Mercedes-Benz E 63 AMG
Mehr Power, weniger Durst

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Im August 2009 setzt AMG der E-Klasse die Krone auf. Dann rollt der E 63 vom Hof des Mercedes-Haustuners. Stärker, aber nicht schneller als der Vorgänger. Dafür aber um zwölf Prozent sparsamer.
Wenn im Spätsommer 2009 vor dem Hauptquartier von Mercedes-Werkstuner AMG die Kundenparkplätze knapp werden, dann liegt der Grund nahe: die Schwaben schicken mit dem neuen E 63 AMG die stärkste E-Klasse aller Zeiten auf die Piste. Die Kunde vom neuen AMG-Pferdchen – das vor allem in Sachen Spritverbrauch schwäbische Knausrigkeit an den Tag legen soll – verbreitet sich schnell. Ob die Kunden bei einem Fahrzeug, das auf höchst emotionale Momente ausgelegt ist, den Minderverbrauch von etwa zwölf Prozent genau so zu schätzen wissen wie die Macher im Ländle, verliert bei Betrachtung der Fakten an Gewicht. Technisch greifen die AMG-Jungs auf das bereits bewährte V8-Triebwerk aus dem SL 63 AMG zurück. Mit dem 525 PS starken 6,2-Liter-V8-Saugmotor schafft der E 63 AMG einen deutlichen Abstand zum derzeitigen Topmodell E 500. 630 Newtonmeter zerren beim Beschleunigen an der so genannten nassen Anfahrkupplung und bringen die AMG-Siebengang-Sportautomatik gehörig ins Schwitzen. Die Getriebeeinheit verzichtet wie im SL 63 AMG auf den üblichen Drehmomentwandler und trägt so wesentlich zum Spritsparen bei. 12,6 Liter Super plus auf 100 Kilometer (nach NEFZ) gibt AMG als vorläufigen Verbrauchswert an.
Identische Fahrleistungen wie beim Vorgänger

Bild: Werk
Der Look bleibt schick. Protzen sollen andere
Freunde von High-Tech-Spielzeugen kommen beim bereits erwähnten Speedshift-MCT-Sportgetriebe auf ihre Kosten. Per Drehschalter lassen sich vier Fahrprogramme ansteuern, die von "C" (Controlled Effiency), "S" und "S+" (Sport) bis zur manuellen Gangwahl reichen. Zusammen mit der partiellen Zylinderabschaltung während einzelner Schaltvorgänge verkürzen sich die Gangwechsel unter Vollast so deutlich. Speziell auf den E 63 AMG zugeschitten ist darüber hinaus die neue Servolenkung. Ein direkteres Ansprechverhalten und noch exaktere Lenkbefehle stehen auf der Haben-Seite. Exakt, kontrolliert und fast ein wenig unemotional wirkt der Auftritt des Stuttgarter Boliden. Ähnlich wie beim Vorgänger hat die schnellste E-Klasse mit Rabauken-Optik wenig am Hut: verbreiterte Kotflügel, größere Lufteinlässe, hier und da der vielsagende "E 63 AMG"-Schriftzug. Fertig. Die Heckansicht erhält durch einen Diffusor und vier Auspuffendrohre ihren betont sportlich ausgelegten Charakter. Der ist mit der Basisausstattung übrigens lange nicht ausgereizt.
Individualität auf Wunsch
Das AMG Performance Studio erfüllt schon bei der Fahrzeugbestellung Wünsche nach noch mehr Individualität. So tauscht die hauseigene Linie die ab Werk montierten 18-Zoll-Räder in 19 Zoll große geschmiedete Rundstücke, liefert ein noch straffer abgestimmtes Performance-Fahrwerk und bestückt das Hinterachsdifferenzial mit einer zusätzlichen Sperre. Der Mercedes E 63 AMG steht im August 2009 beim Händler.
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