Wohnmobil-Test Malibu Van 640 LE

Malibu Van 640 LE: Wohnmobil-Test

Zum Start ans Nordkap!

So viel Stress hatte kein Dauertester vor ihm. Gleich zu Testbeginn musste der neue Malibu Van 640 LE ans Ende Europas reisen.
Dass Redaktionsstress nichts mit dem normalen Alltag eines Wohnmobils zu tun hat, bekam der Malibu Van 640 LE gleich zu Beginn seiner Karriere als Dauertester von AUTO BILD REISEMOBIL zu spüren. Von der Endmontage machte er sich direkt auf den Weg nach Hamburg, von dort aus ging es ohne Unterbrechung weiter ans Nordkap. Nach einer Woche waren die ersten 5000 Kilometer geknackt, der Glanz des New­-Batic­Orange war da bereits einem Schmutzschleier aus Staub, Salz und Schnee gewichen.

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Das Navi von Pioneer kostet uns Nerven

Oft wittert das Navi einen Stau und sucht alternative Routen. Und das in Gegenden, in denen man oft über eine Stunde niemanden trifft.

Mit kräftigem Motor und handlicher Kastenform drängt sich der Malibu als Dauerläufer geradezu auf. Über Tausende Kilometer durchstreift er klaglos finnische Wälder, kämpft sich durch schwedischen Schnee und umrundet stoisch norwegische Fjorde, immer weiter gen Norden. Diese einfache Richtungsvorgabe erspart den Einsatz des nervigen Pioneer-­Navis. Adresseingabe funktioniert nur mit gezogener Handbremse, unterwegs wittert die lispelnde Damenstimme dauernd einen Stau und sucht alternative Routen. Und das in Gegenden, in denen es Anfang Mai oft über eine Stunde dauert, bis überhaupt wieder menschliches Leben auszumachen ist. Darüber hinaus fehlen vernünftige Drehregler für Zoom und Lautstärke.

Stärken Schwächen
Clevere Raumaufteilung Verschlüsse der Küchenschränke zu einfach
Größtes Bad seiner Klasse Pioneer-Navi nervt im Alltag
Große Reichweite dank 120-Liter-Tank (Aufpreis) Sonnenblenden nicht zur Seite schwenkbar
Trotz stattlicher Abmessungen gute Handlichkeit Zu wenige Handtuchhalter im Innenraum
Überblick: Alles zum Thema Wohnmobile

Die Reichweite von mehr als 1000 Kilometern gibt Freiheit

Die aufgeklebten Carthago-­Blenden der Luftausströmer spiegeln sich in der Windschutzscheibe, Fächer hakeln, und die mittlere Dachluke stellt sich ab Tempo 120 von allein auf. Dafür verwöhnt der Malibu in der edlen "Charming"­ Ausführung mit feinen Materialien. Alles ist stimmig komponiert, nichts wirkt aufgesetzt oder undezent. Noch wichtiger ist im hohen Norden, dass die 120 Liter Tankinhalt Reichweiten von mehr als 1000 Kilometern ermöglichen. Passend zum Malibu, der im Redaktionsalltag nicht kalt werden soll. So trat er, kaum wieder in Hamburg angekommen, die nächste Dienstreise an, nach Frankreich. Der Malibu ist eben wie der selige Käfer: Er läuft und läuft und läuft.

Wohnmobil-Test Malibu Van 640 LE

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Technische Daten: Malibu Van 640 LE
Motorisierung MultiJet II 150
Leistung 110 kW (150 PS) bei 3600/min
Hubraum 2287 cm3
Drehmoment 350 Nm bei 1500/min
Höchstgeschwindigkeit 155 km/h
Getriebe/Antrieb Sechsgang/Vorderrad
Tankinhalt/Kraftstoffsorte 120 l/Diesel
Länge/Breite/Höhe 6358/2050/2590 mm
Radstand/Bereifung 4035 mm/225/75 R 16 CP
Leergew. fahrbereit/Zuladung (Testmobil) 2815/685 kg
Anhängelast (gebremst/ungebremst) 2500/750 kg
Material Wand/Dach/Boden Stahlblech
Stärke Wand/Dach/Boden 24 mm/25 mm/28 mm
Isolierung Wand/Dach+Boden Polyurethan/Styrofoam
Liegefläche Heck links L x B 1810 x 1020 mm
Liegefläche Heck rechts L x B 1960 x 910 mm
Kühlschrankvolumen/Froster 75/8 l
Herd 2 Flammen
Bordbatterie 80 Ah Gel
Frisch-/Abwassertank 100/92 l
Gasvorrat/Heizung 2 x 11 kg/Truma Combi 6
Preis/Testwagenpreis ab 47.150 Euro/57.640 Euro
Testverbrauch 10,2 l D/100 km
Kilometerstand bei Testbeginn 830 km
Die Daten beziehen sich auf eigene Messungen und Werksangaben

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