Mercedes GLC: Gebrauchtwagen der Woche

Mercedes GLC: Gebrauchtwagen der Woche

Teuer, aber empfehlenswert

Der Mercedes GLC ist ein SUV ohne Problemzonen. Auch als Gebrauchter überzeugt er, ist aber teuer. Lohnt sich der Kauf?
Neue Optik, neue Plattform und neuer Name: Als Nachfolger des kantigen Mercedes GLK ist der GLC seit 2015 auf dem Markt. Und der Unterschied ist deutlich größer als die Buchstabenspiele vermuten lassen.

Neue Formensprache: Auf den betont kernigen GLK folgte der optisch zahmere GLC.

Anders als beim auffälligen GLK ist das Design beim GLC eher rundlicher. Mit der neuen Bezeichnung wird die Verwandtschaft zur C-Klasse verdeutlicht, mit der sich der GLC eine Plattform teilt. Weniger auffällig als das Erscheinungsbild ist das Größenwachstum. Durch den Plattformwechsel ist der GLC fast 13 Zentimeter länger geworden, was besonders den Passagieren in der zweiten Reihe zugutekommt. Alle Insassen sitzen in der höhergelegten C-Klasse bequem und können sich weder über Bestuhlung noch Ergonomie beschweren. Wie es sich für einen Premiumhersteller gehört, ist die Verarbeitungs- und Materialqualität auf hohem Niveau. Hoch ist allerdings auch der Preis für einen gebrauchten GLC. Unter 30.000 Euro findet man meist nur Exemplare mit überdurchschnittlich hoher Laufleistung oder dünner Ausstattung. Viel Geld für ein gebrauchtes Fahrzeug. Was spricht also für einen GLC aus Vorbesitz?

Gebrauchtwagensuche: Mercedes GLC

Viel Geld für viel Auto

Der GLC (intern: X 253) bietet einiges. Dazu gehört die gute Verarbeitungsqualität, die umfangreiche Sicherheitsausstattung, Geländetauglichkeit sowie der hohe Fahrkomfort. Zudem hat Mercedes ein schickes Ambiente im aufgeräumten Innenraum geschaffen und bietet kräftige und sparsame Antriebe. All das sorgt für den hohen Wiederverkaufswert. Dieser relativiert sich jedoch ein wenig, wenn man bedenkt, dass der Erstkäufer meist aufgrund der ellenlangen Aufpreisliste nicht selten mehr als das doppelte bezahlt hat. Denn trotz fairer Serienausstattung rollten die meisten GLC bei der Erstauslieferung mit deutlich mehr Extras vom Hof, als die damals über 44.500 Euro teure Basisvariante bot. Denn selbst ein größerer Tank (66 anstatt 50 Liter) oder ein Reifenpannenset kosteten Aufpreis. Gebrauchtwagenkäufer können also vom Wertverlust des Neuwagens profitieren. Empfehlenswert ist es, nach gut ausgestatteten Exemplaren Ausschau zu halten, die beispielsweise das Adaptive Fahrwerk, die Parkhilfe oder Navi an Bord haben.

Großes Angebot an Motoren

Alle Motoren des GLC sollen laut Hersteller besonders wenig verbrauchen.

Beim Marktstart gab es für das 1,90 Meter hohe Schwaben-SUV drei Motorvarianten, alle mit Allradantrieb. So standen zwei Diesel (170 und 204 PS) und ein Benziner mit 211 PS zur Wahl. Später kam der Plug-in-Hybrid mit einer Systemleistung von 320 PS hinzu (GLC 350 e 4Matic). Ebenfalls 2016 ergänzte Mercedes die Antriebspalette mit zwei weiteren Ottomotoren (245 und 367 PS) sowie einem Diesel mit 258 PS. Die stärksten Modelle mit 476 oder 510 PS starken Benzinern gibt es seit 2017. Diese starken Mercedes-AMG Versionen sind auf dem Gebrauchtwagenmarkt jedoch eher selten und nicht unter 70.000 Euro zu haben. Theoretisch sind aber selbst die kleinsten Motoren für das üppige Mittelklasse-SUV ausreichend. Trotz des hohen Leergewichtes von knapp zwei Tonnen bietet der 170 PS leistende Vierzylinder-Diesel und 400 Newtonmetern Drehmoment annehmbaren Durchzug beim Beschleunigen. Dabei soll der Durchschnittsverbrauch bei maximal 5,5 Litern Diesel liegen. Praktisch ist die Basismotorisierung, die gut gefragt war, allemal. Jedoch ist diese nicht für alle die beste Wahl. Wer einen munteren Antrieb will, der das Dickschiff auch agiler bewegt, sollte zu den stärkeren Motorisierungen tendieren. Lob verdient die seidenweich schaltende Neunstufen-Automatik (9G-Tronic). Wer ein manuelles Schaltgetriebe will, hat beim im Bremen oder Peking hergestellten SUV schlechte Karten. Alle GLC-Modelle sind mit Automatikgetriebe ausgestattet. Hier geht es zu gebrauchten Mercedes GLC

Viel Platz für viel Technik

Der Kofferraum des Mercedes GLC bietet eine ordentliche Größe. Maximal 1600 Liter fasst das SUV.

Überzeugend ist beim GLC auch das Kofferraumvolumen. Er kann sich mit seinen maximal 1600 Litern definitiv sehen lassen. Die Konkurrenten wie BMW X3 (1600 Liter), Volvo XC60 (1432 Liter) oder die aus dem VW-Konzern kommenden Audi Q5 (1560 Liter) und Porsche Macan (1500 Liter) machen es auch nicht besser. Beim Thema Sicherheit schneidet das SUV sehr gut ab. So erreichte es beim Euro NCAP-Crashtest 2015 die volle Punktzahl von fünf Sternen und bietet seinen Insassen einen 95-prozentigen Schutz. Immer an Bord sind ein Auffahr- und Kollisionswarner mit aktivem Bremsassistenten, ein Müdigkeitswarner und das Reifendruckkontrollsystem. Gegen Aufpreis waren der Totwinkel-Spurhalteassistent, Abstandregeltempomat mit Stauassistenten oder das Head-up-Display erhältlich. Insgesamt lässt sich dem GLC als Gebrauchter wenig vorwerfen. Keine Kinderkrankheiten, dafür genug Platz für die Familie und genug Power für lange Strecken. Wer beim Gebrauchtwagenkauf auf benötigte Ausstattung achtet, erhält trotz des hohen Preises ein solides und wertstabiles SUV.

Mercedes GLC: Gebrauchtwagen der Woche

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Stichworte:

SUV Mittelklasse-SUV

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