Fahrbericht Invicto Mission

Mercedes G-Klasse von Brabus: Invicto Mission im Test

So fährt der G-Klasse-Panzer

Fahrzeugveredler Brabus steigt ins Panzergeschäft ein und macht die Mercedes G-Klasse zum mobilen Hochsicherheitstrakt. Ein Fahrbericht.
Mit Einführung der neuen G-Klasse hat Mercedes die Produktion der gepanzerten Version der Geländelegende aufgegeben. Unter den zahlreichen Firmen, die sich um den maximalen Insassenschutz bei der G-Klasse kümmern, ist jetzt auch Brabus zu finden: Der Bottroper Mercedes-Veredler hat dazu mit Invicto ein eigenes Label erschaffen, das gepanzerte G als Erstlingswerk gibt es direkt in drei Varianten – alle natürlich in der höchsten Schutzklasse VR6 Plus.
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Auspuffanlagen

Bremssattel

Scheinwerfer

Filter

Rückleuchten

Neben dem Modell Pure ist der Invicto auch als Luxury und als Mission verfügbar. Während der Pure eher als Begleitfahrzeug gedacht ist und sich im Luxury VIPs sicher fühlen sollen, richtet sich der Mission an Spezialeinsatzkräfte von Polizei, Grenzschutz oder Behörden. Details wie eine aufstellbare Dachluke, fernsteuerbare Suchscheinwerfer auf dem Dach oder eine Drohne für die Aufklärung aus der Luft machen den Invicto fit für den Kampfeinsatz. Seine vier speziellen Einzelsitze bieten den Einsatzkräften auch mit kompletter Kampfausrüstung inklusive Schutzweste und Waffen noch ausreichend Komfort. Die Panzerung des 4,82 Meter langen Fahrzeugs übernimmt eine speziell entwickelte Schutzzelle aus Panzerstahl, Gewebe und keramischen Materialien, die in sich selbst geschlossen und in der Karosserie fest verschraubt ist. Auch die Scheiben sind gemäß der Beschussklasse VR 6 Plus gepanzert. Geschosse des Kalibers 7,62 x 39 oder Handgranaten mit Sprengladungen bis 12,5 PETN sind für den Invicto kein Problem.

Seine Sicherheit sieht man dem Invicto kaum an

Sehr dezent: Dass diese G-Klasse höchste Sicherheit gegen Beschuss bietet, ist kaum zu erkennen.

Von außen ist der Mercedes G-Klasse ihre Panzerung kaum anzusehen. Man muss sehr genau hinschauen, um die dunklen Scheiben als Sicherheitsglas zu identifizieren, und die 20-Zoll-Räder mit ihren Reifen im Format 275/50 R 20 W113 wirken ohnehin wie bei einer Sportversion. Im Innern der Felge sorgt ein hochfester Kunststoffring dafür, dass der Wagen selbst mit zerborstenen Reifen noch 50 Kilometer weit fahren könnte. Hinter dem Steuer spürt man die VR6-Plus-Panzerung jedoch nicht nur wegen der technischen Sonderausrüstung, die sich über Displays im Dach oder ein ausfahrbares Modul im Handschuhfach bedienen lässt. Der schwer gepanzerte Invicto wiegt mehr als 3,5 Tonnen, und so braucht der aufgeladene Vierliter-V8 mit seinen 422 PS (310 kW) und 610 Nm gerade beim Ampelstart etwas mehr Gas, um die Masse vehement nach vorne zu schieben.

Das imposante Mehrgewicht ist schnell vergessen

Nach ein paar Kilometern fühlt sich der gepanzerte Invicto wie eine voll beladene G-Klasse an.

Das Fahrwerk und die Bremsanlage wurden selbstverständlich an das Zusatzgewicht von rund einer Tonne angepasst. Vorne verzögern innenbelüftete 402-Millimeter-Scheiben und Sechskolben-Bremssätteln sowie 380-Millimeter-Scheiben und Vierkolben-Bremszangen an der Hinterachse. Nach ein paar Kilometern hat man sich an die Zusatzlast gewöhnt, und der Invicto fährt sich beinahe wie eine voll beladene Mercedes G-Klasse auf dem Weg in den Sommerurlaub. Sicherheit hat ihren Preis, und das gilt für die edlen Brabus-Produkte natürlich ganz besonders: Zusätzlich zum Basismodell der Mercedes G-Klasse kostet das Invicto-Schutzpaket 354.600 Euro, womit ein entsprechend gepanzerter Mercedes G 500 bei 464.000 Euro startet.

Autor: Stefan Grundhoff

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