Wohnmobil-Test: Im Malibu Van diversity geht es hoch hinaus
Ein Kastenwagen, vier Schlafplätze. Möglich wird's dank großem Aufstelldach, das bisher vor allem für Campervans typisch war. So macht sich der Van-Trend im neuen Malibu diversity.
Wieso ist da vorher niemand draufgekommen? Das war die erste Frage, die uns durch den Kopf ging, als Aufbauhersteller auf die Idee kamen, Kastenwagen mit Aufstelldach anzubieten. Was bei kleinen Campervans funktioniert, kann doch bei einem großen Van nicht verkehrt sein. Mittlerweile ist dieses Schlafkonzept der Trend bei ausgebauten Ducato, Sprinter und Co.
Bei Malibu ist das auf klappbare Dach mit zwei zusätzlichen Schlafplätzen als family-for-4 (3990 Euro) im Katalog zu finden. Für die Saison 2022 haben die Aulendorfer außerdem eine neue Linie mit dem Namen diversity entwickelt, die eine freie Blickachse und noch mehr cleveren Stauraum verspricht.
Vorteil Schlafdach: zwei Schlafplätze (1,35 Meter mal 2 Meter) mehr, ohne Platz im Wohnraum einzubüßen.
Bild: B. Hanselmann / AUTO BILD
Die kürzere Variante hat ein Quer- statt zwei Längsbetten
Das ist er: Mit 6,36 Meter Außenlänge der größte der beiden neuen diversity-Grundrisse. Die kürzere Variante misst sechs Meter und unterscheidet sich lediglich durch ein Quer- statt zwei Längsbetten im Heck. Kompliziert wird es wegen der zahlreichen Optionen in unserem Wohnmobil bei der Modellbezeichnung: Malibu Van family-for-4 GT skyview 640 LE K. Puh! Der kommt auf den ersten Blick mit dem klassischen und bewährten Grundriss aus Küchenzeile im Einstiegsbereich und Sitzgruppe und Bad auf der Fahrerseite daher. Plus zwei weiteren Schlafplätzen im großen Aufstelldach, das sich im vorderen Bereich komplett öffnen lässt. Das serienmäßige Interieur Cherry Classic ist typisch Malibu: Schrankfronten in hellem Holzdekor, gepaart mit weißen Elementen und einem Boden in Stäbchenoptik. Einer jungen Klientel wäre das Innendesign möglicherweise zu bieder, doch im Segment der Premiumkastenwagen, zu denen auch der Malibu Van diversity zählt, passt die klassische und unaufgeregte Optik gut ins Konzept.
Ablage und Erweiterung machen die Küche flexibel. Die Küchenschränke sind praktisch aufgeteilt und bieten viel Platz.
Bild: B. Hanselmann / AUTO BILD
Die Küche wächst zur XXL-Zeile
Was besonders auffällt: Die freie Blickachse durchs Fahrzeug. Erreicht wird dieser Effekt, indem der hohe Kleiderschrank nicht wie gewohnt Teil des Küchenblocks ist, sondern sich unter dem Fußteil des Bettes auf der Beifahrerseite versteckt. Eine Klappe mit Gasdruckfedern sorgt für eine komfortable Nutzung. Die Küche wächst dagegen zur XXL-Zeile an.
Technische Daten
Technische Daten
Motorisierung
MultiJet II 140
Leistung
103 kW (140 PS) bei 3600/min
Hubraum
2287 cm3
Drehmoment
350 Nm bei 1400/min
Höchstgeschwindigkeit
100 km/h (über 3,5 t)
Getriebe/Antrieb
Neunstufen-Automatik/Vorderrad
Tankinhalt/Kraftstoffsorte
75 l/Diesel
Länge/Breite/Höhe
6358/2050/2660 mm
Radstand – Bereifung
4035 mm – 225/75 R 16 C
Leergew. fahrbereit/Zuladung (Testmobil)
3076/924 kg
Anhängelast (gebremst/ungebremst)
2500/750 kg
Material Wand/Dach/Boden
Stahlblech
Liegefläche Dach L x B
2000 x 1350 mm
Liegefläche Heck L x B
2020 x 900/1890 x 1020 mm
Kühlschrank/inkl. Eisfach
84/6 l
Herd
2 Flammen
Bordbatterie
80 Ah
Frisch-/Abwassertank
v100/92 l
Gasvorrat/Heizung
2 x 11 kg/Truma Combi 4
Basispreis
52.050 Euro
Testwagenpreis
70.740 Euro
Über dem Kühlschrank befinden sich nun eine weitere Arbeitsfläche sowie ein flacher Schrank für noch mehr Stauraum. Auch im Badezimmer sind die Malibu-Entwickler kreativ geworden. Das Flexibad mit schwenkbarer Toilette und zweiteiliger Schiebewand ist zwar keine Neuentwicklung für den diversity, doch nach wie vor eine clevere und platzsparende Lösung.
Souverän und sehr leise unterwegs im Van diversity
Das hat er: Alles, was zum Campen nötig ist. Teuer wird es wie gewohnt bei den Extrawünschen im Ducato-Cockpit. Dazu gehören in unserem Fall das Automatikgetriebe (3790 Euro), die Auflastung (1290 Euro), 16-Zoll-Alufelgen (790 Euro), ein Multimediasystem (560 Euro), die Lackierung in Aluminiumgrau (990 Euro) sowie das Chassis-Paket samt Ladebooster, 90-Liter-Tank und Einparkhilfen im Heck (2290 Euro). Hinzu kommen das Aufbau-Paket (1140 Euro) und Bullaugen (490 Euro).
