Wegen dichten Schneetreibens ist es auf der A45 nahe Münzenberg zu einer Serie von schweren Unfällen gekommen. Es gibt dutzende Verletzte, die Autobahn gleicht einem Trümmerfeld.

Massenkarambolage auf der A45

Unfallserie mit mehr als hundert Autos

Bei dichtem Schneetreiben ist es auf der A45 in Hessen zu einem Massenunfall gekommen. Es gibt dutzende Verletzte, die Autobahn gleicht einem Trümmerfeld.
(dpa) In dichtem Schneetreiben sind in Mittelhessen mehrere Dutzend Autos und Lastwagen zusammengestoßen. Menschen kamen auf der Autobahn 45 nahe Münzenberg (Wetteraukreis) nicht ums Leben. Es wurden jedoch zahlreiche Autofahrer verletzt. Die Polizei sprach zunächst von einer Massenkarambolage, allerdings scheint es sich eher um eine Serie von mehreren schweren einzelnen Unfällen zu handeln. Die Autobahn glich einem Trümmerfeld.

ADAC-Tipps: Sicher fahren bei Eis und Schnee

Abstand

Ein deutlich vergrößerter Abstand zum Vordermann und verringertes Tempo sind die wichtigsten Verhaltensregeln, um bei schlechter Sicht und Fahrbahnglätte Auffahrunfälle zu verhindern. Bei normalen Straßenverhältnissen wird der richtige Abstand nach der Formel "halber Tacho" berechnet. Als Anhaltspunkte können die Leitpfosten am Fahrbahnrand dienen, die im Abstand von 50 Metern aufgestellt sind. Bei schlechter Sicht oder Glätte muss die Distanz deutlich verringert werden.

Sicht

Für eine gute Sicht müssen alle Scheiben und auch die Außenspiegel von Eis und Schnee befreit werden. Bei Schneefall sollte immer das Abblendlicht eingeschaltet werden, notfalls auch die Nebelscheinwerfer. Nebelschlussleuchten dürfen jedoch nur bei Sichtweiten von weniger als 50 Meter benutzt werden. Beträgt die Sichtweite weniger als 50 Meter, darf auch nicht schneller als 50 km/h gefahren werden. Bei starken Schneefällen sollten Autofahrer rechtzeitig einen Parkplatz ansteuern.

Schnee- und Eisglätte

Mit Schnee- und Eisglätte muss vor allem auf Brücken gerechnet werden. Besondere Vorsicht ist außerdem beim Fahrbahnwechsel geboten, wenn sich zwischen den Fahrstreifen ein Matschstreifen gebildet hat.

Zum Zeitpunkt der Unfallserie war die Fahrbahn spiegelglatt.

In ersten Schätzungen ging die Polizei von mehr als hundert beteiligten Wagen aus, genaue Angaben sind wegen der Weitläufigkeit der Unfallstelle aber noch nicht möglich.  Auch für die Rettungskräfte war es schwer, mit den Wagen zu den betroffenen Autofahrern durchzukommen, viele Sanitäter waren zum Teil zu Fuß zu den Autowracks unterwegs. "Bei den Patienten waren wir schnell. Das Material herbeizuschaffen, war dagegen schwieriger", sagte der leitende Notarzt am Unfallort. In beheizten Zelten sollten die Unfallopfer zunächst versorgt werden.

Sandsturm als Ursache: Massenunfall auf der A19 (April 2011)

"Während der Unfallserie herrschte starkes Schneetreiben, die Straße war spiegelglatt", sagte ein Polizeisprecher zu den möglichen Gründen für die Unfallserie. Die Sicht war zudem äußerst schlecht. Die Autos und Lastwagen seien auf der A45 in Fahrtrichtung Hanau zusammengestoßen, hieß es weiter. Die Unfallstelle liegt zwischen den Ausfahrten Wölfersheim und Florstadt.

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