Dieser Traumwagen hat so einiges mit dem ZDF-Traumschiff gemein: Exklusivität, Durchschnittsalter der Passagiere, gigantische Motorleistung, eine enge Kabine und einen großen Wendekreis (12,2 Meter). Eines aber trennt die beiden Luxusliner eindeutig: ihr Korsett. 175 Meter Stahl der "MS Deutschland" stehen 4,66 Meter Leichtbau (1825 kg) gegenüber. Der Stuttgarter Supersportwagen wird in der Formel-1-Schmiede McLaren gebaut und hat die leichte Carbon-Karosserie der Silberpfeile geerbt. Das Kraftpaket liegt trotzdem schwer auf der Straße, federt hart und fordert auf unebener Straße ständige Lenkkorrekturen. Im SL düst man sportlicher ums Eck. Dafür ist der SLR der Hingucker – mit technischen Finessen wie dem ausfahrbaren Spoiler am Heck. Der klappt bei Vollbremsungen komplett hoch und erhöht den Anpressdruck an die Straße um 200 kg – wirkt wie ein Bremsfallschirm. Absoluter Hit aber sind die Flügeltüren. Allein dafür blättern die wenigen SLR-Roadster-Kunden (vom Coupé gibt es weltweit 1100 Autos) eine halbe Million Euro hin.