Der hochwertige Ausbau verhält sich während der Fahrt angenehm ruhig.
Bild: B. Hanselmann / AUTO BILD
So fährt er: Nicht nur so souverän, wie wir es vom 140-PS-Ducato (950 Euro) mit geschmeidiger Automatik gewohnt sind, sondern auch sehr, sehr leise. Das spricht für den hochwertigen Ausbau. Das 105 Kilo schwere Aufbaudach ist nur auf der Waage zu spüren. Allerdings fuhr unser Testwagen noch auf dem alten Serie-7-Italiener. Die finalen Serienfahrzeuge werden auf dem neuen Ducato an die Kunden ausgeliefert.
Bildergalerie
Malibu Van diversity im Wohnmobil-Test
Fazit
von
AUTO BILD
Malibu weiß einfach, wie man Kastenwagen-Fans glücklich macht: vorbildliche Qualität, geniale Lösungen, viel Ambiente und jede Menge Wohn- und Stauraum. Das hat natürlich seinen Preis. Doch so ist das eben mit High-End-Produkten.
Malibu Van diversity im Wohnmobil-Test
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Kastenwagen mit Aufstelldach: Dieses Schlafkonzept ist Trend bei ausgebauten Ducato, Sprinter und Co. Bei Malibu ist das auf klappbare Dach mit zwei zusätzlichen Schlafplätzen als family-for-4 im Katalog zu finden. Für die Saison 2022 haben die Aulendorfer außerdem eine neue Linie mit dem Namen diversity entwickelt.
Bild: B. Hanselmann / AUTO BILD
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Mit 6,36 Meter Außenlänge ist unser Testwagen der größte der beiden diversity-Grundrisse. Die kürzere Variante misst sechs Meter und unterscheidet sich lediglich durch ein Quer- statt zwei Längsbetten im Heck. Kompliziert wird es wegen der zahlreichen Optionen in unserem Wohnmobil bei der Modellbezeichnung: Malibu Van family-for-4 GT skyview 640 LE K. Puh!
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Auf den ersten Blick kommt unser Malibu mit dem klassischen und bewährten Grundriss aus Küchenzeile im Einstiegsbereich und Sitzgruppe und Bad auf der Fahrerseite daher. Was besonders auffällt: Die freie Blickachse durchs Fahrzeug. Erreicht wird dieser Effekt, indem der hohe Kleiderschrank nicht wie gewohnt Teil des Küchenblocks ist, ...
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... sondern sich unter dem Fußteil des Bettes auf der Beifahrerseite versteckt. Eine Klappe mit Gasdruckfedern sorgt für eine komfortable Nutzung.
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Das linke Bettteil wird ebenfalls per Gasdruckfedern hochgeklappt und gibt zusätzlichen Stauraum frei.
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Platz für Schuhe oder Kleinkram findet sich im Fach unter dem Tisch.
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Die Küche wächst zur XXL-Zeile an. Über dem Kühlschrank befinden sich nun eine weitere Arbeitsfläche sowie ein flacher Schrank für noch mehr Stauraum.
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Die Küchenschränke sind praktisch aufgeteilt und bieten viel Platz.
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Auch im Badezimmer sind die Malibu-Entwickler kreativ geworden. Das Flexibad mit schwenkbarer Toilette und zweiteiliger Schiebewand ist zwar keine Neuentwicklung für den diversity, doch nach wie vor eine clevere und platzsparende Lösung.
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Das große Plus sind die beiden weiteren Schlafplätze im großen Aufstelldach, das sich im vorderen Bereich komplett öffnen lässt.
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Die Einzelbetten im Heck ergeben im Kopfbereich eine gemeinsame Liegefläche.
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Die Schaltzentrale hat ihren Platz über dem Einstieg und wird von einer Klappe verdeckt.
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Das serienmäßige Interieur Cherry Classic ist typisch Malibu: Schrankfronten in hellem Holzdekor, gepaart mit weißen Elementen und einem Boden in Stäbchenoptik. An Bord ist alles, was zum Campen nötig ist. Teuer wird es wie gewohnt bei den Extrawünschen im Ducato-Cockpit.
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Große Heckgarage und guter Zugang zu den beiden Gasflaschen.
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Ahoi! Die Bullaugenfenster auf beiden Seiten (490 Euro) sind ein Eyecatcher. Auf der Straße verhält sich der Malibu so souverän, ...
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... wie wir es vom 140-PS-Ducato (950 Euro) mit geschmeidiger Automatik gewohnt sind. Und dazu auch sehr leise. Das spricht für den hochwertigen Ausbau. Das 105 Kilo schwere Aufbaudach ist nur auf der Waage zu spüren. Allerdings fuhr unser Testwagen noch auf dem alten Serie-7-Italiener. Die Serienfahrzeuge werden auf dem neuen Ducato ausgeliefert.
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Fazit: Malibu weiß einfach, wie man Kastenwagen-Fans glücklich macht: vorbildliche Qualität, geniale Lösungen, viel Ambiente und jede Menge Wohn- und Stauraum. Das hat natürlich seinen Preis. Doch so ist das eben mit High-End-Produkten. Urteil: 4,5 von fünf Punkten.