Auktion: Ferrari F50 von Mike Tyson
Dieser Ferrari F50 gehörte Mike Tyson

Der Ferrari F50 wurde nur 349 Mal gebaut – das macht ihn zu etwas extrem Besonderem! Doch dieser prominente Vorbesitzer ist die "cherry ton top"!
Bild: Robin Adams/RM Sotheby´s
Wenn Ferrari-Sammler ins Schwitzen geraten, dann bei drei Buchstaben: F50. Jetzt wird ein Exemplar versteigert, das nicht nur zu den begehrtesten Supersportwagen der 1990er-Jahre zählt, sondern einst auch Box-Legende Mike Tyson gehörte.
Der Ferrari F50 war schon ohne prominenten Vorbesitzer ein Mitglied der automobilen Königsklasse. Doch das Exemplar, das RM Sotheby's im Rahmen der Monterey Auction am 15. August 2026 versteigert, bringt eine zusätzliche Portion Prominenz mit: Erster Privatbesitzer war der ehemalige Schwergewichts-Weltmeister Mike Tyson.

Der Tyson-F50 ist die Nr. 73 von 349 gebauten Exemplaren.
Bild: Robin Adams/RM Sotheby´s
Tyson befand sich damals auf dem Höhepunkt seines Comebacks. Nachdem er 1996 seine Weltmeistertitel zurückerobert hatte, gönnte sich "Iron Mike" den roten Ferrari – einen der exklusivsten Supersportwagen seiner Zeit. Lange blieb der Boxer dem Auto allerdings nicht treu: Noch im selben Jahr soll der F50 wieder verkauft worden sein. Die Verbindung zu Tyson macht den Ferrari für Sammler dennoch besonders reizvoll.
Einer von nur 349 Ferrari F50
Der F50 wurde 1995 zum 50-jährigen Jubiläum von Ferrari vorgestellt und sollte die Erfolgsgeschichte des F40 fortschreiben. Anders als sein Vorgänger setzte der F50 noch stärker auf Formel-1-Technik für die Straße. Herzstück ist ein 4,7-Liter-V12-Saugmotor, dessen Wurzeln in Ferraris Formel-1-Programm der frühen 1990er-Jahre liegen. 513 PS sorgen für Fahrleistungen, die selbst heute noch beeindrucken.
Die Technik war damals spektakulär: Kohlefaser-Monocoque, Karosserieteile aus Carbon, Kevlar und Nomex sowie ein herausnehmbares Targadach machten den F50 zu einem der radikalsten Straßen-Ferraris aller Zeiten. Viele Enthusiasten sehen ihn heute als den puristischsten Vertreter der berühmten Ferrari-Hypercars zwischen F40 und Enzo.
Vom F50 entstanden lediglich 349 Exemplare. Das nun angebotene Fahrzeug ist das 73. gebaute Auto der Serie und eines von nur 55 Fahrzeugen in US-Spezifikation.
Wenig gefahren, umfassend dokumentiert
Der Ferrari präsentiert sich laut RM Sotheby's mit lediglich 6196 Meilen (ca. 9972 Kilometer) auf dem Tacho. Besonders wichtig für Sammler: Das Fahrzeug erhielt bereits 2008 das begehrte Ferrari-Classiche-Zertifikat. Es bestätigt, dass Motor, Getriebe und Karosserie noch den ursprünglichen Werkspezifikationen entsprechen.
Zum Lieferumfang gehören außerdem das originale Hardtop, Bordwerkzeug, Handbücher, das maßgeschneiderte F50-Gepäckset sowie umfangreiche Dokumentationen zur Historie des Fahrzeugs.
Bis zu neun Millionen Dollar erwartet
RM Sotheby's schätzt den Wert des Ferrari auf sieben bis neun Millionen US-Dollar. Angesichts des boomenden Markts für analoge Supersportwagen der 1990er-Jahre erscheint diese Bewertung keineswegs überzogen. Zum Vergleich: Andere außergewöhnliche F50 erzielten zuletzt ebenfalls Preise im Bereich von mehreren Millionen Dollar.
Ob am Ende eher die technische Bedeutung des F50 oder die Verbindung zu Mike Tyson den Ausschlag gibt, dürfte sich am 15. August in Monterey zeigen.
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