Mercedes me: Großes App-Update 2019

Mercedes me: großes App-Update 2019

MBUX mit eigenem Online-Shop

Musikstreaming, bargeldloses Zahlen und Prämien: AUTO BILD erklärt die wichtigsten Neuerungen der Mercedes me-App!
Digitale Ökosysteme sind im Trend. Beispielsweise kann man bei Amazon längst nicht mehr nur Bücher kaufen, mittlerweile vertreibt der Onlinehändler von Kopfhörern über gestreamte Filme bis hin zu Suppen eine ganze Bandbreite von Produkten. Auch Mercedes hat hat ein digitales Ökosystem aufgebaut. Dabei geht es nicht nur um das breite Spektrum der Mobilität, sondern auch um Lifestyle. Wichtig ist nur, dass alles Angebotene zur Marke Mercedes passt.

Marc-Oliver Nandy ist verantwortlich für Mercedes me, analysiert und berücksichtigt die Kunden-Bedürfnisse.

Elementarer Bestandteil des Ökosystems von Mercedes ist die Mercedes me-App. Darüber lässt sich auf Fahrzeugfunktionen und -daten zugreifen. Mercedes hat außerdem verschiedene Drittanbieter integriert: So fragt die App beispielsweise nach dem Abstellen des Autos in Citynähe, ob die Navigation zum eigentlichen Ziel zu Fuß weitergehen soll. Alternativ kann man über myTaxi ein Taxi rufen. Aktuell wird man bei der Auswahl von einigen Anbietern wie MyTaxi noch aus der Mercedes Me-App zum Anbieter hin verlinkt, wechselt also die App oder gelangt auf eine Internetseite. Das wird sich 2019 mit einem großen Update ändern. Neben einer besseren Verknüpfung mit Drittanbietern soll die App einfacher zu nutzen sein und neue Services bieten. Was die drei großen wesentlichen Bausteine des Updates sind, hat Marc-Oliver Nandy, Verantwortlicher für Mercedes me, im Gespräch mit AUTO BILD erklärt.

1. Bessere Verknüpfung mit dem Fahrzeug

Das Tanken, Parken und die Fahrzeugwartung sollen 2019 noch besser über die Mercedes me-App zu verwalten sein. Das würde eine Integration der Ende August 2018 von Mercedes eingeführten Bertha-App bedeuten. Mit ihr haben Nutzer eine Übersicht von günstigsten Tankstellen entlang einer Route oder in einem definierten Gebiet. Außerdem könnte die Anwendung um eine Funktion erweitert werden, mit der man die Möglichkeit hat, online zu bezahlen, ohne an der Tankstelle auszusteigen. Für Ladestationen ist ein ähnlicher Service geplant.

2. Bessere Verknüpfung von Mobilität und Services

Mercedes wird dem Fahrer künftig helfen, seine Umgebung besser kennenzulernen und die Freizeitgestaltung übers Navi zu planen. Das soll mit der Anwendung "Marvel Roads" funktionieren. Der Assistent hilft bei der Planung von Roadtrips und erstellt Routen anhand von persönlichen Kriterien und Präferenzen.

3. Lifestyle und Mobilität

Die Mercedes me-App soll künftig nicht nur freie Parkplätze finden, sondern auch Werkstatt-Termine vereinbaren können.

Was passt ins Leben der Mercedes-Kunden? Darum geht es bei der Lifestyle-Sparte. Mercedes me könnte also künftig die Buchung eines Restaurants übernehmen, für das Sie sich auf dem Rückweg von der Arbeit entschieden haben. Dazu gehört auch, Anreize für die Kunden zu schaffen. So wäre der Kauf eines Coffee to go beim Drive-in mit einer Aktion verbunden, gratis einen Cookie dazu zu bekommen. Oder die Kunden sammeln Punkte, erhalten damit einen Status und können so spezielle Lounges nutzen oder bekommen kostenlos Zugriff auf einen Limousinenservice. Mercedes macht dazu gerade in China diverse Tests und wird prüfen, was sich davon auch für den europäischen Markt anbietet. Natürlich gibt es länderspezifische Nutzerverhalten: In China hat Mercedes bereits den Mitteilungsservice WeChat ins eigene Ökosystem integriert. Darüber organisieren die Chinesen sogar Arzttermine. In Europa sicherlich noch undenkbar. Sicherlich könnten sich hierzulande viele Kunden dafür begeistern, wenn die Fahrzeugmeldung "Service fällig" an einen unkomplizierten Service zum Buchen des nächsten Werkstatttermins gebunden wäre.

Musikdienst und Shop für MBUX (Update!)

Auch beim Thema Streaming setzt Mercedes mit seinem Ökosystem an. Seit Oktober 2018 steht MBUX-Nutzern der Streamingdienst "Tidal" für zwölf Monate kostenlos zur Verfügung. Der Vorteil des Dienstes gegenüber Anbietern wie Spotify oder Deezer soll die hohe Datenrate sein. Laut Mercedes soll Tidal mit 1411 kB/s streamen, also mit besserem Sound als die Konkurrenz. Auch wenn der Dienst vorerst kostenfrei genutzt werden kann, müssen Kunden die Internet-Verbindung selber zahlen. Wer die Mercedes me-App ohne MBUX betreibt, der kann Tidal auch zu Hause nutzen.
Mercedes prüft regelmäßig das Feedback der MBUX-Nutzer und lässt Kritik und Wünsche gegebenenfalls in die Entwicklung einfließen. Es geht dabei aber nicht nur ums Wohl des Kunden, ein gut funktionierendes digitales Ökosystem schafft natürlich auch neue Einnahmequellen. So wird Mercedes zusätzlich seinen "Shop" im Fahrzeug ausbauen. Mit dem Mercedes me-Store können Kunden künftig Funktionen und Optionen abonnieren oder dazukaufen. Das Feature ist ab Februar 2019 erhältlich und wird im Zuge einer Fahrzeuginspektion ins MBUX eingespielt. Fahrzeuge, die gerade produziert werden, bekommen den Shop serienmäßig. Danach lassen sich Features wie das digitale Radio oder Apple Carplay direkt im Fahrzeug nachbestellen. Die Aktivierung übernimmt das System selbst, ein Besuch in der Werkstatt ist nicht notwendig. Auch optische Anpassungen werden künftig möglich sein. Wer für den digitalen Tacho seiner A-Klasse also lieber das AMG-Design hätte, der kann diese Ansicht künftig gegen Bezahlung im fahrzeugeigenen Online-Shop freischalten.

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