Ein Ferrari 250 GTO ist für die meisten Menschen völlig unerreichbar. Nicht nur, weil von dem Sportwagen insgesamt nur 36 Exemplare gebaut wurden, sondern auch wegen des heutigen Fahrzeugwerts: Bei einer Versteigerung vor rund drei Jahren erzielte ein 250 GTO eine Rekordsumme von 51,7 Millionen Euro.
Es gibt aber auch Ausnahmen: Dieses besondere Exemplar könnte Ferrari-Charme für deutlich weniger Geld versprühen!

Karosserie-Umbau statt Bodykit

Unter dem besonderen Blechkleid steckt ein Mazda MX-5 von 2017, der aufwendig zu einer 250-GTO-Hommage umgebaut wurde und jetzt zum Verkauf steht. Verantwortlich für den Umbau ist Darrin Wood von Modern Custom Classics im US-Bundesstaat Alabama.
Mazda MX-5 im Ferrari 250 GTO-Look
Auch das Heck ist an den Ferrari 250 GTO angelehnt, die präsente Vierrohr-Abgasanlage fehlt aber.
Bild: Mecum Auctions
Ein einfacher Bodykit-Umbau ist der MX-5 allerdings nicht. Große Teile der neuen Karosserie wurden eigens aus Carbon gefertigt. Dazu gehören unter anderem Front und Heck, hintere Seitenteile, Türverkleidungen und der Kofferraumdeckel.
Mazda MX-5 im Ferrari 250 GTO-Look
Nix Ferrari: Unter der Haube arbeitet kein V12, sondern der Mazda-Vierzylinder mit zwei Liter Hubraum und 160 PS.
Bild: Mecum Auctions
Das Design orientiert sich unverkennbar am Ferrari 250 GTO. Ausgestellte Kotflügel, seitliche Luftöffnungen, klassische Speichenrad-Optik und vier runde Rückleuchten sollen Erinnerungen an den berühmten Italiener wecken. Eine perfekte Kopie will der Mazda allerdings nicht sein – Proportionen, Windschutzscheibe und Dachlinie lassen die MX-5-Basis weiterhin erkennen.
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Besonders clever: Trotz der umfangreichen Umbauten bleibt das elektrisch versenkbare Hardtop des MX-5 RF voll funktionsfähig. Unter der Haube gibt es keine Ferrari-Experimente, hier arbeitet weiterhin Mazdas 2,0-Liter-Skyactiv-G-Vierzylinder. Geschaltet wird klassisch per manuellem Sechsganggetriebe, eine Borla-Abgasanlage soll für etwas mehr Klang sorgen.
Mazda MX-5 im Ferrari 250 GTO-Look
Im Innenraum wartet Mazda-Komfort mit Navigation und Bluetooth. Und natürlich die MX-5-Sitze.
Bild: Mecum Auctions
Der große Vorteil gegenüber einem echten Oldtimer: Der falsche Ferrari bietet den Komfort eines modernen MX-5. Klimaanlage, Navigation, Bluetooth, Rückfahrkamera sowie ABS, ESP und Airbags bleiben erhalten.

Ferrari-Look mit MX-5-Alltagstauglichkeit

Genau das macht den Umbau interessant. Während ein echter 250 GTO zu den wertvollsten Autos der Welt gehört, lässt sich dieser Japaner ohne Millionenbudget und vermutlich deutlich entspannter bewegen.
Mazda MX-5 im Ferrari 250 GTO-Look
Trotz der deutlich kürzeren Fahrzeuglänge des MX-5 sind die Proportionen sehr gelungen.
Bild: Mecum Auctions
Natürlich wird aus einem MX-5 durch eine Carbon-Karosserie noch kein echter Ferrari. Doch genau das scheint auch nicht der Anspruch zu sein. Statt einer möglichst exakten Replika entstand eine eigenständige Hommage mit klassischer Optik und moderner Technik.
Jetzt soll der ungewöhnliche Mazda Ende September 2026 bei einer Mecum-Auktion in Nashville einen neuen Besitzer finden. Einen Startpreis nennt die Auktionsseite nicht. Wie viel das Ferrari-Feeling den Bietern wert ist, wird sich dort zeigen.