Mercedes hat der Palette der Leuchten am Auto eine neue Farbe hinzugefügt: Künftig können einem auf deutschen Straßen nicht nur Autos begegnen, die weiß, rot oder orange leuchten, sondern auch türkis! Was hat es mit dieser mysteriösen Leuchtfarbe auf sich?
Die Lösung: Autos mit türkis strahlenden Begrenzungsleuchten weisen darauf hin, dass das Fahrzeug autonom unterwegs ist. Mercedes möchte diese Farbe als Kennzeichen für autonom fahrende Autos etablieren. Nun hat das Regierungspräsidium Stuttgart als erste deutsche Behörde auf Betreiben des Premiumherstellers die Farbe Türkis für Begrenzungsleuchten in Deutschland zugelassen.

Elektronische Parkscheiben im Vergleich

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Solar
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sehr einfach / sehr einfach
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einfach / etwas umständlich
umständlich / sehr einfach
sehr einfach / sehr einfach
sehr einfach / sehr einfach
  • sehr gute Ablesbarkeit
  • Betrieb per Solar mit Pufferakku
  • sehr dünnes Gehäuse
  • durchdachtes, minimalistisches Design
  • gute Ablesbarkeit
  • gute Bedienbarkeit und Intervallanpassung
  • einfache Bedienung
  • rückseitiges Display
  • Taktung für autom. Modus einstellbar
  • sehr hochwertig verarbeitet
  • sehr direkter Bewegungssensor
  • manueller Modus
  • sehr kompaktes Gehäuse
  • gute Ablesbarkeit
  • portable Bauweise
  • sehr gut ablesbares Display
  • schnelle Reaktion auf Bewegung
  • rückseitiges Display
  • gut ablesbares Display
  • einfache Bedienung
  • Datenschutzfunktion
  • rückseitiges Display
  • kompaktes Gehäuse
  • gute Bedienbarkeit
  • schnelle Reaktion auf Bewegung
  • etwas großflächige Bauweise
  • kein rückseitiges Display
  • klobiges Gehäuse
  • nicht abnehmbar
  • kleiner Nachteil bei Dämmerung
  • automatisches Intervall (30 Min.) nicht einstellbar
  • Bewegungssensor etwas unempfindlich
  • umständliche Einrichtung
  • Rückstand des Klebers bei Demontage
  • keine manuelle Einstellung der Parkzeit
  • Sitz an der gewölbten Scheibe nicht perfekt
  • umständliche Montage
  • schlecht ablesbares Display
  • umständliche Einrichtung
  • automatisches Intervall (30 Min.) nicht einstellbar
  • schlecht ablesbares Diaplay
  • rückseitiges Display fiel im Test aus
  • umständlicher Batterietausch

Info: Bei Notengleichheit in der Bestenliste sortieren wir ab sofort nach unseren internen Testergebnissen, in denen wir auf drei Nachkommastellen genau rechnen.

Mercedes auf autonomem Level 3 unterwegs

Wenn man also auf der Autobahn einem Mercedes EQS begegnet, dessen Scheinwerfer oder Heckleuchten türkisfarbenes Licht abstrahlen, dann ist dieses Auto autonom unterwegs – also ohne Zutun des Fahrers. Im Mercedes-Jargon heißt das "Drive Pilot"-Modus.
Auch in den seitlichen Außenspiegeln sind entsprechende LEDs untergebracht. Wenn diese Lampen leuchten, fährt der Wagen hochautonom bis Level 3, das ist die mittlere der in fünf Stufen eingeteilten Klassen des autonomen Fahrens.

Mercedes-Benz EQS fährt autonom mit türkisem Licht
Die türkisfarbenen Markierungslichter sind Teil des "Drive Pilot"-Systems von Mercedes.
Bild: Mercedes-Benz

Was ist der Vorteil der Farbe Türkis?

Mit der neuen Lichtfarbe verfolgt Mercedes die Idee, dass autonom fahrende Autos auf einfache und prägnante Art mit den anderen Verkehrsteilnehmern kommunizieren und ihren Fahrstatus demonstrieren. Warum Türkis? Die Farbe hebt sich deutlich von den anderen gängigen Signalfahren im Verkehr ab, man kann sie nicht verwechseln mit Ampellicht oder bremsenden Fahrzeugen. Mercedes hat in Tests die psychologische Wirkung von Türkis überprüft. Die Farbe schnitt im Vergleich besser ab als andere.
Die autonomen Fahrfähigkeiten von Autos hat die Society of Automotive Engineers (SAE) in einer Fünf-Klassen-Skala eingeteilt: von 0 (keine Automatisierung) bis 5 (vollständige Automatisierung aller Fahraufgaben). Mercedes hat die Erlaubnis, in Level 3 mit bis zu 95 km/h auf der rechten Autobahnspur hochautonom zu fahren. Damit hat der Hersteller eigenen Angaben zufolge das weltweit schnellste Level-3-System.
Mercedes-Benz EQS fährt autonom mit türkisem Licht
Die Heckleuchten beim EQS zeigen ein dezentes, türkises Leuchten beim Fahren im autonomen Fahrmodus.
Bild: Mercedes-Benz
Die "Drive Pilot"-Technik von Mercedes zum autonomen Fahren ist seit 2022 verfügbar. Der Hersteller hat auch in den USA schon die Level-3-Klassifizierung erhalten. Die Ausnahmegenehmigung für die türkisen Leuchten ist in Deutschland zunächst bis Juli 2028 befristet. In den beiden US-Bundesstaaten Nevada und Kalifornien finden Tests mit türkis beleuchteten Autos schon seit Ende 2023 statt.