Kaum ist der neue Mercedes Vito auf dem Markt, schon kommen die Aufbau-Hersteller auf kreative Ideen. Vier neue Vito-Camper zeigen, was sie können. Dazu die offizielle Benz-Variante, der Marco Polo.
Wolfgang König
Sie schätzen das duale System – Campingmobil und Alltagsauto in einem? Aber es muss nicht so ein Superduper-Angebot von der Stange sein, keine Werksofferte also? Und auch nicht der allgegenwärtige VW Bulli? Dann liegen Sie hier richtig: vier Campingbus-Alternativen vom Ausbauer im Vergleich mit dem Serientyp. Und alle mit Mercedes-Stern. Spezialisten aus den Nischen des Spektrums sollten es sein, zu deren Credo das Erfüllen individueller Wünsche gehört. Bisher waren sie meist auf VW abonniert, aber nun drängt Mercedes mit dem Vito verstärkt in den Ausbaumarkt. Verdient hatte er es längst, der fahrfreundliche VW-Konkurrent. Die Kandidaten: Neureuther Multicamper, der Triostyle von Reimo, ein geländetauglicher Terracamper, der V-artista von Behl sowie die offizielle Werksvariante, der Marco Polo.
Glamping statt Camping – keine der hier anwesenden Mercedes-Variationen bietet so viel Glamour wie der Marco Polo. Da kommst du dir vor wie in einer Fünf-Sterne-Bar, Leuchtstreifen in Fußhöhe, alles glänzt und glitzert. Ansonsten hält sich die Werksvariante, die von Westfalia ausgestattet wird, eng an das Muster des VW California: Aufstelldach, Küchenzeile mit Kühlbox (40 Liter), Zweiflammenkocher und Spüle. Das Dach lässt sich auf Wunsch elektrisch hochfahren, sehr angenehm. Auch die Rücksitzbank bewegt sich auf Knopfdruck, und zwar in die Liegeposition. Das dauert aber ewig, und es ermöglicht auch mit der optionalen "Komfortschlafauflage" nur mäßigen Liegekomfort. Oben, unter dem Klappdach, ruht es sich bequemer. Serienmäßig kommt der Marco Polo mit 40-Liter-Abwasser- und 38-Liter-Frischwassertank sowie mit Standheizung. Außerdem spendiert Mercedes zwei Campingstühle, die aber im Kofferraum untergebracht werden und dort wertvollen Platz beanspruchen. Wie alle Kandidaten in diesem Vergleich basiert der Marco Polo auf einem Vito mit dem mittleren der drei erhältlichen Radstände. Allerdings handelt es sich um einen Ableger der Vito-Nobelversion namens V-Klasse mit Deluxe-Cockpit, Chromschmuck sowie dem "Komfortfahrwerk". Preis: Unter 56.049 Euro geht gar nichts, nach oben gibt es kaum Grenzen. Fazit: Wenn es auf den Euro nicht ankommt, ist das der einfachste Weg zum MercedesCamper: beim Händler kaufen, Werksgarantie und relativ geringer Wertverlust.
Große Tischfläche im Behl V-artista, die zweite Hälfte lässt sich aber nur bei offener Tür hochklappen.
Bild: Angelika Emmerling
Es muss ja vielleicht nicht die noble V-Klasse sein. Womöglich tut es der einfacher gestrickte Vito als Basis für den Camping-Bus. Den gibt es als vollverglasten Tourer und mit dem mittleren Radstand bereits ab 32.261 Euro, mit dem 163-PS-Diesel wie hier ab 37.318 Euro. Plus Extras natürlich, an denen auch beim Vito kein Mangel herrscht. Und dann schlägt die Stunde der Ausbauer, im vorliegenden Fall der Firma Behl Mobile. Typisch für diese Spezies: Bei Behl bekommt der Kunde maßgeschneiderte Lösungen. Beim Modell V-artista sollten vier individuell verstellbare Einzelsitze kombiniert werden mit der berechtigten Hoffnung auf ein ebenes, bequemes Bett im Souterrain – beides ab Werk nicht lieferbar. Das Aufstelldach mit Doppelbett Nummer zwei steuert der Dachspezialist SCA bei, Sitze und Tisch ankern verschiebbar in einem Alusystemboden. Der Tisch verfügt über hochklappbare Ausleger, behindert allerdings den Einstieg in den Fond. Andere Tischvarianten sind lieferbar. Ansonsten: praktisches No-Nonsense-Mobiliar in Schreinerqualität, Spüle, Kocher, 48-Liter-Kühlschrank, 40 Liter Frischwasser, 32 Liter Abwasser, Füllstandsanzeigen. Nützlicher Gag: die umfangreiche Innenbeleuchtung mit LED-Touch-Lampen – so was sucht man im sparsam beleuchteten Marco Polo vergebens. Fazit: Eine solide, praxisgerecht ausgestattete Lösung mit gutem Wohnwert. Außerdem familientauglich. Und: Individuelle Wünsche kann Anbieter Behl berücksichtigen.
