Mercedes S 600 (2003): gebraucht
130.000 Euro Wertverlust: V12-Luxuslimo zum Schnäppchenpreis kaufen

Vor 20 Jahren hat diese Mercedes S-Klasse knapp 150.000 Euro gekostet. Jetzt gibt es die V12-Luxuslimousine zum Schnäppchenpreis. Aber die Anschaffung ist nicht alles!
Bild: Prestigious Cars
Welcher Autofan träumt nicht von Leder, Luxus und einem kraftvollen V12-Biturbo? Das komplette Paket gibt es auf dem Gebrauchtwagenmarkt zu verlockend niedrigen Preisen. Beispielsweise in Form eines Mercedes S 600 mit designo-Ausstattung. Ehemaliger Neupreis? Knapp 150.000 Euro. 20 Jahre später gibt es die Luxuslimousine zum Discount-Preis!
Neuwagen unter 20.000 Euro sind mittlerweile kaum noch zu finden. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt hingegen haben Kunden eine nahezu unendliche Auswahl. Vom gepflegten Kompakten mit wenig Kilometern über praktische Familienkombis oder SUV bis hin zu einst sündhaft teuren Luxuslimousinen ist alles im Angebot.
Für viele Autofans besonders verlockend: große, sehr gut ausgestattete Luxusautos, die neu oft deutlich über 100.000 Euro gekostet haben und jetzt zum kleinen Preis angeboten werden.
Beispiel gefällig? Wie wäre es mit dieser Mercedes S-Klasse der Baureihe 220? Unter der Haube der Limousine steckt nicht etwa der kleine Sechszylinder und auch kein V8. Nein, wir reden hier über einen S 600.
Bedeutet in diesem Fall: V12-Biturbo (M 275) mit 5,5-Litern Hubraum und 500 PS sowie einem maximalen Drehmoment von 800 Nm. Bis Mitte 2002 kam im S 600 noch ein V12-Sauger (M 137) mit 367 PS und 530 Nm zum Einsatz.
Alle S 600 wurden ausschließlich als Langversion ausgeliefert, wie es sich für ein Topmodell gehört. Trotz einer stattlichen Länge von 5,16 Metern und über zwei Tonnen Leergewicht beschleunigt der S 600 dank des V12-Biturbo in 4,8 Sekunden auf 100 km/h und wird bei 250 km/h von der Elektronik eingebremst.

Auf diesem Foto gut zu sehen: Die S-Klasse scheint nachträglich tiefergelegt worden zu sein. Das kann Probleme mit dem ABC-Fahrwerk nach sich ziehen.
Bild: Prestigious Cars
Im Jahr 2003 lag der Basis-Neupreis des S 600 bei stattlichen 127.658 Euro, allerdings ließ sich dieser Preis mit einigen Extras schnell in die Höhe treiben.
So geschehen bei dem hier gezeigten S 600, der vom Händler "Prestigious Cars" in Ludwigsburg angeboten wird. Der Erstbesitzer ließ sich nicht lumpen und setzte das große Kreuz. Neben einer designo-Lackierung in Silber wurde auch eine Bicolor designo-Lederausstattung in Anthrazit/Silber bestellt, was die S-Klasse einmalig machen soll.
Ehemaliger Neupreis von rund 150.000 Euro
Zu den weiteren Ausstattungshighlights gehören unter anderem: Abstandsregeltempomat (2366 Euro), Bi-Xenon-Scheinwerfer (922 Euro), Comand (1740 Euro), Bose-Soundsystem (986 Euro), TV-Tuner (1044 Euro), Komfortsitze mit Belüftung (742 Euro), AMG-Styling (4802 Euro). Am Ende standen rund 150.000 Euro auf der Rechnung.
Seit der Erstzulassung im Mai 2003 wurde der S 600 etwas über 226.000 Kilometer bewegt und ist laut Inserat scheckheftgepflegt. Allerdings befindet sich die Luxuslimousine nicht mehr im unberührten Originalzustand, denn einer der Vorbesitzer entschied sich, eine Vierrohr-Abgasanlage und AMG-Styling-IV-Felgen in 19-Zoll und ein Fond-Entertainment nachzurüsten. Zudem scheint es so, als wäre die S-Klasse tiefergelegt.

Trotz der hohen Laufleistung von über 226.000 Kilometern wirkt der Innenraum auf den Fotos gepflegt.
Bild: Prestigious Cars
Wie bei vielen Autos in dieser Preisklasse ist der Wertverlust enorm. In den letzten 20 Jahren hat der S 600 rund 130.000 Euro an Wert verloren. Aktuell wird das unfallfreie deutsche Auto für 18.949 Euro angeboten. Doch Vorsicht, denn im Inserat wird der S 600 explizit im Kundenauftrag veräußert, was etwaige Gewährleistungs-Ansprüche schwierig bis unmöglich macht.
Jetzt soll der S 600 unter 20.000 Euro kosten
Sowieso gilt: Interessenten sollten sich nicht vom vermeintlich niedrigen Kaufpreis blenden lassen, denn auch wenn die S-Klasse nicht mal mehr 20.000 Euro kosten soll – die Unterhaltskosten sind immer noch exorbitant. Ganz zu schweigen von möglichen Reparaturen. Manchmal ist es eben doch besser, von Luxus, Leder und einem V12-Biturbo nur zu träumen.
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