Mazda 323F (1990) im Neuzustand bei eBay zu verkaufen
34 Jahre alte Mazda-Zeitkapsel steht zum Verkauf

Bild: AUTO BILD Montage ebay.de/cady_fat_cat
Klappscheinwerfer, coupéartige Silhouette und fünf Sitzplätze: Der Mazda 323F ist auf deutschen Straßen ein Exot und unterschätzter Alltags-Klassiker. In Polen wird momentan ein ganz besonderes Exemplar angeboten, das noch nie zugelassen war!
1989 präsentierte Mazda die vierte Generation des 323. Das Besondere: Erstmals wurde neben der bewährten Schrägheck-Version der 323F angeboten – eine sportliche Version, die wie ein Coupé wirkt, jedoch ein Fünftürer ist. In Deutschland kam der mit Klappscheinwerfern ausgestattete 323F gut an, ist über die Jahre aber mehr und mehr aus dem Straßenbild verschwunden.
Wer auf der Suche nach einem zuverlässigen Alltagsklassiker ist, oder daheim bereits eine ansehnliche Mazda-Sammlung hat, der sollte sich folgendes Angebot genauer anschauen: In Polen steht ein praktisch brandneuer 323F zum Verkauf, der aus dem Nachlass von Heinz Macchi stammt.
Der Schweizer Autoimporteur sammelte über Jahrzehnte insgesamt 240 Autos, von denen sich über 100 im Neuzustand befanden. Nach Macchis Tod wurden die Autos 2015 versteigert. Damals ging ein Großteil der Zeitkapseln an den polnischen Händler Klasyka Gatunku, der die Autos mutmaßlich für 1000 bis 2000 Schweizer Franken pro Stück erwarb. (Die ganze Geschichte zu den Autos von Heinz Macchi.)

90er-Jahre-Kult: Klappscheinwerfer sind heute leider nicht mehr zulassungsfähig. Beim 323F wurden sie auch Schlafaugen genannt.
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Besonders begehrte und seltene Fahrzeuge wie ein Saab 90 mit gerade mal 500 Kilometern fanden schnell einen neuen Besitzer, bei anderen Modellen dauerte es länger. Und auch Jahre später tauchen immer wieder Autos aus dem Nachlass von Heinz Macchi auf. So wie dieser hellblaue Mazda 323F aus dem Jahr 1990, der aktuell im polnischen Krakau angeboten wird.
Nur 630 Kilometer auf dem Tacho
Der Mazda hat nur sage und schreibe 630 Kilometer auf dem Tacho und war noch nie zugelassen. Um dieses Problem zu umgehen, bietet der Verkäufer an, den Japaner in Polen als Oldtimer zuzulassen.

Der Mazda steht noch auf den originalen Reifen der Auslieferung. Sollte der neue Besitzer planen, den 323F zu fahren, müssten diese auf jeden Fall getauscht werden.
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Auf den Fotos macht der Kompakte mit den Schlafaugen genannten Klappscheinwerfern einen phänomenalen Eindruck. Lack und Anbauteile sind in perfektem Zustand. Das gilt auch für den Innenraum – inklusive der stylishen blauen Velours-Ausstattung.
Laut Beschreibung wurde der Mazda in den letzten 34 Jahren immer in einer Halle oder Garage geparkt und stand nie draußen. Daher ist es wenig verwunderlich, dass keinerlei Beschädigungen oder Gebrauchsspuren zu erkennen sind. Rost ist auch kein Thema.

Die blaue Velours-Ausstattung sieht nicht nur aus wie neu, sie ist auch praktisch unbenutzt. Ein Radio besitzt der 323F nicht.
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Lediglich der Wartungszustand sollte bei ernsthaftem Interesse erfragt werden, denn darüber verliert der Verkäufer im Inserat kein Wort. Sollte der 323F nicht in eine Sammlung gehen, sondern von seinem zukünftigen Besitzer gefahren werden, muss sicherlich in die Technik investiert werden. Der 1,8-Liter-16V leistet 103 PS und überträgt diese per Fünfgang-Handschaltung an die Vorderräder.
So viel sollte der Mazda kosten
Zu den Features des 323F gehören neben der Velours-Ausstattung ein elektrisches Schiebedach und Servolenkung. 1989 lag der Basispreis des 323F in Deutschland bei 22.950 DM, dieser neuwertige 323F soll aktuell 17.950 Euro kosten.
Viel Geld für einen 323F, aber immer noch über 10.000 Euro weniger, als ein neuer Mazda3 (ab 28.140 Euro) kosten soll. Und cooler ist so ein 323F allemal – nicht nur, weil er seine Rückleuchten später dem Aston Martin DB7 spendete.
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