Terracamper Tecamp: Reif für die Wildnis
Hier kann man im Sitzen kochen. Links zu sehen: eines der Technik-Seitenteile.
Bild: Angelika Emmerling
Sie lieben das Abenteuer? Bewegen sich gerne abseits ausgetretener Pfade? In diesem Fall empfiehlt es sich, bei Terracamper anzuklopfen, dem Spezialisten für Camping-Busse mit Expeditionscharakter. Der Anspruch seiner Erzeugnisse lautet, Campingerlebnisse auch weit abseits der Piste zu ermöglichen, ohne deshalb die Alltagstauglichkeit des Gefährts im Geringsten zu beeinträchtigen. Der große Spagat also. Als Basis empfiehlt sich ein allradgetriebener Vito 4x4 (ab 43.105 Euro mit verlängertem Radstand), den Terracamper auf Wunsch in Kooperation mit diversen Offroad-Spezialisten voll geländetauglich macht. Unser Exemplar läuft unter der Bezeichnung Tecamp und verfügt über zwei Schiebetüren. Zu den Spezialitäten des Hauses gehören die herausnehmbaren Möbelmodule aus Aluminium sowie ein Schienensystem, an dem sich vielerorts im Auto diverse Kleinteile befestigen lassen – Haken, Leuchter, iPad-Halter zum Beispiel. Weitere Besonderheiten: Einzelsitze hinten, links und rechts fest installierte Technikschränke mit 40-Liter-Frischwassertank, Druckpumpe, zwei Wassersteckdosen und – auf Wunsch – zusätzliche Wärmetauscher für die Wasserstandheizung sowie Warmwasserboiler. Praktisch. Die Küche lässt sich auch von außen nutzen. Und angesichts der höchst verlockenden Extraliste gilt ansonsten: The sky is the limit. Fazit: Terracamper schöpft Traumpotenziale aus: Der Campingbus für wirklich alle Gelegenheiten, clever gemacht, äußerst flexibel, kann aber ins Geld gehen.
Neureuther Multicamper: Wünsch dir was
Die Rückbank bietet Platz für drei und ermöglicht bei Bedarf eine bequeme Liegefäche: gut gepolstert, ohne Höhen und Tiefen.
Bild: Angelika Emmerling
Auch Neureuther Automobile, langjähriger Spezialist für VW-Umbauten, wendet sich neuerdings dem Vito von Mercedes zu. Zweierlei lag der Heidelberger Firma dabei besonders am Herzen: ein ebenes und bequemes Doppelbett im Erdgeschoss des Campingmobils sowie die Option, den Vito im Alltag schnell und einfach wieder in einen ladefreundlichen Kleinbus zurückzuverwandeln. Sprich ohne Werkzeug. Als zielführend erweist sich dabei eine selbst konstruierte Rücksitzbank. Deren Rückseite ergibt in vorgeklapptem Zustand im Verbund mit zwei weiteren Polstern eine bequeme, 1,2 Meter breite Liegefläche. Aufgerichtet bietet sie drei (schmalen) Personen Platz, verfügt also über drei Gurte und drei Kopfstützen. Die Möblierung präsentiert sich bei diesem Erstlingswerk auf Benz-Basis einfach, aber effektiv mit Spüle, Kocher und 38-Liter-Kühlschrank, wobei Neureuther weiterhin keine Einheitslösungen bieten, sondern nach Kundenwunsch fertigen möchte. Der Tisch glänzte in der vorliegenden Variante freilich noch durch Abwesenheit – er soll dann herausziehbar unter der Sitzfläche Platz finden. Bedeutend erschien dem Ausbauer die volle Ladelänge, also bis zu den Vordersitzen, auch bei kompletter Einrichtung zu gewährleisten. Willkommen auch das Extra eines ausziehbaren (zwei Meter) und schwerlasttauglichen Laderaumbodens. Fazit: Die einfache, preisgünstige und effiziente Lösung, familientauglich und praktisch. Ansonsten gilt auch hier: Wer mehr will, dem kann geholfen werden.
