Mercedes CLS 63 AMG Shooting Brake (2012): Gebrauchtwagen-Angebot
Seltener V8-Kombi von AMG mit 100.000 Euro Wertverlust zu kaufen

Ein 5,5-Liter-V8-Biturbo, viel Platz, jede Menge Luxus und sogar ein Kofferraumboden aus Kirschbaumholz: Neu hat dieser Mercedes CLS 63 AMG Shooting Brake über 140.000 Euro gekostet. Jetzt gibt es den exotischen Kombi zum relativ kleinen Preis!
Bild: Autogalerie Nord GmbH
Auf der Suche nach einem Familienauto, das kein SUV ist und durchaus etwas unvernünftig sein darf? Wie wäre es mit dem Mercedes CLS Shooting Brake, dem edlen Bruder des E-Klasse T-Modell? Als AMG hat der seltene Kombi zudem auch richtig Power!
Vorweg ein kurzer Blick auf die Historie: Einen CLS Shooting Brake traute sich Mercedes ausschließlich in der zweiten Generation, die intern das Kürzel C 218 trägt. Zwischen 2012 und 2014 wagte Mercedes das Experiment, einen als Shooting Brake (X 218) vermarkteten Kombi oberhalb des beliebten E-Klasse T-Modell anzubieten. Bereits 2014 rückte das Facelift an den Start, bevor die Baureihe 2018 ersatzlos auslief.
Als AMG immer mit V8
Folglich sind frühe CLS Shooting Brake entsprechend selten. Erst recht als AMG, denn die beliebteste Motorisierung war der 350er-Diesel mit anfangs 265 PS und später 252 PS. Angeboten wurde das Topmodell ausschließlich mit dem damals wie heute beliebten 5,5-Liter-V8-Biturbo (M 157), der anfänglich 525 PS und mit Performance Package sogar 557 PS leistete. Ab Mitte 2013 bot AMG zudem den auf 585 PS erstarkten CLS 63 S an, den es nur mit Allradantrieb gab.

In dieser Form gab es den CLS Shooting Brake nur zwei Jahre lang, ehe er ab 2014 von der modellgepflegten Version abgelöst wurde.
Bild: Autogalerie Nord GmbH
Aber schon die 525-PS-Version des Edelkombis ist richtig schnell. Für den Sprint auf 100 km/h gab AMG eine Zeit von 4,4 Sekunden an, die Höchstgeschwindigkeit wurde auf 250 km/h begrenzt (mir Performance Package waren 300 km/h möglich).
Auf einer Länge von knapp fünf Metern bietet der CLS Shooting Brake im direkten Vergleich zur Kombiversion der E-Klasse zwar etwas weniger Ladevolumen, 590 bis 1550 Liter dürften aber für die meisten Shoppingtrips und Familienurlaube ausreichen.
Ein besonders seltenes Extra
Vorausgesetzt, man bringt es übers Herz, etwas auf dem sündhaft teuren Ladeboden aus Kirschbaumholz zu platzieren. Für den maritimen Look wurden Furnierblätter in Handarbeit in mehreren Schichten verleimt und verpresst. Ein Extra, das es seinerzeit exklusiv für den CLS Shooting Brake gab. Es wurde jedoch nur äußerst selten bestellt, was sicherlich auch am Aufpreis von 4700 Euro lag.

Der Ladeboden aus Kirschbaumholz war eines der exklusivsten Extras für den CLS Shooting Brake. Preis: 4700,50 Euro.
Bild: Autogalerie Nord GmbH
Der vom Händler Autogalerie Nord GmbH aus Stelle angebotene Mercedes CLS 63 AMG Shooting Brake verfügt neben zahlreichen anderen Features über eben diesen besonders edlen Ladeboden. Bei dem erstmals im Dezember 2012 zugelassenen Shooting Brake handelt es sich um ein deutsches Auto aus zweiter Hand, das lediglich rund 68.000 Kilometer auf dem Tacho hat.
Hinzu kommt, dass der Erstbesitzer sich für die seltene Außenfarbe "Culpritbraun Metallic" in Kombination mit einer Lederausstattung in Beige entschied. Sicherlich nicht jedermanns Geschmack, aber definitiv ein Hingucker. Extras wie das "Harman & Kardon Logic7"-Soundsystem, Navigation, Glasschiebedach, Rückfahrkamera, 19-Zoll-Schmiederäder und mehr ließen den ehemaligen Basis-Neupreis von 117.513 Euro auf über 140.000 Euro steigen.
Der Neupreis betrug über 140.000 Euro
14 Jahre und keine 70.000 Kilometer später soll der unfallfreie CLS 63 41.900 Euro kosten, hat demnach rund 100.000 Euro an Wert verloren. Dennoch gehört er zu den teureren Exemplaren auf dem Markt. Denn gebrauchte CLS 63 AMG Shooting Brake gibt es bereits unter 25.000 Euro, dann aber mit mehr als 200.000 Kilometern auf dem Buckel.
Im Zweifel also lieber ein gepflegtes Exemplar mit einer deutlich geringeren Laufleistung kaufen, wobei in jedem Fall gilt: Die Unterhaltskosten sind AMG-typisch hoch.
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