Wo setzt Mick Schumacher seine Motorsport-Karriere fort? Jetzt wird ein Szenario für 2024 immer realistischer: die Sportwagen-WM inklusive der 24 Stunden von Le Mans.
Dafür testete Schumacher bereits gestern den nagelneuen Alpine A424 in Jerez (Spanien). Die Franzosen, die auch ein eigenes Formel-1-Team haben, starten ab 2024 mit einem LMDh-Rennwagen in der Hypercar-Topklasse der WEC. Eine Fahrerpaarung wurde bisher nicht bekannt gegeben.
Alpine-Motorsportchef Bruno Famin hatte bereits im September aber Gespräche mit Schumacher bestätigt: „Ich denke, es wäre eine gute Sache für beide Parteien. Aber im Moment sprechen wir nur und werden hoffentlich bald einen Test organisieren.“
Mick Schumacher testet bereits gestern den nagelneuen Alpine A424.
Bild: Alpine

Das ist nun passiert. Schumacher selbst macht sich derzeit vor allem Gedanken darüber, „in welche Richtung wir gehen können, wie wir Verpflichtungen und solche Dinge alle unterbringen können. Das braucht einfach Zeit.“
Was der Deutsche meint: Am kommenden Wochenende ist er bei der Formel 1 in Austin schon wieder als Mercedes-Reservefahrer im Einsatz. Ob der Vertrag verlängert werden kann, wenn Schumi jr. zu Konkurrent Alpine wechselt, ist unklar, allerdings hatte Mercedes-Teamchef Toto Wolff bereits erklärt, dass Schumacher „ein Teil der Familie“ sei: „Wenn sein Engagement bei einem anderen Hersteller erlaubt, bei uns Reservefahrer zu sein, dann werden wir ihn natürlich halten.“
Kuriose Randnotiz zum Test in Jerez: Dort erlebte der Sohn von Michael Schumacher erstmals auch die Kurve hautnah, in der sein Vater Jacques Villeneuve 1997 abgeschossen hat. Das Manöver ging als eines der größten Formel-1-Fouls in die Geschichte ein. Schumacher wurde sogar der Vize-WM-Titel und alle Punkte der Saison aberkannt.