Reimo Triostyle: Campen mit Style
Mittels Metallarm kann der Reimo-Tisch in unterschiedliche Positionen gebracht werden.
Bild: Angelika Emmerling
Camping-Freunde kennen Reimo. Der Komplettausstatter ist seit vielen Jahren im Geschäft, vergleichsweise neu sind indessen die Aktivitäten des Unternehmens bezüglich des Mercedes Vito. Da bietet Reimo den Triostyle, eine reisefertig ausstaffierte Vito-Variante mit fünf Sitzplätzen, drei davon auf der Reimo-eigenen Rücksitzbank. Wie beim Vito üblich lassen sich bei Bedarf außerdem noch zwei weitere Einzelsitze im Fahrgastraum unterbringen, was dann den Wohnwert natürlich beeinträchtigt. Auch das Aufstelldach sowie das Schienensystem im Boden stammen von Reimo – lobenswert, wie leicht sich die kugelgelagerte Sitzbank bewegen lässt, weniger überzeugend die Dachverriegelung mit nur zwei Riemen. Der Tisch befindet sich während der Fahrt auf der Laderaumabdeckung, in Verbindung mit einem Schwenkfuß erlaubt er bei Gebrauch eine flexible Positionierung. Wie bei Neureuther wird die Rückseite der Sitzlehne nach dem Vorklappen zum Teil der Liegefläche. Zusammen mit weiteren Polstern ergibt sich ein ebenes, bequemes Doppelbett. Das attraktive Geschränk (mit Fach für die Campingtoilette) liefert Reimo in verschiedenen Dekorvarianten. Im Heck stehen zwei tragbare Frischwasserkanister (à 12 Liter), die per Schnellverschluss angeschlossen werden. Der Abwassertank fasst 28 Liter, auf Wunsch gibt es eine Gasheizung. Fazit: Komplettangebot für den Familienausflug. Die durchdachte Einrichtung lässt kaum Wünsche offen, aber begrenzte Individualisierungsmöglichkeiten.
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Wohnmobil-Kaufberatung: Welcher Vito ist der wohnlichste?
Wohnmobil-Kaufberatung: Welcher Vito ist der wohnlichste?
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Kaum ist der neue Mercedes Vito auf dem Markt, gehen die Aufbau-Hersteller voller Ideen ans Werk. Im Vergleich: Neureuther Multicamper, der Triostyle von Reimo, ein geländetauglicher Terracamper, der V-artista von Behl sowie die offizielle Werksvariante, der Marco Polo.
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Los geht es mit dem Marco Polo. Auf einer Länge von 5,14 Metern bringt er vier Sitz- und Schlafplätze unter.
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Keine der hier anwesenden Mercedes-Variationen bietet so viel Glamour wie der Marco Polo. Da kommst du dir vor wie in einer Fünf-Sterne-Bar, ...
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... Leuchtstreifen in Fußhöhe, alles glänzt und glitzert. Ansonsten hält sich die Werksvariante, die von Westfalia ausgestattet wird, eng an das Muster des VW California: Aufstelldach, Küchenzeile mit Kühlbox (40 Liter), Zweiflammenkocher und Spüle.
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Das Dach lässt sich auf Wunsch elektrisch hochfahren, sehr angenehm.
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Auch die Rücksitzbank bewegt sich auf Knopfdruck, und zwar in die Liegeposition. Das dauert aber ewig, und es ermöglicht auch mit der optionalen "Komfortschlafauflage" nur mäßigen Liegekomfort.
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Die Aufstiegsluke ins zweite Schlafgemach: Oben, unter dem Klappdach, ruht es sich bequemer als unten.
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Serienmäßig kommt der Marco Polo mit 40-Liter-Abwasser- und 38-Liter-Frischwassertank sowie mit Standheizung. Außerdem spendiert Mercedes zwei Campingstühle, die aber im Kofferraum untergebracht werden und dort wertvollen Platz beanspruchen.
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Wie alle Kandidaten in diesem Vergleich basiert der Marco Polo auf einem Vito mit dem mittleren der drei erhältlichen Radstände. Allerdings handelt es sich ...
