Matthias Brügge kämpfte gleich beim ersten Übernachtungsstopp mit den Verdunkelungsjalousetten in der Fahrer- und Beifahrertür: Sie sind zu schwach dimensioniert, rutschen schnell aus ihrer Führung und müssen mühsam wieder eingefädelt werden. Außerdem knarzte die in die Türverkleidung eingepasste Halterung häufig. Viel mehr war nicht während dieses Dauertests – und das ist auch die Quintessenz bei diesem eigentlich gelungenen Wohnmobil: Centteile können ganz schön nerven! Ob in Malibu oder anderswo.


Fazit

Der Start war ruckelig, aber dann lief der Dauertest-Malibu gut 30.000 Kilometer wie ein Uhrwerk. Für ein reiselustiges Paar ist er dank kompakter Abmessungen, gutem Fahrverhalten und ordentlicher Zuladung genau der richtige Reisebegleiter. Im Detail könnte er aber ein besseres Finish vertragen.