Kompromisse machen klingt erst mal nicht sehr sexy, eher so nach halben Sachen. Dabei ist es oft genau das Gegenteil, nämlich das Beste herausholen aus begrenzten Möglichkeiten und sich widersprechenden Interessen. Eine Kunst, die zum Beispiel auch der Mazda CX-30 beherrscht. Das beginnt schon beim Format. Der 4,40 Meter lange Japaner besitzt eine interessante Zwischengröße, ist kein unparkbares Riesenschiff und lässt sich flüssig auch in dichtem Verkehr bewegen.
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Das Platzangebot passt trotzdem, zumindest vorn. Die Sitzposition lässt sich gut einstellen, das Lenkrad schön weit rausziehen. Auf der Rückbank fehlt Erwachsenen dann aber Beinfreiheit, über 1,80 Meter wird es ungemütlich. Und auch der Kofferraum ist mit 422 bis 1406 Litern nicht wirklich riesig, erfordert im Urlaub schon mal – richtig: Kompromisse. Mit leichtem Gasfuß schnurren die 186 PS des sowohl per Kompression als auch mit Kerzen gezündeten Benziners entspannt vor sich hin. Wer es eilig hat, der muss den Motor allerdings ordentlich hochdrehen. Dann wird der 2,0-Liter Sauger laut – und durstig. Angenehm: Unser Allrad-Modell kennt Traktionsprobleme dank effektiver Kraftverteilung auf alle vier Räder nur vom Hörensagen. Einen weiteren Pluspunkt verdient das adaptive Fernlicht, das dunkle Landstraßen vorbildlich ausleuchtet.
Mazda CX-30
Das Cockpit mit echten Tasten für wichtige Funktionen.

Der Mazda CX-30 im AUTO BILD-Dauertest

Dauertest-Start: 24. September 2021
Preis des Testwagens mit Extras: 39.850 Euro
Bisher gefahren: 5230 km
Testverbrauch: 7,9 l S/100 km
Top: Sehr vernünftige Größe, bei zurückhaltender Fahrweise angenehmer Motor, Lenkung knackig.
Nicht so gut: Auf der Autobahn ziemlich laut, Verkehrszeichenerkennung nicht besonders zuverlässig.
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