Bild: Angelika Emmerling
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... um einen Ableger der Vito-Nobelversion namens V-Klasse mit Deluxe-Cockpit, Chromschmuck sowie dem "Komfortfahrwerk". Preis: Unter 56.049 Euro geht gar nichts, nach oben gibt es kaum Grenzen.
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Fazit: Wenn es auf den Euro nicht ankommt, ist das der einfachste Weg zum Mercedes-Camper: beim Händler kaufen, Werksgarantie und relativ geringer Wertverlust.
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Es muss ja vielleicht nicht die noble V-Klasse sein. Womöglich tut es der einfacher gestrickte Vito als Basis für den Camping-Bus. Den gibt es als vollverglasten Tourer und mit dem mittleren Radstand bereits ab 32.261 Euro. Mit dem 163-PS-Diesel ist er, wie beim V-artista der Firma Behl Mobile, ab 37.318 Euro zu haben. Plus Extras natürlich. Insgesamt ...
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... summiert sich das Mobil auf mindestens 55.480 Euro. Bei Behl bekommt der Kunde maßgeschneiderte Lösungen. Beim Modell V-artista sollten vier individuell verstellbare Einzelsitze kombiniert werden ...
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... mit der berechtigten Hoffnung auf ein ebenes, bequemes Bett im Souterrain – beides ab Werk nicht lieferbar. Das Aufstelldach mit Doppelbett Nummer zwei steuert der Dachspezialist SCA bei.
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Sitze und Tisch ankern verschiebbar in einem Alusystemboden. Der Tisch verfügt über hochklappbare Ausleger, behindert allerdings den Einstieg in den Fond. Andere Tischvarianten sind lieferbar. Nützlicher Gag: die umfangreiche Innenbeleuchtung mit LED-Touch-Lampen – so was sucht man im sparsam beleuchteten Marco Polo vergebens.
Fazit: Eine solide, praxisgerecht ausgestattete Lösung mit gutem Wohnwert. Außerdem familientauglich. Und: Individuelle Wünsche kann Anbieter Behl berücksichtigen.
Bild: Angelika Emmerling
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Sie bewegen sich gerne abseits ausgetretener Pfade? In diesem Fall empfiehlt es sich, bei Terracamper anzuklopfen, dem Spezialisten für Camping-Busse mit Expeditionscharakter. Als Basis empfiehlt sich ein Vito 4x4 (ab 43.105 Euro mit verlängertem Radstand), den Terracamper auf Wunsch in Kooperation mit diversen Offroad-Spezialisten voll geländetauglich macht. Unser Exemplar läuft unter der Bezeichnung Tecamp und verfügt über zwei Schiebetüren.
Bild: Angelika Emmerling
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Der Anspruch von Terracamper: Campingerlebnisse auch weit abseits der Piste zu ermöglichen, ohne deshalb die Alltagstauglichkeit des Gefährts im Geringsten zu beeinträchtigen. Schlaf- und Sitzplätze sind für vier Personen vorhanden. Die Preisliste für den Tecamp startet bei 46.900 Euro.
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Zu den Spezialitäten des Hauses gehören die herausnehmbaren Möbelmodule aus Aluminium sowie ein Schienensystem, an dem sich vielerorts im Auto diverse Kleinteile befestigen lassen – Haken, Leuchter, iPad-Halter zum Beispiel.
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Genächtigt wird auf diesem ebenen, aber hoch angeordneten Lager.
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Weitere Besonderheiten: Einzelsitze hinten, links und rechts fest installierte Technikschränke mit 40-Liter-Frischwassertank, Druckpumpe, zwei Wassersteckdosen und – auf Wunsch – zusätzliche Wärmetauscher für die Wasserstandheizung sowie Warmwasserboiler.
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Praktisch: Die Küche lässt sich auch von außen nutzen. Und angesichts der höchst verlockenden Extraliste gilt ansonsten: The sky is the limit.
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Fazit: Terracamper schöpft Traumpotenziale aus: Der Campingbus für wirklich alle Gelegenheiten, clever gemacht, äußerst flexibel, kann aber ins Geld gehen.
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Auch Neureuther Automobile, langjähriger Spezialist für VW-Umbauten, wendet sich neuerdings dem Vito von Mercedes zu. Der Multicamper bietet fünf Sitz- und vier Schlafplätze und ist ab 49.990 Euro zu haben.
