Mercedes 300 CE-24 AMG Widebody (1989) zu verkaufen
Mercedes C 124 AMG Widebody könnte richtig teuer werden

In den USA wird ein Mercedes 300 CE-24 AMG mit Widebodykit in einer sehr seltenen Farbkombination versteigert. Knackt der AMG die 200.000-Euro-Marke?
Bild: Broad Arrow Group, Inc.
Frühe AMG-Modelle haben unter Sammlern einen echten Hype ausgelöst. Für bestimmte Modelle werden zum Teil astronomische Preise gezahlt. Auch für diesen seltenen Mercedes 300 CE-24 AMG Widebody in auffälliger Farbkombination?
In den letzten Jahren kannten die Preise der sogenannten Pre-Merger-AMG-Modelle nur eine Richtung: nach oben! Als Pre-Merger werden die Autos bezeichnet, die vor dem Zusammenschluss von Mercedes und AMG gebaut wurden. Autos, die das Werk als gewöhnliche Mercedes verließen und anschließend in Affalterbach die AMG-Behandlung nach dem Rezept von Hans Werner Aufrecht und Erhard Melcher spendiert bekamen.
Dabei ist die Baureihe mittlerweile fast schon zweitrangig, egal ob 126, 190 oder 124 – originale, zeitgenössische AMG-Autos (keine, die irgendwann in den 2000er-Jahren mit AMG-Teilen modifiziert wurden) sind mittlerweile zu echten Sammlerstücken avanciert. Vor allem US-Kunden sind bereit, teils extreme Preise für frühe AMGs zu zahlen!

Mittlerweile sind frühe AMG-Modelle zu echten Sammlerstücken geworden. Vor allem in den USA sind sie begehrt.
Bild: Broad Arrow Group, Inc.
Daher ist es wenig überraschend, dass der aktuelle Besitzer dieses Mercedes 300 CE-24 AMG Widebody das auffällige Coupé zwar in den Vereinten Arabischen Emiraten bei einem Spezialisten restaurieren ließ, es anschließend jedoch in die USA exportierte, wo es Anfang März 2024 im Rahmen der Amelia Auction vom Auktionshaus Broad Arrow Auctions versteigert wird.
Originales AMG-Bodykit
1989 wurde der Mercedes 300 CE-24 im Serienzustand nach Japan ausgeliefert. Doch schon nach kurzer Zeit wollte der Erstbesitzer mehr. Mit nur rund 1300 Kilometern auf dem Tacho wurde der elegante C 124 von AMG Japan transformiert. Das Coupé in der Unifarbe Signalrot (Farbcode 568) bekam das komplette Optik-Paket, bestehend aus Widebodykit mit ausgestellten Radhäusern, AMG-Schürzen, eckiger Doppelauspuffblende, Spoilerlippe und den dreiteiligen AMG Aero-III-Felgen in 17-Zoll, die alleine heutzutage ein kleines Vermögen wert sind.

Das Widebodykit wurde kurz nach der Auslieferung bei AMG Japan installiert und macht aus einem gewöhnlichen C 124 einen echten Ballermann.
Bild: Broad Arrow Group, Inc.
Die Leistung passt allerdings nicht ganz zur brutalen Optik, denn motorenseitig blieb alles beim Alten. Unter der Haube verrichtet der serienmäßige Reihensechszylinder (M 104) mit 220 PS und 265 Nm seinen Dienst. Es gab zu dieser Zeit bei AMG auch die Möglichkeit, einen größeren Motor für den 124er zu bestellen. So implantierte man in Affalterbach tatsächlich den 5,0-Liter-V8 (M 119) aus dem SL, der auf Wunsch auch auf 6,0-Liter aufgebohrt wurde. Grundsätzlich war fast alles möglich, solange die Kunden genügend Geld auf den Tisch legten.
Spektakulärer Innenraum
Gleiches galt auch für den Innenraum, wo das Coupé dann wieder die AMG-Behandlung spendiert bekam. Dazu zählen elektrisch verstellbare Recarositze (Idealsitz C 81) in beigefarbenem Leder mit roten Kedern, AMG-Pedalaufsätze und weiße AMG-Instrumente mit einer Tachoskala bis 300 km/h. Das Highlight im Interieur ist das originale Vierspeichen-AMG-Lenkrad in rotem Leder, das farblich auf die Lenksäulenverkleidung und die Armaturenbrettoberseite abgestimmt ist.

Auffälliger geht es kaum: Der Innenraum ist eine Symbiose aus beigem/rotem Leder.
Bild: Broad Arrow Group, Inc.
Auf den Fotos präsentiert sich das Interieur in beige/rotem Zweiklang in einem makellosen Zustand. Erst recht, wenn man bedenkt, dass der AMG 35 Jahre alt ist und immerhin über 50.000 Kilometer auf dem Tacho hat.

Sieht aus wie neu, ist praktisch auch neu: In Vorbereitung auf die Auktion wurde der AMG restauriert.
Bild: Broad Arrow Group, Inc.
Der hervorragende Eindruck rührt natürlich von der Restaurierung des Mercedes-Spezialisten in den Vereinigten Arabischen Emiraten her. Neben einer Lackierung im Farbton Signalrot (Farbcode 568) wurde dabei auch das gesamte Interieur neu beledert.
Der Schätzpreis hat es in sich
In diesem Zustand und der seltenen Farbkombination dürfte der 300 CE-24 AMG Widebody für Sammler aus der ganzen Welt interessant sein. Die müssen allerdings tiefe Taschen haben, denn den Schätzpreis gibt das Auktionshaus mit umgerechnet 160.000 bis 185.000 Euro (175.000 bis 200.000 US-Dollar) an.
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