Mercedes S 600 V 221: Gebrauchtwagenangebot
170.000 Euro verbrannt: Mercedes S 600 zu verkaufen

V12, Luxus im Überfluss und ein Neupreis von über 200.000 Euro: 15 Jahre später ist der opulente Mercedes S 600 günstiger als ein VW Golf!
Bild: Autoscout24
Wie heftig der Wertverlust ausfallen kann, zeigt dieser konkrete Fall. Im AUTO BILD-Gebrauchtwagenmarkt wird ein Mercedes S 600 der Baureihe 221 aus dem Baujahr 2011 von einem Privatverkäufer aus der Nähe angeboten. Zumindest auf den Fotos macht die schwarze Luxuslimousine – trotz der hohen Laufleistung von 265.500 Kilometern – schon mal keinen runtergerockten Eindruck. Weder außen noch innen sind Beschädigungen oder gröbere Gebrauchsspuren zu erkennen.
Zuletzt wurde viel Geld investiert
Über die Anzahl der Vorbesitzer gibt es keine Angaben, dafür ist die S-Klasse laut Verkäufer scheckheftgepflegt. Die letzte planmäßige Wartung datiert aus dem November 2024 – damaliger Kilometerstand: circa 250.000.

Eine völlig unverbastelte Mercedes S-Klasse der Generation 221 mit AMG-Paket zu finden, ist heutzutage gar nicht mehr so leicht.
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Im Februar 2025 (Kilometerstand von etwa 253.000) bekam das robuste 5G-Tronic-Getriebe einen Service spendiert, im Juni desselben Jahres wurden die Bremsen an der Vorderachse erneuert. Anschließend wurden im September 2025 (Kilometerstand rund 261.000) Kühler, Wasserpumpe und Kleinteile aufgrund eines Schadens getauscht.
Bei dem hier angebotenen Exemplar handelt es sich um ein Mopf-Modell, das auf den ersten Blick an der moderneren Front mit neuen Scheinwerfern und einem überarbeiteten Kühlergrill sowie angepassten Außenspiegeln und LED-Rückleuchten ohne Zierteile in Wagenfarbe zu erkennen ist. Zwar wurde im Rahmen des 2009 eingeführten Facelifts auch die Motorenpalette grundlegend überarbeitet, doch der Zwölfzylinder im S 600 blieb unangetastet – der Prestige-Motor wurde von 2006 bis 2013 in der S-Klasse verbaut.
5,5-Liter-V12-Biturbo mit 517 PS
Konkret sprechen wir hier über einen 5,5-Liter-V12-Biturbo (M275) mit 517 PS und 830 Nm Drehmoment. Angesichts des massiven Drehmoments übernimmt die bewährte 5G-Tronic die Kraftübertragung an die Hinterräder. Theoretisch beschleunigt der ausschließlich in der Langversion V 221 angebotene S 600 in 4,6 Sekunden auf 100 km/h – doch den meisten Fahrern genügt das beruhigende Wissen, es zu können.

Fond-Entertainment, Alcantara-Dachhimmel, Designo-Lederausstattung und, und, und: Der Erstbesitzer dieses Mercedes S 600 hat bei der Ausstattung nicht gespart.
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Wie es sich für ein Topmodell gehört, ist die Ausstattung bereits ab Werk entsprechend umfangreich. In der Farbgebung ist die S-Klasse zurückhaltend: Der Erstbesitzer entschied sich für eine Außenlackierung in "Magnetitschwarz Metallic" (Farbcode 183) in Kombination mit einer Designo-Lederausstattung in "Porzellan" und Zierleisten in "Nussbaum".
Neupreis lag bei über 200.000 Euro
Unterm Strich standen beeindruckende 203.760 Euro auf der Neuwagenrechnung. Ziemlich genau 15 Jahre und 265.000 Kilometer später soll der S 600 noch 27.999 Euro kosten – entspricht einem Wertverlust von schwindelerregenden 175.000 Euro. Es geht sogar noch günstiger: Die billigsten S 600 V 221 starten im AUTO BILD-Gebrauchtwagenmarkt bereits bei unter 20.000 Euro – das sind allerdings keine Mopf-Modelle und oftmals in einem fragwürdigen Zustand.
Trotz der hohen Laufleistung scheint dieser S 600 auf den ersten Blick gut gepflegt – und er befindet sich im unverbastelten Originalzustand. Das ist keine Selbstverständlichkeit, in vierter oder fünfter Hand werden S-Klasse-Modelle nicht selten mit Vierrohr-Auspuff, Tieferlegungsmodul und MAE-Nachbau-Rädern "verschönert".
Ein guter Deal? Theoretisch ja, denn viel günstiger kann so ein S 600 praktisch kaum noch werden, doch die Realität sieht anders aus: Eine rund 15 Jahre alte Luxuslimousine – insbesondere mit einem V12 – birgt natürlich stets ein finanzielles Risiko. Im ausführlichen AUTO BILD-Gebrauchtwagentest warnt Kollege Lars Jakumeit: "Heute gibt es häufiger Elektronikprobleme. Defekte Steuergeräte, Sensoren oder schwere Störungen am ABC-Fahrwerk können irre teuer werden, ein Blick auf den Gebrauchtteilemarkt und freie Mercedes-Profis zahlt sich oft aus."
Fazit
Auch wenn dieses Mercedes S-Klasse einen gepflegten Eindruck macht, so sollten sich Interessenten nicht täuschen lassen und die Luxuslimousine auf jeden Fall gründlich durchchecken lassen. Erst Recht, da der 600er von privat angeboten wird. So oder so sollte der kommende Besitzer über entsprechende finanzielle Rücklagen verfügen.
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