Mega-Rückruf bei Mini: 39.000 Fahrzeuge betroffen
Brandgefahr beim Mini Cooper SE (F56 BEV)

Bild: Tom Salt / AUTO BILD
Sie besitzen einen vollelektrischen Mini Cooper SE? Dann sind Sie von einem Mega-Rückruf betroffen.
Denn wie ein Mini-Sprecher der BILD bestätigte, besteht bei den Modellen Brandgefahr. Der komplette Produktions-Zyklus der ersten Generation vom Zeitraum November 2018 bis Januar 2024 ist demnach betroffen. Das sind 39.000 Kunden in Deutschland, weltweit insgesamt rund 150.000.
Deutliche Warnungen, dass es wichtig ist, den Wagen zurückzugeben, gibt es bereits: Zwei Fahrzeuge – eines in den USA und eines in Deutschland – sind bereits in Flammen aufgegangen.
Isolationsfehler durch Feuchtigkeit
Mini warnt, "dass bei den potenziell betroffenen Fahrzeugen das Gehäuse der Hochvolt-Batterie möglicherweise eine Undichtigkeit aufweisen kann. Dies kann dazu führen, dass möglicherweise Feuchtigkeit in die Batterie eindringt und einen Isolationsfehler auslöst".
Der Fahrer wird im Fall der Fälle durch eine Nachricht im Cockpit auf den Fehler aufmerksam gemacht. "Weiterfahrt möglich. Hochvolt-System", lautet die Fehlermeldung.
Die Hochvolt-Batterie könne sich auch während der Fahrt abschalten und das Fahrzeug langsam ausrollen, heißt es weiter: "Ein Fahrzeugbrand, auch beim abgestellten Fahrzeug, kann nicht ausgeschlossen werden."
Software-Update soll das Problem lösen
BMW will das Problem mit einer Software-Update lösen. Mit einer Diagnosefunktion werden Isolationsfehler im Hochvoltsystem erkannt und die Batterie anschließend auf unter 30 Prozent entladen, sodass ein Brand nicht möglich ist.
In diesem Zusammenhang werden die Kunden benachrichtigt, entweder direkt oder durch eine Nachricht in ihrem Fahrzeug, und sollten umgehend ihren Mini Service Partner aufsuchen.
Dies gilt auch, wenn die oben genannte Fehlermeldung im Display erscheint. Erkennt das System einen Isolationsfehler, wird die Werkstatt den Fall sorgfältig prüfen und das betroffene Bauteil bei Bedarf austauschen.
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