Es gab eine Zeit, da hatten Autos eine Aufgabe. Die höheren Fahrzeugklassen boten Platz und Komfort auf Reisen, die Kompaktklasse und die Kleinwagen galten als bezahlbare und vielseitige Alltagshelfer. Darunter markierten die Kleinstwagen bzw. Minis das automobile Basisangebot – sparsam, ohne Schnickschnack und wendig in der Stadt.
Doch die Kleinstwagen machen sich rar; ihre Vertreter könnten in Zukunft zu gesuchten Pretiosen werden.
Hyundai i10
Der Hyundai i10 kommt auf 63 PS.
Bild: Hyundai
Denn die Maxime Faszination durch Funktion trat in den letzten Jahren zunehmend in den Hintergrund, der Trend zur Repräsentation in den Vordergrund – mit all seinen crossoverversuvten Spielarten, die den Autoherstellern oft fette Renditen bescheren. Auf der Strecke blieben nutzwertige Modelle wie Opel Adam und Karl, Ford Ka und Ka+, Smart fortwo und forfour oder der VW Up.

6,5 Prozent weniger Minis als im Vorjahr

Wer in dieser Klasse ein Auto sucht, wird sich in Zukunft also noch mehr auf dem Gebrauchtwagenmarkt umsehen müssen. Allerdings ging mangels Nachschub auch da das Angebot zurück. Auf mobile.de, mit 1,4 Millionen Inseraten Deutschlands größter Fahrzeugmarkt, wurden Anfang 2025 knapp 62.000 Minis angeboten, 6,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Rund jeder zehnte Kleinstwagen fährt elektrisch, hier sank die Zahl der Inserate gar um mehr als ein Viertel.
Lichtblick: Bei einigen jüngeren Modellen gibt es jetzt mehr Auswahl, dazu zählen etwa der Fiat Panda (ab 2020), der Hyundai i10 (ab 2020) und der aktualisierte Kia Picanto (ab 2024). Durchschnittlich 9905 Euro kostete Anfang 2025 ein Mini als Verbrenner, 15.344 Euro als Stromer – 14,1 Prozent weniger als vor einem Jahr. Auch das ist eine gute Nachricht.