Mercedes ML 450 Hybrid in New York
Blau im Big Apple

Es hat gedauert, aber jetzt ist es soweit: Der erste Mercedes-Vollhybrid feiert auf der New York Auto Show 2009 Premiere. Sparsam wie ein Vierzylinder, stark wie ein Achtzylinder, endlich reif für die Serie.
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- Stephan Bähnisch
Lange schon hatte Mercedes einen Vollhybriden angekündigt, der den bereits in der zweiten Generation gebauten Lexus-RX-Hybrid-Modellen den Rang ablaufen soll. Zwischenzeitlich stand das Projekt sogar auf der Kippe, weil es in den Anfängen aus der unglücklichen Ehe mit Chrysler stammt. Jetzt steht das Ergebnis auf der New York International Auto Show (NYIAS 10. bis 19. April 2009). Nicht umsonst feiert der ML 450 Hybrid Premiere im Big Apple, schließlich soll der deutsche Saubermann vor allem auf US-Highways wildern. Und wie: Unter der leicht modifizierten, höheren Haube schlummert die Kraft von drei Herzen. Ein 3,5-Liter-V6 mit 279 PS erhält Unterstützung von zwei Elektromotoren mit 288 Volt, die weitere 61 PS zuschießen und die Systemleistung auf 340 PS steigern und satte 517 Newtonmeter Drehmoment über ein CVT-Getriebe an alle vier Räder (4Matic) verteilen. Das schaffen sonst nur Achtzylinder-Motoren. Beim Durst ist der Hybrid-ML in der Liga eines Vierzylinders einzuordnen: 7,7 Liter rauschen laut Mercedes auf 100 Kilometern durch die Einspiritzanlage.
Drei Motoren, drei Aufgaben

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Das Getriebe ist hochkompliziert

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Innen mit Mäusekino
Der Fahrer kann zwischen zwei Getriebe-Abstufungen wählen, neben dem Spargrogramm gibt es ein Sport-Programm, das mit dem "E/S"-Schalter in der Mittelkonsole aktiviert wird. Es simuliert verkürzte Gangwechsel mit acht festgelegten Schaltzeiten, denn Gänge gibt es im CVT-Getriebe nicht. Zusätzlich stellt sich die Elektronik auf die die Fahrcharakteristik des Piloten ein. Während die Unterschiede des ML 450 Hybrid im Vergleich zu einem konventionellen ML gering ausfallen, gibt es innen einen entscheidenden Unterschied: Auf dem Display des Comand-Systems können wahlweise der jeweilige Energiefluss zwischen den Motoren mit dem jeweiligen Ladezustand der Batterie oder ein Diagramm zu Verbrauch und Energierückgewinnung angezeigt werden. Zusätzlich lässt sich der Batterieladezustand im Kombiinstrument aufrufen. Der konventionelle Drehzahlmesser fällt weg und wird durch ein Display ersetzt. Platz kostet die Hybridtechnik nicht, wohl aber belastet sie die Gewichtsbilanz des SUV mit 200 zusätzlichen Kilogramm. Preise gab Mercedes noch nicht bekannt, aber billig wird der High-Tech-ML sicher nicht.
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