Auf der Autobahn wird man künftig Mercedes-Limousinen begegnen, die mit türkisem Licht mysteriös leuchten. Was hat es mit diesen Fahrzeugen auf sich? Alle Infos!
Mercedes hat der Palette der Leuchten am Auto eine neue Farbe hinzugefügt: Künftig können einem auf deutschen Straßen nicht nur Autos begegnen, die weiß, rot oder orange leuchten, sondern auch türkis! Was hat es mit dieser mysteriösen Leuchtfarbe auf sich?
Die Lösung: Autos mit türkis strahlenden Begrenzungsleuchten weisen darauf hin, dass das Fahrzeug autonom unterwegs ist. Mercedes möchte diese Farbe als Kennzeichen für autonom fahrende Autos etablieren. Nun hat das Regierungspräsidium Stuttgart als erste deutsche Behörde auf Betreiben des Premiumherstellers die Farbe Türkis für Begrenzungsleuchten in Deutschland zugelassen.
Elektronische Parkscheiben im Vergleich
Needit
Park Micro Solar
Ooono
Elektronische Parkscheibe P-DISC NO1
Achilles
Parkwächter AD293 schwarz
Needit
Park Lite
Needit
Park Micro
Needit
Park Lite One
Achilles
Parkwächter V1
Needit
Park Mini
dnt
ParkScreen
Testnote
Testnote
1,7
gut
1,9
gut
1,9
gut
2,0
gut
2,1
gut
2,3
gut
2,5
befriedigend
2,6
befriedigend
2,7
befriedigend
Ablesbarkeit (Tag / Dämmerung)
Ablesbarkeit (Tag / Dämmerung)
sehr gut / sehr gut
sehr gut / gut
gut / gut
gut / etwas eingeschränkt
sehr gut / gut
sehr gut / gut
gut / gut
etwas eingeschränkt / eingeschränkt
etwas eingeschränkt / sehr eingeschränkt
Stromversorgung
Stromversorgung
Solar
Batterie
Batterie
Batterie
Batterie
Batterie
Batterie
Batterie
Batterie
Montage / Demontage
Montage / Demontage
sehr einfach / sehr einfach
sehr einfach / sehr einfach
einfach / einfach
sehr einfach / einfach
sehr einfach / sehr einfach
einfach / etwas umständlich
umständlich / sehr einfach
sehr einfach / sehr einfach
sehr einfach / sehr einfach
Weitere Spezifikationen
Abmessung
etwas groß (6,5 x 8 und 1 cm Tiefe)
klein (5,5 cm Ø und 1 cm Tiefe)
sehr groß (11 x 7 und 3,5 cm Tiefe)
sehr groß 10 x 7,6 x 1,8
klein (8 x 4,5 und 0,8 cm Tiefe)
sehr groß (10 cm Ø und 2 cm Tiefe)
groß (10,5 x 6 und 1,4 cm Tiefe)
klein (8 x 4,5 und 2,5 cm Tiefe)
klein (8 x 2,5 und 5 cm Tiefe)
Abnehmbar
aber umständlich (Rahmen aufgeschoben)
Verarbeitungsqualität
sehr hoch
hoch
hoch
sehr hoch
hoch
sehr hoch
hoch
sehr hoch
hoch
Pro
Pro
sehr gute Ablesbarkeit
Betrieb per Solar mit Pufferakku
sehr dünnes Gehäuse
durchdachtes, minimalistisches Design
gute Ablesbarkeit
gute Bedienbarkeit und Intervallanpassung
einfache Bedienung
rückseitiges Display
Taktung für autom. Modus einstellbar
sehr hochwertig verarbeitet
sehr direkter Bewegungssensor
manueller Modus
sehr kompaktes Gehäuse
gute Ablesbarkeit
portable Bauweise
sehr gut ablesbares Display
schnelle Reaktion auf Bewegung
rückseitiges Display
gut ablesbares Display
einfache Bedienung
Datenschutzfunktion
rückseitiges Display
kompaktes Gehäuse
gute Bedienbarkeit
schnelle Reaktion auf Bewegung
Kontra
Kontra
etwas großflächige Bauweise
kein rückseitiges Display
klobiges Gehäuse
nicht abnehmbar
kleiner Nachteil bei Dämmerung
automatisches Intervall (30 Min.) nicht einstellbar
Bewegungssensor etwas unempfindlich
umständliche Einrichtung
Rückstand des Klebers bei Demontage
keine manuelle Einstellung der Parkzeit
Sitz an der gewölbten Scheibe nicht perfekt
umständliche Montage
schlecht ablesbares Display
umständliche Einrichtung
automatisches Intervall (30 Min.) nicht einstellbar
schlecht ablesbares Diaplay
rückseitiges Display fiel im Test aus
umständlicher Batterietausch
Info: Bei Notengleichheit in der Bestenliste sortieren wir ab sofort nach unseren internen Testergebnissen, in denen wir auf drei Nachkommastellen genau rechnen.
Mercedes auf autonomem Level 3 unterwegs
Wenn man also auf der Autobahn einem Mercedes EQS begegnet, dessen Scheinwerfer oder Heckleuchten türkisfarbenes Licht abstrahlen, dann ist dieses Auto autonom unterwegs – also ohne Zutun des Fahrers. Im Mercedes-Jargon heißt das "Drive Pilot"-Modus.
Auch in den seitlichen Außenspiegeln sind entsprechende LEDs untergebracht. Wenn diese Lampen leuchten, fährt der Wagen hochautonom bis Level 3, das ist die mittlere der in fünf Stufen eingeteilten Klassen des autonomen Fahrens.
Die türkisfarbenen Markierungslichter sind Teil des "Drive Pilot"-Systems von Mercedes.
Bild: Mercedes-Benz
Was ist der Vorteil der Farbe Türkis?
Mit der neuen Lichtfarbe verfolgt Mercedes die Idee, dass autonom fahrende Autos auf einfache und prägnante Art mit den anderen Verkehrsteilnehmern kommunizieren und ihren Fahrstatus demonstrieren. Warum Türkis? Die Farbe hebt sich deutlich von den anderen gängigen Signalfahren im Verkehr ab, man kann sie nicht verwechseln mit Ampellicht oder bremsenden Fahrzeugen. Mercedes hat in Tests die psychologische Wirkung von Türkis überprüft. Die Farbe schnitt im Vergleich besser ab als andere.
Die autonomen Fahrfähigkeiten von Autos hat die Society of Automotive Engineers (SAE) in einer Fünf-Klassen-Skala eingeteilt: von 0 (keine Automatisierung) bis 5 (vollständige Automatisierung aller Fahraufgaben). Mercedes hat die Erlaubnis, in Level 3 mit bis zu 95 km/h auf der rechten Autobahnspur hochautonom zu fahren. Damit hat der Hersteller eigenen Angaben zufolge das weltweit schnellste Level-3-System.
Die Heckleuchten beim EQS zeigen ein dezentes, türkises Leuchten beim Fahren im autonomen Fahrmodus.
Bild: Mercedes-Benz
Die "Drive Pilot"-Technik von Mercedes zum autonomen Fahren ist seit 2022 verfügbar. Der Hersteller hat auch in den USA schon die Level-3-Klassifizierung erhalten. Die Ausnahmegenehmigung für die türkisen Leuchten ist in Deutschland zunächst bis Juli 2028 befristet. In den beiden US-Bundesstaaten Nevada und Kalifornien finden Tests mit türkis beleuchteten Autos schon seit Ende 2023 statt.