Mazda2 (2015): Fahrbericht
Neuer Mazda2 streckt sich gewaltig

Im Februar 2015 kommt der neue Mazda2 nach Deutschland – mit scharfen Kanten, reduziertem Innenraum sowie kräftigen und sparsamen Motoren. Fahrbericht!
- Tomas Hirschberger
Wenn ein Underdog wie Mazda, der jahrelang gegen den Abstieg spielte, plötzlich Siege in Serie einfährt, attestiert man Trainer und Managern gemeinhin einen guten Job gemacht zu haben. Tatsächlich hatten die Japaner in den letzten zwei Jahren ein glückliches Händchen bei der Erneuerung ihrer Truppe. Ob CX-5, Sechser oder Mazda3 – alle Neuverpflichtungen schlugen ein. Mit einem Zulassungsplus von über 20 Prozent zählt der 1. FC Mazda in Deutschland zweifellos zu den Aufsteigern der Saison. Jetzt macht sich mit dem Mazda2 ein weiterer Hoffnungsträger warm, um ab dem 27. Februar 2015 auch die Großen unter den Kleinwagen zu ärgern.
Video: Mazda2 (2015)
Ein kleiner ganz groß
Preise: Das kostet der neue Mazda2

Moderne Gestaltung im Cockpit: reduzierte Instrumente und ein optionales Sieben-Zoll-Display.
Bild: Werk
Der 115-PS-Benziner hat Spaß an der Bewegung

In der Seitenansicht erinnert der neue Mazda2 an seine Vorgänger, wirkt aber deutlich dynamischer.
Bild: Werk
220 deftige Newtonmeter Drehmoment im Diesel
Noch besser gefällt allerdings der völlig neue, extrem niedrig verdichtete 1,5-Liter-Diesel (ab 17.290 Euro) in Runde zwei. Er liefert seine 105 PS, vor allem aber sein deftiges Drehmoment (220 Newtonmeter) ein stückweit unaufgeregter ab, kommt einem sogar leiser vor als der Benzindirekteinspritzer und soll laut Mazda im Mittel nur 3,4 Liter verbrauchen. Auch hat man das Gefühl, dass die Federung des Dieselmodells etwas verständnisvoller mit Platzfehlern umgeht.Wo verdribbelt sich denn nun das junge Talent? Okay, die vorderen Sitze sind nichts für Brechertypen und stabile Abwehrrecken. Dafür sind sie zu klein und geben im oberen Lehnenbereich nur wenig Seitenführung. Auch das Platzangebot auf der Rückbank kommt eher filigranen Spielmachern entgegen und die hohe Ladekante eignet sich trefflich fürs Training der Rückenmuskulatur. Ansonsten steht einer erfolgreichen Karriere eigentlich wenig entgegen. Ob es bereits für die Champions-League reicht, werden die ersten Testspiele gegen die Konkurrenz zeigen. Aber eines steht heute schon fest: Unterschätzen wird den einstigen Underdog jetzt wahrscheinlich keiner mehr.
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