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Zweierlei lag der Heidelberger Firma bei der Konstruktion des Multicamper besonders am Herzen: ein bequemes Doppelbett im Erdgeschoss sowie die Option, den Vito im Alltag schnell und einfach wieder in einen ladefreundlichen Kleinbus zurückzuverwandeln. Sprich ohne Werkzeug. Als zielführend ...
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... erweist sich dabei eine selbst konstruierte Rücksitzbank. Deren Rückseite ergibt in vorgeklapptem Zustand im Verbund mit zwei weiteren Polstern eine bequeme, 1,2 Meter breite Liegefläche.
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Aufgerichtet bietet die Rücksitzbank drei (schmalen) Personen Platz, verfügt also über drei Gurte und drei Kopfstützen.
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Die Möblierung präsentiert sich bei diesem Erstlingswerk auf Benz-Basis einfach, aber effektiv mit Spüle, Kocher und 38-Liter-Kühlschrank, wobei Neureuther weiterhin keine Einheitslösungen bieten, sondern nach Kundenwunsch fertigen möchte.
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Der Tisch glänzte in der vorliegenden Variante freilich noch durch Abwesenheit – er soll dann herausziehbar unter der Sitzfläche Platz finden.
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Die große Schrankwand mit Rolltüren bietet ordentlich Staumöglichkeiten.
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Bedeutend erschien dem Ausbauer die volle Ladelänge, also bis zu den Vordersitzen, auch bei kompletter Einrichtung zu gewährleisten. Willkommen auch das Extra eines ausziehbaren (zwei Meter) und schwerlasttauglichen Laderaumbodens.
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Fazit: Die einfache, preisgünstige und effiziente Lösung, familientauglich und praktisch. Ansonsten gilt auch hier: Wer mehr will, dem kann geholfen werden.
Bild: Angelika Emmerling
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Als fünfter Kandidat geht hier der Reimo Triostyle an den Start. Camping-Freunde kennen Reimo. Der Komplettausstatter ist seit vielen Jahren im Geschäft, vergleichsweise neu sind indessen die Aktivitäten des Unternehmens bezüglich des Mercedes Vito.
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Der Triostyle (ab 49.740 Euro) ist eine reisefertig ausstaffierte Vito-Variante mit fünf Sitzplätzen, drei davon auf der Reimo-eigenen Rücksitzbank. Wie beim Vito üblich lassen sich bei Bedarf außerdem noch zwei weitere Einzelsitze im Fahrgastraum unterbringen, was dann den Wohnwert natürlich beeinträchtigt.
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Auch das Aufstelldach sowie ...
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... das Schienensystem im Boden stammen von Reimo – lobenswert, wie leicht sich die kugelgelagerte Sitzbank bewegen lässt, weniger überzeugend die Dachverriegelung mit nur zwei Riemen. Der Tisch befindet sich während der Fahrt auf der Laderaumabdeckung, in Verbindung mit einem Schwenkfuß erlaubt er bei Gebrauch eine flexible Positionierung.
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Wie bei Neureuther wird die Rückseite der Sitzlehne nach dem Vorklappen zum Teil der Liegefläche. Zusammen mit weiteren Polstern ergibt sich ein ebenes, bequemes Doppelbett.
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Das attraktive Geschränk (mit Fach für die Campingtoilette) liefert Reimo in verschiedenen Dekorvarianten. Im Heck stehen zwei tragbare Frischwasserkanister (à 12 Liter), die per Schnellverschluss angeschlossen werden. Der Abwassertank fasst 28 Liter, auf Wunsch gibt es eine Gasheizung.
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Fazit: Komplettangebot für den Familienausflug. Die durchdachte Einrichtung lässt kaum Wünsche offen, aber begrenzte Individualisierungsmöglichkeiten.
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Gesamtfazit von Redakteuer Wolfgang König: So ein Marco Polo ist toll, aber eben auch ziemlich teuer. Und überdies nicht frei von Nachteilen, vor allem wenn du darin zu dritt oder gar zu viert nächtigen möchtest. Oder wenn zum Beispiel abseits der Freizeit maximaler Laderaum gefragt ist. Hier füllen die Ausbauer die Lücke: Sie nutzen den preisgünstigeren Vito, ...
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... und du kannst sie gezielt und dem Geldbeutel gemäß einrichten lassen. Meist sind sie obendrein familienfreundlicher und flexibler. Oder auch vielseitiger, so wie der Terracamper – nicht billig, das gute Stück mit allem Drum und Dran, aber ein Traum. Meiner zumindest.