Mercedes 200 W 123 mit V8: Gebrauchtwagenangebot
Mercedes W 123 mit dickem V8 zu verkaufen

Statt der serienmäßigen 109 leistet dieser W 123 mit 5,0-Liter-V8 jetzt 245 PS. Verkauft wird der Umbau mit H-Zulassung. Das soll er kosten!
Bild: PS Automobile - Schmidt
Es war einmal ein schlichter Mercedes 200. Die unscheinbare Limousine der Baureihe 123 steht bis heute für grundsolide und langlebige Technik. Wofür so ein Hundertdreiundzwanziger eher nicht steht, ist Power. Doch wie heißt es so schön? Ausnahmen bestätigen die Regel!
Ein perfektes Beispiel ist der vom Händler PS Automobile - Schmidt aus der Nähe von Duisburg angebotene W 123. Auf den ersten Blick könnte man fälschlicherweise denken, dass hier einer der Vorbesitzer mit Frontspoiler, Seitenschweller, einer kleinen Abrisskante auf dem Heckdeckel und den goldenen Kreuzspeichenfelgen lediglich optisches Tuning betrieben hat, doch der Blick unter die Haube verrät: Diese Limo hat es in sich!
Aus 109 wurden 245 PS
Ab Werk gab es den W 123 mit Vier-, Fünf- und Sechszylindermotoren. Die maximale Leistung im 280 lag bei 185 PS. Einem der Vorbesitzer dieses weißen 123er aus dem Baujahr 1984 war das aber nicht genug – und so ließ er seine einst biedere Limousine zum Power-Benz umbauen. Der 2,0-Liter-Vierzylinder (M 102) flog raus und wurde kurzerhand durch den bewährten 5,0-Liter-V8, Codename M 117, ersetzt. Mutmaßlich handelt es sich hierbei um die Version ohne Kat, sodass aus den einst überschaubaren 109 nach dem Motortausch amtliche 245 PS wurden.

Platz ist in der kleinsten Hütte: Der großvolumige V8 passt locker in den Motorraum des 123er.
Bild: PS Automobile - Schmidt
Anhand der Fotos würde man im Übrigen nicht glauben, dass der V8 nachträglich implantiert wurde, denn der Motorraum des W 123 wirkt nicht überladen. Doch mit dem reinen Tausch war es natürlich nicht getan – und so wurden auch Fahrwerk, Bremsen und Automatikgetriebe modifiziert oder getauscht. Leider werden im Inseratstext keine näheren Details genannt.
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Damit der Innenraum der dezent sportlichen Optik in nichts nachsteht, wurden stark ausgeformte Recarositze in Stoff-/Leder-Kombination und ein Sportlenkrad nachgerüstet. Leider wird kein aktueller Kilometerstand angegeben, was sicherlich auf den Umbau zurückzuführen ist. Wer genau hinschaut, erkennt im Tacho aber offenbar eine Laufleistung von gut 171.000.

Der W 123 fällt allein schon aufgrund der goldenen Kreuzspeichenfelgen und den Anbauteilen auf.
Bild: PS Automobile - Schmidt
Das soll der W 123 kosten
Das Highlight des, wenn man so möchte, Vorreiter eines Restomods, aber dürfte in jedem Fall sein, dass der Umbau vollständig vom TÜV abgenommen und sogar mit einem H-Kennzeichen versehen wurde. Also alles chico? Bleibt nur noch die Frage nach dem Preis – und der fällt tatsächlich überraschend moderat aus: 19.499 Euro soll der W 123 mit dickem V8 kosten. Der Händler weist aber explizit darauf hin, dass es sich hierbei um einen Festpreis handelt.
Ein Preisvergleich ist bei einem so speziellen Auto natürlich keine einfache Sache, aber vor knapp zwei Jahren wurde im AUTO BILD-Gebrauchtwagenmarkt schon mal ein W 123 mit M-117-Motor angeboten, und der sollte seinerzeit 49.990 Euro kosten.
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